Das gnostische Denken von Karol Wojtyla / Johannes Paul II.
Weshalb wurde Karol Woityla im Oktober 1978 im Konklave zum Konzilspapst gewählt? Weil er der Papst war, den die Feinde der katholischen Kirche brauchten für die weitere Entwicklung. Man muss sich in Erinnerung rufen, was der Apostat Paul Roca in seinem Buch „Der christliche Sozialismus“ („Le socialisme Chrétien“, 5 Juli 1891) schrieb: „Nicht ein Pontifex des Glaubens, der Pistis [griechisch für ‚Glaube‘], sondern ein Pontifex der Gnosis und der esoterischen Wissenschaft“. Kaum jemand von den Katholiken kennt das gnostische Denken von Karol Wojtyla. Aus diesem Grund soll dieser Beitrag dazu führen, zu erkennen, dass Karol Woityla Gnostiker und Modernist war, aber kein Katholik.
Die gnostischen Wurzeln im Denken und Glauben von Karol Wojtyla
Karol Wojtyla, auch bekannt unter seinem Künstlernamen ‚Johannes Paul II.‘, war eine schillernde Person, die es verstand, nicht nur Katholiken, sondern auch Nicht-Katholiken in seinen Bann zu ziehen. Als Pseudo-Papst einer Neuen Kirche hatte er 26 Jahre und 5 Monate Zeit, aus der Montini-Kirche eine Wojtyla-Kirche zu entwickeln. Wenig bekannt ist, dass es die gnostischen Wurzeln im Denken und Glauben von Karol Wojtyla waren, die ihn dazu bewegten, den Katholiken die Allerlösungslehre zu propagieren.
Diese Entwicklung beruhte natürlich auf den Ergebnissen des Räuberkonzils, an denen er gewichtigen Anteil hatte. Zwar hatte er nach seiner Wahl zum ‚Papst‘ klargestellt, dass er das Erbe der Konzilspäpste als Gegenstand des ‚Bewusstseins der Kirche‘ behandeln werde. Im ersten Teil seiner Antritts-Enzyklika „Redemptor Hominis“ erklärte Karol Wojtyla, dass er ‚Johannes Paul‘ für seinen Namen wählte, um seine „Liebe“ für „das einzigartige Erbe“ auszudrücken, „das die Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. als Erbe hinterlassen haben“. (Redemptor hominis Pkt. 2)
Gleichzeitig bedeutete seine Wahl, „dass die persönliche Philosophie und Theologie eines Professors und Bischofs universalkirchliche Relevanz erlangen.“ (Dörmann, Der theologische Weg Johannes Paul II., Bd. II./1, Sitta Verlag, S. 12) Vielfach übersehen werden jedoch die gnostischen Wurzeln im Denken und Glauben von Karol Wojtyla.
Mit all diesem anti-katholischen Rüstzeug und seinem Schauspielertalent hatte er alle Freiheit, als Nachfolger von Montini (Luciano Albino lassen wir wegen seiner nur 33-tägigen Amtszeit außen vor) die katholischen Grundlagen weiter zu zerstören. Und er nutzte seine Position und die ihm damit gegebene Freiheit weidlich aus.
Wir wollen aufzeigen, dass sein ‚päpstliches‘ Wirken nicht von einer göttlichen Autorität herstammt. Sein persönliches Denken, seine Philosophie und Theologie haben nichts mit der thomistischen Philosophie, der katholischen Theologie und der katholischen Kirche gemein.
Studium und Priesterausbildung begannen mit gnostischem Wissen
1942 begann Karol sein Studium am Metropolitan Seminary in Krakau. Vom Erzbischof Fürst Sapieha ins Ordinariat bestellt, hatte dieser ihn zum Besuch des dortigen Priesterseminars geworben. Da ohne entsprechende Vorbildung, musste er das Abitur nachholen. Bereits nach 2 Jahren Priesterseminar hatte ihn der Erzbischof Sapieha allein in dessen Privatkapelle im Jahre 1946 zum Priester geweiht.
Der Schauspieler Karol Wojtyla war aber von den Gedanken der Anthroposophie geprägt worden, ehe er ins Seminar eintrat.
Kardinal Sapieha schickte ihn nach Rom, um seine Studien am Angelicum fortzusetzen. Aber zu dieser Zeit war der große Theologe und Schriftsteller Pater Garrigou-Lagrange, ein Gigant des Thomismus, Rektor der Universität.
Wojtyla, der dieser Lehre nicht angehörte, verfolgte die Philosophie, die er wollte und die er bei Mieczyslaw Kotlarczyk gelernt hatte. Letztendlich war es eine Variante des Existentialismus, die moderne Variante Kants, der er offiziell angehörte. Deshalb wurde seine Dissertation „Der Glaube nach Johannes vom Kreuz“ von Lagrange kritisiert und abgelehnt, weil sie die Ideen der Modernisten unterstützte, die behaupteten, der Glaube beruhe auf persönlicher Erfahrung. Aus diesem Grund wurde Wojtyla nicht zur Promotion zugelassen und er musste an die Universität Krakau zurückkehren, wo er angenommen wurde. 1954 promovierte er dort und wurde auch noch Professor an der Universität von Lublin.
Karol Wojtyla hat seine esoterischen Ansichten nie bereut
Steiners Anthroposophie entstammt in erster Linie dem theosophischen Gedankengut, und man kann sich nur vorstellen, wie sehr der ehemalige katholische Vatikan bis 1975 von Modernismus, Freimaurerei und Okkultismus durchdrungen war, dass er die Veröffentlichung dieses Mülls zuließ.
Mieczyslaw Kotlarczyk schrieb ein Buch mit dem Titel ‚Die Kunst des lebendigen Wortes: Diktion, Ausdruck, Magie‘, das 1975 von der Päpstlichen Universität Gregoriana veröffentlicht wurde. Darin führt Kotlarczyk die Quellen seiner Ideen auf, darunter Madame Helena Blavatsky, Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, und Rudolph Steiner. Im Jahr 1919 verurteilte die Oberste Heilige Kongregation des Heiligen Offiziums die Theosophie, wobei das Heilige Offizium erklärte, man dürfe „die Bücher, Tageszeitungen, Zeitschriften und Schriften [der Theosophen] nicht lesen“.
Karol Wojtyla hat sich als junger Student dieser esoterischen Lehre verschrieben. Bereut hat er es nie. Nachdem er Kardinal-Erzbischof von Krakau geworden war, schrieb er sogar das Vorwort zu dem Buch von Kotlarczyk, seinem Meister und Freund, mit dem Titel „Die Kunst des lebendigen Wortes“.
Er sagte dies im ersten Absatz des Vorwortes:
„Indem ich diese Worte schreibe, die dem dreiteiligen Werk von Dr. Mieczyslaw Kotlarczyk vorangestellt sind, möchte ich dem Autor meine Dankbarkeit zurückzahlen. Ich habe Mieczyslaw Kotlarczyk in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren in unserer Heimatstadt Wadowice kennengelernt. Ich lernte ihn als Pionier eines originellen Theaters im edelsten Sinne des Wortes kennen, als Vertreter der wahren polnischen und christlichen (!) Traditionen dieser Kunst, Traditionen, die uns von unserer gesamten Literatur und insbesondere von der großen romantischen und neoromantischen Literatur überliefert wurden.
…
Rom,
6. November 1974
Karol Kardinal Wojtyla
Metropolit von Krakau“
(Quelle: Anthroposophie)
Die Wurzeln seines gnostischen Denkens liegen in seiner Schauspielerzeit
Wojtylas Schauspielzeit begründet die Zerstörung seines katholischen Glaubens
Nach Meinung derjenigen, die ihn damals kannten, hätten ihn seine Erziehung, seine Frömmigkeit und seine brillante Intelligenz ins Priesterseminar führen müssen, wenn er sich nicht mit 16 oder 17 Jahren für das Theater begeistert hätte. Er wurde Schüler von Mieczyslaw Kotlarczyk, dem Gründer des „Rhapsodischen Theaters“ in Wadowice, dessen Hauptdarsteller er bald wurde.
Bruno Chenu, der Chefredakteur von La Croix, hat es so ausgedrückt: „Das Evangelium von Johannes Paul II. ist das Evangelium des Menschen. Jacques Duquesne drückte es so aus: ‚Für ihn sind Gott und Mensch ein und dasselbe.‘ Seit wann? Seit seiner Jugend.
Die Wurzeln seiner Zerstörung des katholischen Glaubens in der Funktion als Oberhirte der Konziliarkirche liegen in seiner Schauspielerzeit in Krakau. Die theologischen und praktischen Auswirkungen seines gnostischen Denkens, das er sich in der Zeit als Schauspieler erworben hat, sind den meisten Menschen kaum bewusst.
In Anlehnung an die Gnostiker verherrlichte Wojtyla das Wirken des Wortes – des poetischen, theatralischen Wortes – und das Wirken des Wortes – des Wortes Gottes – bei der Neuschöpfung der menschlichen Solidarität und der Vergöttlichung der Menschheit in jedem ihrer Glieder. Nachdem er ‚Papst‘ geworden war, fuhr er fort, diese „Gnosis“ zu predigen.
Ausbildung in gnostischer Transformation
Die Akzeptanz der gnostischen Philosophie der Sekten durch ‚Papst Johannes Paul II.‘ ist u.a. das Ergebnis der Theatererfahrungen seiner Jugend. Das Theater war für Karol „eine Erfahrung der Gemeinschaft“. Aber mehr noch war es eine ernsthafte Ausbildung in gnostischer Transformation durch Mieczyslaw Kotlarczyk, den Direktor des Rhapsodischen Theaters. Dieses Theater mit seinem „Thema des Bewusstseins“ war Wojtylas „Einführung in die Phänomenologie“. Kotlarczyk unterrichtete den Jugendlichen Karol in seiner Methode, bis er sechs Jahre später ins Priesterseminar eintrat.
Er schuf ein „Theater der inneren Welt“, um „universelle Wahrheiten und universelle moralische Werte zu präsentieren, die … der Welt die Möglichkeit einer authentischen Transformation bieten“. Handlung, Kostüme und Requisiten waren nicht wichtig. Stattdessen stand die Sprache – das „Wort“ – im Mittelpunkt, mit dem Ziel, das Bewusstsein des Publikums (und der Schauspieler) zu verändern. Daher bestand Kotlarczyk darauf, dass jedes Wort genau so ausgesprochen wurde.
Schulung im kabbalistischen, gnostischen Gebrauch von Worten
Es handelte sich dabei um eine Schulung im kabbalistischen, okkulten Gebrauch von Worten. Dies wurde deutlich, als Kotlarczyks Buch ‚Die Kunst des lebendigen Wortes: Diction, Expression, Magic‘, 1975 von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom veröffentlicht wurde. Karol Wojtyla verfasste das Vorwort zu diesem Buch, in dem Kotlarczyk die Quellen seiner Ideen auflistete.
Dazu gehörten die Schriften mehrerer bedeutender Okkultisten und Theosophen auch aus der Neuzeit. Genannt hatten wir oben schon die russische Freimaurerin Helena Blavatsky, Begründerin der Theosophischen Gesellschaft und der New-Age-Bewegung, und Rudolf Steiner. Steiner war Rosenkreuzer, Theosoph, OTO-Mitglied, Kommunist und Gründer der Anthroposophischen Gesellschaft und der Waldorfschulen. Außerdem nennt Kotlarczyk den französischen Okkultisten Eliphas Levi. Dieser beeinflusste Helena Blavatsky, Albert Pike, den Großmeister der Freimaurerei des Schottischen Ritus, und den Satanisten Aleister Crowley, langjähriges Oberhaupt des hochfreimaurerischen Ordo Templi Orientis oder OTO.
Karol Wojtyla verließ 1943 das Team. Kotlarczyk konnte sich mit der Entscheidung seines Freundes nicht abfinden. Er glaubte, dass „Lolek“, gemeint ist Karol Wojtyla, sein schauspielerisches Talent verschwendete. „Mieczyslaw Kotlarczyk glaubte, dass meine Berufung das lebendige Wort und das Theater sei, …“ (Karol Wojtyla) (Quelle: Er wollte nicht, dass Lolek Priester wird – https://pl.aleteia.org/2020/07/31/nie-chcial-by-lolek-zostal-ksiedzem-o-przyjazni-mieczyslawa-kotlarczyka-i-karola-wojtyly)
Der Theosophismus ist der Schlüssel von Wojtylas gnostischem Denken
Karol Wojtyla meinte auch als ‚Papst‘, der ganzen Welt verkünden zu müssen, dass der Mensch sein eigener Schöpfer und Erlöser ist. Dies ist seine antichristliche Doktrin.
Diese Doktrin ist „das vollständige Dogma eines neuen Menschenkults, der in den Augen der schwachsinnigen oder hinterhältigen Kleriker anscheinend immer noch christlich ist … Was mich betrifft, so wäre ich lieber taub und blind, als dieses Werk nicht zu sehen und zu verstehen; lieber würde ich mir die rechte Hand abhacken und die Zunge herausschneiden lassen, als darauf zu verzichten, dieses Werk anzuprangern und zu verlangen, dass Rom es anathematisiert, oder, wenn das nicht möglich ist, Christus selbst. “ (CCR Nr. 215, S. 1) (Quelle: Die Gnosis von Karol Wojtyla)
Abbé Mouraux kommentiert dazu:
„Karol Wojtyla … nahm an Theateraufführungen im Geist des <Goetheanum> teil; bei diesem handelt es sich um nichts anderes als den Tempel der anthroposophischen Sekte Rudolf Steiners, wo er <versuchte, durch seine Worte und Gesten mit den okkulten Mächten des Kosmos in Harmonie zu gelangen>.“ („Bonum Certamen, Nr. 129, S. 3, zitiert in: Die Verfinsterung der Kirche, 2015, S. 122)
Der Theosophismus Steiners lehrt ein kosmisches, evolutionistisches ‚Christnetum‘. Kotlarczyk war ein Eingeweihter, ein ‚theosophischer Magier‘ ein Jünger Rudolf Steiners. (a.a.O., S. 128) Da Karol Wojtyla das Vorwort zu Kotlarczyks Buch schrieb, kann man davon ausgehen, dass auch er ein Eingeweihter der Theosophie Steiners war. Der Theosophismus ist der Schlüssel zum Verständnis der ‚humanistischen‘ Reden von Karol Wojtyla als ‚Johannes Paul II.
Mieczyslaw Kotlarczyk
Mieczyslaw Kotlarczyk war Theaterregisseur, Schauspieler, Schöpfer des Rhapsodischen Theaters. Er und Wojtyla lernten sich kennen, als Wojtyła noch ein Teenager war. Kotlarczyk war 12 Jahre älter und leitete das Amateur-Powszechny-Theater.
Er war der Meister und Theaterlehrer von Karol Wojtyla. Mit ihm verband ihn eine lange Freundschaft. Da Wadowice in das Dritte Reich eingegliedert wurde, siedelte Mieczyslaw Kotlarczyk im Jahre 1941 nach Krakau über. Hier stellte Karol Wojtyla ihm eine Zweizimmerwohnung in der Ul. Tyniecka zur Verfügung. Es war ein Keller, in dem Karol Wojtyła mit seinem Vater wohnte. Hier diskutierten sie unter anderem über die Gründung des Teatr Nasz namens Rapsodyczny.
Zum damaligen Theaterteam gehörten: Krystyna Dębowska, Halina Królikiewicz, Danuta Michałowska, Mieczysław Kotlarczyk und natürlich Karol Wojtyła.
Seine Tätigkeit begann mit den Proben zum Song ‚King-Spirit‘ von Słowacki. Karol Wojtyła, Schauspieler und angehender Dramatiker, leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Tätigkeit dieses Theaters.
Der Einfluss von Mieczyslaw Kotlarczyk auf Karol Wojtyla
Kotlarczyk war ein Schüler von Rudolf Steiner (1861-1925), dem Begründer der Anthroposophie. Diese esoterische Lehre soll „Wissenschaft und Religion miteinander versöhnen“. Sie stellt den Menschen und seine Begegnung mit Jesus in den Mittelpunkt. In einer krisengeschüttelten Welt soll sie die Regeneration des Einzelnen und der Gesellschaft durch eine vereinheitlichende Weltsicht und geeignete moralische, erzieherische, therapeutische und ökologische Praktiken ermöglichen …“ Das Ziel ist nicht, „den Menschen dazu anzuregen, über sich selbst hinauszuwachsen, die Gestalt eines Übermenschen zu erlangen, sondern dem Menschen zu helfen, sich selbst wiederzufinden und die Menschheit durch die „Gnosis“ oder Geisteswissenschaft zu vereinen“ (Catholicisme, Art. Steiner, 65, 445).
Als Anthroposoph bewunderte und glaubte er an die Lehren Steiners. Seine Stücke waren unter anderem auch Inszenierungen von Rudolf Steiners Mysteriendramen. Kotlarczyk schrieb ein Buch mit dem Titel ‚Die Kunst des lebendigen Wortes: Diktion, Ausdruck, Magie‘, das 1975 von der Päpstlichen Universität Gregoriana veröffentlicht wurde. Darin führt Kotlarczyk die Quellen seiner Ideen auf, darunter Madame Helena Blavatsky, Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, und Rudolph Steiner. Im Jahr 1919 verurteilte die Oberste Heilige Kongregation des Heiligen Offiziums die Theosophie, wobei das Heilige Offizium erklärte, man dürfe „die Bücher, Tageszeitungen, Zeitschriften und Schriften [der Theosophen] nicht lesen“.
„Der Meister des Wortes“ hatte ihn in der Tat von der Kraft des perfekt beherrschten Wortes überzeugt, das in der Lage ist, das Gefühl der Brüderlichkeit unter den Menschen zu wecken und die Macht des Menschen zu erhöhen, Gott gleichzustellen. „Eine Gruppe gleichgesinnter Menschen, die dem poetischen Wort unterworfen ist, erhält eine ethische Bedeutung: die Bedeutung der Solidarität im Wort (sic!) und der Loyalität gegenüber dem Wort. “ (Quelle: Karol Wojtyla der Ausländer)
So hat sich Wojtyla ursprünglich über Kotlarczyk bei Rudolf Steiner von der Würde des Menschen, d. h. seiner Transzendenz, überzeugt.
Karol Wojtyla verschrieb sich der dramatischen Erforschung des Innenlebens
„Kotlarczyk glaubte, er sei ein „Erzpriester des Dramas“, seine Methode des lebendigen Wortes sei eine Religion und „Berufung“, mit dem Schauspieler als Priester. Wie die Theosophen, die den Titel „Meister“ für hochentwickelte Menschen verwenden, die Humanisten anleiten, nannte er sich „Meister des Wortes“. Er sah das Theater „als Ritual“ und „verstand den liturgischen Charakter der theatralischen Handlung, … die die Möglichkeit bietet, in eine neue Dimension einzutreten…“ Theater könne „ein Weg der Vollkommenheit“ sein, wenn „das Wort“ absoluten Vorrang“ vor „Äußerlichkeiten und Spektakel“ habe.“
Karol Wojtyla und seine Freunde haben sich unter Kotlarczyk der „dramatischen Erforschung des Innenlebens“ verschrieben.
Jan Tyranowski
1940 lernte Karol Wojtyla Jan Tyranowski in der katholischen Studentengemeinde von Krakau kennen. Dieser gewann ihn für das Rhapsodische Theater in Krakau. Das besondere Ziel war, durch eine besonders geschliffene Sprache und Mimik zu faszinieren.
Jan Tyranowski war Buchhalter und Schneider von Beruf. 1935 erlebte Tyranowski nach dem Anhören einer Predigt in der Kirche in Dębniki eine religiöse Erweckung. Er führte ein geistliches Notizbuch und füllte seinen Alltag auf religiöser Basis durch Arbeit, Gebet und theologische Studien.
„Tyranowski lud etwa ein Dutzend junger Leute in seine Wohnung in der Różana-Straße 11 in der Nähe des Dębnicki-Marktes ein, um zunächst den Rosenkranz zu beten (u. a. im Rahmen des Lebendigen Rosenkranzes), dann in der Bibel zu lesen und über den Glauben zu sprechen. Er glaubte, dass im Menschen eine tiefe Religiosität steckt, die sich entfalten sollte. Durch sein Handeln versuchte er, diese Religiosität zu offenbaren und zu entwickeln. Besondere Aufmerksamkeit widmete er den christlichen Mystikern der Renaissance – während der Sitzungen las er Notizen über den Heiligen Johannes vom Kreuz und die Heilige Teresa von Avila. Er verwendete auch die Schriften des Heiligen Thomas von Aquin.
Elf der Teilnehmer an den wöchentlichen Treffen wurden später Priester (darunter Karol Wojtyła und Mieczysław Maliński).“ (Quelle: Wikipedia Stichwort Jan Tyranowski)
Der Einfluss von Jan Tyranowski auf Karol Wojtyla
Cornelia Ferreira und John Vennari haben ein Buch über den Weltjugendtag mit dem Untertitel: Vom Katholizismus zur Gegenkirche geschrieben. Aus diesem Buch folgen nun teilweise Zitate, die auf der Website cathinfo.com zu finden sind.
Tyranowski war ein Rationalist, zudem Autodidakt, der „seine eigene Spiritualität entwickelt hatte“ und den Ruf eines „Mystikers“ hatte. Tyranowski predigte eine gnostische Erfahrungsreligion, eine „Verwandlung der Persönlichkeit von innen“, d. h. spirituelles Wachstum, durch die „Freundschaft“ einer Gemeinschaft. Er predigte ein Leben des Dienstes, vor allem an den Menschen in der eigenen Gemeinschaft, als Frucht der „Praxis und der Gegenwart Gottes“. „Um junge Menschen in denselben Glauben zu bringen“, leitete er wöchentliche Diskussionstreffen für junge Männer, die er rekrutierte, in denen theologische Fragen diskutiert wurden.
„Tyranowski gründete den Lebendigen Rosenkranz, der viele Merkmale der modernen Laienbewegungen aufwies. Die wöchentlichen Treffen wurden von Laien zu Hause abgehalten, nicht von Priestern in Gemeindehäusern. Bis 1943 gab es 60 ‚Animaten‘, die Tyranowski unterstellt waren. Einer dieser Gruppenleiter war Karol Wojtyla.“
Hochschätzung der Laiengruppen
Karol Wojtyla selber ist ja aus einer Laienbewegung hervorgegangen. Da er selbst vom Laienführer zum Papst aufgestiegen war, überrascht es nicht, dass ‚Johannes Paul‘ zum größten Förderer und Beschützer der Laienbewegungen wurde – angefangen bei deren offizieller Anerkennung während des Zweiten Vatikanischen Konzils. Zudem waren Bewegungen wie Focolare, der Neokatechumenale Weg, ‚Comunione e Liberazione‘ und ‚Licht-Leben‘ (Oase-Bewegung) im kommunistischen Polen bereits fest etabliert, wo Karol Wojtyła sie kennenlernte und schon zu seiner Zeit als Erzbischof von Krakau unterstützte. Er betrachtete diese Bewegungen als entscheidend für die „Verwirklichung seiner Vision“: Sie seien „bevorzugte Kanäle für die Bildung und Förderung eines aktiven Laientums …“
Eine Aussage, die er 1979 gegenüber ‚Comunione e Liberazione‘ tätigte, bringt die gedankliche Kontinuität zwischen seiner Zeit bei Tyranowski und den modernen Bewegungen auf den Punkt: „Die wahre Befreiung des Menschen vollzieht sich demnach in der Erfahrung der kirchlichen Gemeinschaft …“ (Quelle: unbekannt)
Chiara Lubich bezeichnete ihre Gruppe auch als „lebendigen Rosenkranz“. Hatte sie möglicherweise die Idee von Karol Wojtyla, den die Fokolare in Polen kennengelernt hatten? „Der Lebendige Rosenkranz, wie er von Jan Tyranowski ins Leben gerufen wurde, bestand aus Gruppen von fünfzehn jungen Männern, die jeweils von einem reiferen Jugendlichen geleitet wurden, der von dem mystisch begabten Schneider persönlich geistlich angeleitet wurde …“ Der Unterschied zwischen den beiden „lebendigen“ Rosenkränzen besteht darin, dass die Gruppen von Tyranowoski die Dekaden des Rosenkranzes repräsentierten, während die Mitglieder von Lubitch Ave-Maria waren.
„Die von Tyranowski gelehrte innere Transformation ist das, was New Age-Anhänger heute als Bewusstseinswandel oder Paradigmenwechsel bezeichnen. Dabei verbindet man zwei gegensätzliche Vorstellungen miteinander, z. B. zu glauben, dass man ein guter Katholik ist, obwohl man abergläubische oder okkulte Überzeugungen hat.“
Sein guter Freund, Pater Mieczyslaw Malinski, ein weiterer Tyranowski-Absolvent, bezeichnete Karol bewundernd als „Wojtyla, den Revolutionär“, der „die gesamte Krakauer Diözese“ schockierte. Er war auch der Typ Priester, den Focolar schätzt, „völlig frei von Klerikalismus“. Tyranowskis Ausbildung lehrte ihn, die Laien hoch zu schätzen. Er testete seine philosophischen Ideen an den Freunden aus Srodowisko und an seinen Doktoranden der Universität Lublin, wobei er einen „gegenseitigen Austausch“ von Ideen förderte und gerne von ihnen lernte.
Zu den esoterischen Werken, in denen Wojtyla mitwirkte oder die „für seine geistige Bildung von Bedeutung“ waren, gehörten Werke von Juliusz Slowacki (1809-49) und Adam Mickiewicz (1789-1855).
Juliusz Slowacki
Slowacki war ein Evolutionist, der an die Reinkarnation glaubte und die politischen Leiden Polens als „Karma“ ansah.
Sowohl Slowacki als auch Mickiewicz waren Anhänger des polnischen Messianismus, der mit dem Jєωιѕн-Messianismus und dem Okkultismus verwoben war. Ihre Ideen wurden in andere Theaterstücke aufgenommen. Um Pius IX. zu „tadeln“, der den polnischen Nationalismus und die freimaurerische Revolution in Italien nicht unterstützte, verfasste Slowacki auch ein Gedicht über einen künftigen „slawischen Papst“, der ein „reformiertes Papsttum“ leiten und hart, aber „ein Bruder des Volkes“ sein würde. Als ‚Papst Johannes Paul II.‘ würde Karol dieses Gedicht später auf sich selbst anwenden.
„Słowackis Werk aus dieser frühen Periode basierte auf aufklärerischem Deismus, religiöser Skepsis und Zynismus. Sie stützte sich auch auf die Gedanken von Schriftstellern wie: Francis Bacon, Descartes, Baruch Spinoza, Niccolò Machiavelli und Innozenz Gentillet. Das Hauptthema seiner damaligen Werke (darunter Maria Stuart) waren die Religionskriege, die er als Maske des Fanatismus und als Vorwand für einen Krieg um die Macht betrachtete. Słowacki fragte sich: Wenn man weiß, dass es keinen Gott gibt, woher kommt dann der Wunsch, für Religion und Glauben zu kämpfen? Im Mittelpunkt dieser Werke stand die Faszination für das Böse, die mit der Zeit (als sie fatalistische Züge annahm) Słowackis Hinwendung zur Romantik bestimmte.“ (Quelle: Wikipedia Stichwort Julius Slowacki)
Adam Mickiewicz
Mickiewicz war ein Kabbalist und Martinist. Martinismus ist eine Form des Okkultismus. Er ist eine Sammelbezeichnung für einige esoterische Richtungen der Freimaurerei, die in verschiedener Form auf Martinès de Pasqually zurückgeführt werden. Die Lehren und Rituale Pasquallys enthielten auch sexualmagische Elemente. Mit aus der Gnosis entlehnten Komponenten gelangten erstmals im 18. Jahrhundert derartige Strömungen in die Nähe der Freimaurerei.
Aus Wikipedia erfahren wir noch, dass er zunehmend von religiöser Mystik besessen wurde, „als er unter den Einfluss der polnischen Philosophen Andrzej Towiański und Krzywióra Dahlschödstein geriet, die er 1841 kennenlernte. Seine Vorlesungen wurden zu einem Gemisch aus Religion und Politik, unterbrochen von kontroversen Angriffen auf die katholische Kirche und brachte ihn damit unter die Zensur der französischen Regierung. Das messianische Element widersprach den römisch-katholischen Lehren, und einige seiner Werke wurden auf die Liste der verbotenen Bücher der Kirche gesetzt, obwohl sowohl Mickiewicz als auch Towiański regelmäßig die katholische Messe besuchten und ihre Anhänger dazu ermutigten.“ Mickiewicz kehrte 1846 zur traditionellen katholischen Kirche zurück.
„Nach seiner Priesterweihe gründete Pater Wojtyla seine eigene Jugendgruppe, die „Kleine Familie“, deren Mitglieder ihn „Onkel“ nannten. Die „Kleine Familie“ wurde zum Kern einer größeren Gemeinschaft, die als „Srodowisko“ oder „Milieu“ bekannt war und die er bis zu seiner Wahl zum ‚Papst‘ leitete. Der Grundstein für den Weltjugendtag wurde gelegt, als sie gemeinsam durch Polen wanderten, in Scheunen und Zelten schliefen. Sie diskutierten über alles Mögliche, sangen, beteten und nahmen an seinen Gottesdiensten im Freien.“ (Ferreira und Vennari, a.a.O.)
Der Gottesdienst von ‚Johannes Paul II.‘ als anthroposophisches Theaterstück
Kotlarczyks Ideen ähneln demnach sehr der Anthroposophie oder dem „christlichen Illuminismus“, der eine „luziferische Einweihung“ ist, die den erleuchteten oder „vergöttlichten“ Menschen mit okkulten Fähigkeiten formt. Die Anthroposophie lehrt, dass okkultes Wissen oder der „innere Sinn“ von Wirklichkeiten durch einen „disziplinierten Gebrauch der Künste, der Worte, der Farben, der Musik und der Eurythmie („universelle Harmonie“) erlangt werden kann. Es handelt sich um eine Tanzart, die Steiner (1861-1925) entwickelt hatte, um die inneren Bedeutungen von Klängen auszudrücken. Die Explosion der Theatralik, der „kreativen Liturgie“ und des eurhythmischen „liturgischen Tanzes“ (sogar bei pseudo-päpstlichen Messen) in der Neuen Kirche als erfahrungsorientiertes Mittel zur Vermittlung des Glaubens zeugt sowohl von einem jungianischen als auch von einem Steinerschen Einfluss.
Bilder
Junge Frauen in Bikinioberteilen und durchsichtigen Palmenröcken tanzen in Anwesenheit von JPII Hula. – https://www.traditioninaction.org/RevolutionPhotos/A020rcHulaDancers.htm
Tanzen in freizügigen Trikots für den Papst in Rom – https://www.traditioninaction.org/RevolutionPhotos/A046rcDancing6.htm
Eine Gruppe von 1200 jungen Frauen führt während des vom Vatikan gesponserten Sportjubiläums vor Johannes Paul II. einen Synchrontanz auf. Schätzungsweise 100.000 Menschen waren im Stadion, um den Papst zu begrüßen.
Die hautengen Trikots sind sehr unanständig, und das Ensemble wirkt eher wie Frauen in einem Chor als wie gläubige Jugendliche vor einem Papst.
Glaubte Karol Wojtyla an Reinkarnation?
Robert Spaemann ist bei Katholiken ein renommierter katholischer Philosoph. „Spaemann war ein enger Berater von ‚Johannes Paul II.‘ und ‚Benedikt XVI.‘, deren Ansichten er besonders in Fragen der Bedeutung der Naturrechtslehre für die Ethik nahestand“, wie Wikipedia uns versichert. Außerdem lässt Wikipedia uns wissen, dass Spaemann „Mitherausgeber des anonymen Hauptwerks des christlichen Hermetikers Valentin Tomberg (*) mit dem Titel ‚Die großen Arcana des Tarot’“ war.
Die Einführung schrieb Hans Urs von Balthasar. Erschienen ist das okkulte Buch im Herder Verlag. Valentin Tomberg war Deutschbalte evangelischer Konfession, Anthroposoph und Mystiker und selbsternannter ‚hermetischer Magier‘. „1943 konvertierte Tomberg in die orthodoxe und 1945 in die römisch-katholische Kirche. Tombergs Konversion setzte eine beträchtliche Konversionsbewegung von Anthroposophen in die katholische Kirche in Gang.“ Seine eigene Konversion war aber unaufrichtig. Denn er schrieb das oben erwähnte Buch 1960 nach der Konversion.
(*) Valentin Tomberg (1900–1973) war ein estnisch-russischer okkulter Autor, der vor allem für seinen Versuch bekannt ist, esoterische Elemente durch Werke wie „Meditationen über das Tarot: Eine Reise in den christlichen Hermetismus“ in die Kirche zu integrieren. Anmerkung: Francis del Sarto schrieb auf Novusordowatch einen Beitrag über „Traditionalisten“ der Konzilssekte, die versuchen, die Konzilskirche durch Okkultismus zu retten.
Das Vorwort von Robert Spaemann
Das Vorwort schrieb der Herausgeber, also Robert Spaemann. Dort spricht Spaemann von Alchemie, die Tabula Smaragdina, die Macht von 22 Buchstaben. Er stellt fest, dass die hermetischen, gnostischen und theosophischen Traditionen es uns ermöglicht haben, den Inhalt des christlichen Glaubensbekenntnisses zu vermitteln. Spaemann lobt die deutschen Idealisten wie Hegel und Schelling für das Aufgreifen okkulter Traditionen. Er befürwortet ausdrücklich die Hermetik, indem er sagt, dass die Christen der Zukunft „gnostische, reife, erleuchtete Christen“ sein müssen.
Spaemann ist der gleichen Meinung wie Valentin Tomberg, der die Hermetiker, Theosophen, Anthroposophen und andere okkulte Wahrheitssucher und Eingeweihte auf dem letzten Platz verortet, der aber „ja nach dem Wort Christi in Wahrheit der privilegierte ist“. Möglicherweise könnte von den Okkultisten „auch für die Kirche ein neuer Impuls ausgehen … Die Anzeichen mehren sich, dass es so sein wird. Christen der Zukunft werden jene ‚gnostischen, reifen, erleuchteten Christen sein müssen‘, auf die nach einem Wort des Mailänder Erzbischofs Carlo Kardinal Martini ‚die ganze Verkündigung des Neuen Testaments abzielt’“. (S. 5)
Außerdem bejaht Spaemann die östliche Orthodoxie. Er deutet in seinem Vorwort an, dass man zur Rettung der Kirche, der Zivilisation und der Welt die Ideen der Kabbala wie Tikkun Olam praktizieren muss.
Einführungsworte von Urs von Balthasar
Hans Urs von Balthasar schrieb die Einführung zu ‚Die großen Arcana des Tarot: Meditationen‘.
Die Einführung beginnt mit dem Eingeständnis, daß von Balthasar eigentlich keine Ahnung bezüglich dieses Themas hat.
„Um eine Einführung zu diesem für die meisten Leser fernliegenden und doch so bereichernden Buch gebeten, muss ich als erstes meine Inkompetenz auf dem von ihm erforschten Gebiet bekennen; weder vermag ich jeden seiner Gedankengänge billigend nachzuvollziehen noch erst recht alles kritisch zu prüfen; aber des Erwägenswerten wird hier so viel geboten, daß man daran nicht gleichgültig vorbeigehen darf.“ (S. 6)
Unwillkürlich wird sich jeder fragen müssen, warum ein gebildeter Kleriker eine glühende Einführung zu einem Werk schreibt, das (a) einen okkulten Titel enthält, (b) in dem er keine Kompetenz beansprucht, (c) und eklatante okkulte und ketzerische Lehren (wie die Reinkarnation) enthält, für deren Entdeckung keine besondere „Kompetenz“ erforderlich ist. Hat er sträflich unwissend gehandelt oder absichtlich getäuscht, um diesem Buch über das Okkulte zu größerer Bekanntheit zu verhelfen?
Urs von Balthasar schreibt anschließend weiter über Valentin Tomberg:
„Ein christlicher Denker und Beter von bezwingender Lauterkeit breitet Symbole der christlichen Hermetik in ihren Stufen – Mystik, Gnosis und Magie – unter Heranziehung des Kabbalismus und gewisser Elemente der Alchimie und Astrologie vor uns aus, Symbole, die in den zweiundzwanzig sogenannten „Großen Arcana“ des Tarot-Kartenspiels zusammengefasst sind und die er meditierend in die tiefere, weil allumgreifende Weisheit des katholischen Mysteriums heimzuführen sucht.“ (ebd.)
Man muss man wissen, dass dieses Werk die Reinkarnation als Tatsache lehrt und unter anderem Eliphas Levi anerkennend zitiert.
Der bedeutende Esoterik-Gelehrte Antoine Faivre stellt fest:
„Inhaltlich und rezeptionsmäßig gehört es zu den wichtigsten Büchern der westlichen Esoterik, die im 20. Jahrhundert erschienen sind.“ (Wörterbuch der Gnosis & westliche Esoterik, 112)
P. Thomas Keating über das okkulte Buch von Valentin Tomberg
Der amerikanische Zisterziensermönch und Begründer einer Praxis namens „zentrierendes Gebet“, P. Thomas Keating fordert offen in einer Rezension, daß das Buch ein grundlegender christlicher Text werden soll.
„Mit seinem festen Gespür für die Tradition, seiner Ausgewogenheit, Weisheit, Tiefe, Offenheit für die Wahrheit und seiner umfassenden Annäherung an die Realität verdient es, die Grundlage eines Kurses in Spiritualität in jeder christlichen höheren Bildungseinrichtung zu sein, und was noch besser wäre, der Ausgangspunkt und vereinheitlichende Vision des gesamten Curriculums.“ (Quelle: Papst Johannes Paul II. meditiert über das Tarot? – https://www.alpheus.org/html/articles/esoteric_history/Wojtyla&Tarot.htm)
Da staunt nicht nur der Katholik, sondern auch der Esoteriker. „Wow! Was ist denn hier los? Meine Frage wäre insbesondere: Welche möglichen spirituell-intellektuellen Bezüge haben Wojtyla, Balthasar und Keating zu Tombergs Buch?“ (Quelle: ebd.)
Die Antwort wird viele entsetzen. Doch wir haben einen Zeugen, den wir zitieren möchten. Der Zeuge heisst Pietro Archiati. Sein Bericht verfasste er noch zu Lebzeiten von Robert Spaemann und Karol Wojtyla. Und obwohl beide reichliche Jahre hatten, um diesem Bericht zu widersprechen, taten sie dies nicht.
In der anthroposophischen Zeitschrift ‚Der Europäer‘ (Nr. 7 Mai 2005) erschien ein Beitrag von Thomas Meyer mit dem Titel ‚Papsttum, Weltpolitik und Anthroposophie‘. Wir zitieren aus dem Abschnitt mit dem Untertitel:
Ein von Reinkarnation überzeugter «Philosophieprofessor»
„Johannes Paul II. war ein Kenner der Geisteswissenschaft R. Steiners. In seiner polnischen Zeit – als er noch Mitglied einer Krakauer Theatergruppe war, Literaturwissenschaft studierte und selbst Dramen schrieb –, lieh er sich regelmäßig Zyklen von der Bibliothekarin eines im Untergrund arbeitenden polnischen anthroposophischen Zweiges aus; er machte sich mit Steiners Ausführungen zur Sprachgestaltung und dramatischen Kunst bekannt und wird wohl auch christologische Zyklen studiert haben.
Derselbe polnische Anthroposoph, der die betreffende Zweigleiterin persönlich kannte und diese Dinge dem Verfasser dieser Zeilen bereits vor rund zwanzig Jahren mitgeteilt hatte, erzählte auch von einer von ihm selbst gesehenen Photographie, auf der auf Woitylas Schreibtisch die zu Beginn der 80er Jahre auf Deutsch erschienenen Werke Valentin Tombergs zu sehen sind. Tomberg brachte bekanntlich das rätselhafte Kunststück fertig, nach Jahrzehnten anthroposophischen Studiums und Wirkens zum Katholizismus zu konvertieren. Und er wurde daher für gewisse Kreise der katholischen Kirche besonders interessant und wertvoll, wie weiter unten gezeigt wird.“
„Und auch vor der Idee der Reinkarnation – eine Kernidee der Geisteswissenschaft R. Steiners – schreckte Woityla nicht zurück. Dies geht unmissverständlich und am Direktesten aus einem Gespräch hervor, das der katholische Philosophie-Professor und Mitherausgeber der Werke Tombergs, Robert Spaemann, eines Tages mit Johannes Paul II. geführt hatte. Von diesem Gespräch machte der frühere Katholik und jetzige Anthroposoph Pietro Archiati auf die Bitte des Verfassers eine Aufzeichnung, die er diesem im Sommer 1990 ohne Vorbehalte zusandte. Wir zitieren ohne Änderung:
«Anfang Dezember 1987 hatte ich ein Gespräch mit Prof. R. Spaemann. Es war an dem Tag, wo ich (etwa eine Stunde früher) die Erklärung meines Austritts aus der Kirche nach Rom geschickt hatte. Als ich diese Nachricht Prof. Spaemann mitteilte, war er sehr konsterniert. Um zu beweisen, dass ich den falschen Schritt getan hatte, erzählte er mir ein Privatgespräch, das er mit dem jetzigen Papst gehabt hatte. Damit sagte er, würde er mir dartun, dass die Kirche viel offener und liberaler sei, als ich ihm nahebringen wollte. Ich habe diese Erzählung sofort nachher schriftlich notiert, so dass meine Wiedergabe, wenn nicht wortwörtlich, so doch als sehr getreu betrachtet werden kann.“
Robert Spaemann’s Gespräch mit ‚Johannes Paul II.‘ über Reinkarnation
„Nun lasse ich Prof. Spaemann selbst sprechen: ‹Am Ende unseres Gesprächs frug ich den Papst ganz direkt: «Ihre Heiligkeit, was denken Sie von einem Katholiken, der von Reinkarnation überzeugt ist?» Er wollte nicht antworten, wartete ein wenig und dann sagte er lächelnd: «Fragen Sie doch den Kardinal Ratzinger, den Sie gut kennen. Er ist ja für Glaubensfragen zuständig!» Ich aber fuhr fort: «Nein, Ihre Heiligkeit, ich möchte, dass Sie mir sagen, was Sie darüber denken.» Wiederholtes Schweigen und Warten.
Nach einigen Sekunden sagte der Papst: «Wir müssen uns immer an der Heiligen Schrift orientieren. Was finden wir dort? Finden wir Äußerungen, die eindeutig gegen die Reinkarnation sprechen? Nein. Finden wir Äußerungen, die eindeutig dafür sprechen? Auch nicht. Obwohl vielleicht die Schrift eher in Richtung Nicht-Reinkarnation zu interpretieren ist.» Hier wartete der Papst noch eine kleine Weile, und dann fuhr er fort: «Ich kenne einen polnischen Philosophieprofessor, der jeden Tag in die Messe und zur Kommunion ging und der von Reinkarnation sehr überzeugt war.»
Dann wartete er noch einige Sekunden und sagte mit seinem polnischen Akzent: «Viele Fragen … wenige Antworten!» ›
Bis hier die Erzählung des Gesprächs. Ich habe noch sehr in Erinnerung, wie Spaemann den Akzent des Papstes beim letzten Satz imitierte. Dann fügte Prof. Spaemann hinzu, daß er von zuversichtlichen Quellen mit Sicherheit weiß, dass mit dem Philosophieprofessor der Papst sich selbst gemeint hat. Damit wollte er mir zeigen, wie offen der Papst in dieser sehr wichtigen Frage ist, und dass es in der Kirche auch Platz gibt für Menschen, die wie ich von Reinkarnation überzeugt sind.»“
Das zweibändige Werk von Tomberg auf dem Schreibtisch von ‚Johannes Paul II.‘
Robert Spaemann oder Urs von Balthasar sorgte dafür, dass ‚Johannes Paul II.‘ und wohl auch ‚Kardinal‘ Joseph Ratzinger die zweibändige Ausgabe erhielt. Zwar schrieb Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Tertio Millennio Adveniente“ gegen die Reinkarnation, aber er glaubte selber als ‚Philosophie-Professor‘ im Jahr 1938 daran. Jedenfalls meint er, dass auch Menschen mit diesem Glauben in der Kirche sein können.
Ausgerechnet ein Theosoph hat das Rätsel gelöst, warum Karol Wojtyla tatsächlich die zweibändige Ausgabe von Tomberg auf seinem Schreibtisch liegen hat. Denn die Bilder der Ausgabe auf dem Schreibtisch und der Originalausgabe stimmen scheinbar nicht überein.
Sehen wir uns die ersten beiden Bilder an, so sehen wir, dass die Pfeile auf dem Buchrücken in unterschiedliche Richtung zeigen. Außerdem trägt Karol Wojtyla auf diesem Bild seine Armbanduhr am rechten Arm.
Wie wir aber auf dem weiteren Foto sehen, trägt Wojtyla seine Armbanduhr in Wirklichkeit nicht am rechten Arm, sondern am linken Arm.
Daraus schließt der Theosoph folgerichtig, dass das Weltbild-Foto von 1988 ein Spiegelbild des Originals ist.
Zurückgespiegelt erhalten wir dann das korrekte Bild. Die Pfeile auf der gelben Ausgabe sind jetzt identisch ausgerichtet mit denen auf dem Originalbild. Denn dieses Bild von Wojzyla hinter seinem Schreibtisch mit der Spiegelschrift ist das ursprüngliche Bild.
Bild: Ein umgekehrt gedrucktes Bild von Johannes Paul II., der an seinem Schreibtisch sitzt, mit 2 Bänden von ‚Die großen Arcana des Tarot: Meditationen (Meditationen über das Tarot), wie im oben zitierten Artikel erwähnt.
Quelle: http://callmejorgebergoglio.blogspot.com/search/label/John%20Paul%20II
Erklärung siehe: https://theosophist.wordpress.com/2008/04/24/pope-john-paul-ii-meditating-on-the-tarot/
War Wojtyla Freimaurer?
Nach den Informationen, die wir von Gioele Magaldi aus seinem Buch „Massoni“ erhalten, war Karol Wojtyla selber in keiner Ur-Loge. Aber er habe sich «in besten Beziehungen zu Freimaurer-Kreisen, wenngleich solchen konservativer und elitärer Art» befunden. Eine Behauptung, die Magaldi auf S. 320 dahingehend präzisiert, dass «Karol Josef Wojtyla (1920-2005, Papst von 1978 bis 2005)» zwar «nicht förmlich der Freimaurerei angeschlossen» gewesen sei, «jedoch im großen und ganzen (sostanzialmente) von der Superloge „THREE EYES“ (mit ihr nahe stehenden Superlogen im Gefolge) angeworben (arruolato) worden, um einige für die Globalisierung notwendige historische Prozesse ins Werk zu setzen (realizzare)» …!
Des weiteren wird auf S. 367 der überaus mächtige «THREE EYES»-Maurer Zbigniew Brzezinski für seinen «wahrlich meisterhaften Coup vom 16. bis 22. Oktober» des Jahres 1978 gelobt, nämlich «die Wahl und Inthronisierung auf dem päpstlichen Stuhl eines lieben Freundes und Verbündeten: Karol Józef Wojtyla».
Bezüglich des Attentats auf ‚Johannes Paul II.‘ am 13. Mai 1981 und der freimaurerische Zahlensymbolik zu diesem Datum hatten wir bereits in dem Beitrag „Jorge Bergoglio im Dienst der Freimaurerei“ Näheres geschrieben.
Wojtylas enge Beziehungen zur Freimaurerei
Karol Wojtyla schien schon lange von der Freimaurerei als jener „Papst der Gnosis“ vorgesehen gewesen zu sein, von dem der Freimaurer Paul Roca geschrieben hatte.
1942 soll Karol Wojtyla in die Krakauer Loge von B’nai B’rith aufgenommen worden sein. „Sie wurde im Jahre 1843 in New York als geheime Loge von zwölf jüdischen Einwanderern aus Deutschland gegründet und widmet sich laut Selbstdarstellung der Förderung von Toleranz, Humanität und Wohlfahrt. Ein weiteres Ziel von B’nai B’rith ist die Aufklärung über das Judentum und die Erziehung innerhalb des Judentums.“ (Quelle: Wikipedia Stichwort B’nai B’rith)
Auf die Frage, ob B’nai B’rith auch Nichtjuden als Mitglieder aufnimmt, gibt uns KI zur Antwort:
Nein, B’nai B’rith ist eine dezidiert jüdische Organisation. Die Mitgliedschaft in den Logen setzt in der Regel voraus, dass man jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung ist. Die Organisation versteht sich selbst als eine weltweite Stimme der jüdischen Gemeinschaft.
Am 17. April 1984 äußerte sich Johannes Paul II. gegenüber Mitgliedern der jüdischen Freilaurerloge B’nai B’rithwie folgt:
„Meine lieben Freunde (diesen Ausdruck verwendete er in seiner Ansprache noch dreimal) … wir sind dazu aufgerufen, uns zu vereinen … Diese Einheit ist nicht irgendeine, sondern jene von Brüdern.“ (L’Osservatore Romano, 17. April 1984, zitiert in Die Verfinsterung der Kirche, S. 133)
In einer Fußnote heißt es:
In ‚Bonum Certamen‘ Nr. 55, Mai-Juni 1981 schrieb Abbé Mouraux:
„Johannes Paul II. hat erklärt, er wolle die Tradition des II. Vatikanums sowie Pauls VI. fortsetzen; in Polen hat er sich als Freund und Beschützer der Juden erwiesen; er ist ein Freund des Generalsekretärs der Trilaterale, der gleichfalls polnischer Abstammung ist. Am 12. März (1981) empfing er eine Delgation unter Führung von Ph. Klutznick, dem Präsidente des Jüdischen Weltkongresses‘- Der Besucher erklärte beim Verlassen des Vatikans: ‚Der Papst will den brüderlichen Dialog mit uns beschleunigen.‘
Dass er sich in Krakau an einem Sabbat in die Synagoge begab, lässt den Verdacht aufkeimen, er könne jüdischer Abstammung sein. Beunruhigenderweise ist der jüdische Delegierte beim internationalen jüdisch-christlichen Komitee in Rom ein wichtiges Mitglied des B’nai B’rith.“
Seine Verbindung zum Rotary-Club
Schon bald nach seiner Wahl als Konzilspapst knüpfte er seine alten Kontakte zur Freimaurerei an. So empfing er am 1. Juni 1979 Vertreter des Rotary-Clubs und sagte ihnen: „Möge Gott den internationalen Rotary-Club bei der edlen Sache unterstützen, die er sich verschrieben hat: dem Dienst an der Menschheit … Dieser neuen Blüte und diesem transzendenten Humanismus möchte ich heute meine Ehrerbietung zollen.“ (zitiert in: Die Verfinsterung der Kirche, S. 132)
„Übrigens berichtete Lamberto Mpsci, Gouverneur des 203. Rotary-Distrikts von Turin, in einem am 9. September 1986 von der offiziellen Zeitschrift des italienischen Rotary-Clubs veröffentlichten und dann in der italienischen Freimaurer-Zeitschrift ‚Hiram‘ von November/Dezember desselben Jahres abgedruckten Brief, die Exkommunikation der Freimaurer sowie die kanonischen Verbote für die Rotarier seine fortan hinfällig. Zur Untermauerung dieser Aussage sagte er, ohne im Folgenden dementiert zu werden: ‚Papst Johannes Paul II. ist selbst ein Paul Harris Fellow‘, d. h. ein Rotarier.“ (zitiert in: a.a.O., S. 132/133)
Auf derselben Seite als Fußnote wird ein Pater Esposito zitiert:
Pater Esposito kennzeichnet den freimaurerischen Geist des 203. Rotary-Clubs (dasselbe ließe sich von anderen, ähnlichen Organisationen sagen) meisterhaft wie folgt:
„Die bestehende Beziehung zwischen dieser Organisation und der Freimaurerei … ist struktureller Natur, nicht nur, weil sie am 23. Februar 1905 vom Anwalt Paul P. Harris aus chicago und dreien seiner freimaurerischen Kollegen gegründet wurde, sondern auch aufgrund der ideologischen und juristischen Prägung des Klubs, welcher die wesentlichen Elemente der Einweihungsbotschaft aufgreift, um sie in profaniserter Form in die Gesellschaft einzuführen, d. h. unter Ausklammerung der damit verbundenen Verpflichtungen undEinweihungsrituale, die – obwohl sie klar jede religiöse Bekenntnishaftigkeit ausschließen – einen gewissen sakralen, wenngleich laizistischen Charakter tragen.“ (‚Sodalitum‘, Nr. 42, S. 41)
Es sei noch erwähnt, dass in seinem neuen Kodex des Kanonischen Rechts von 1983 Karol Wojtyla als Johannes Paul II. die Exkommunikation der Freimaurer unerwähnt gelassen har, während der Kanon 2335 des Kodex des Kanonischen Rechts von 1917 lautet:
„All jene, die der freimaurerischen Sekte oder anderen Vereinigungen derselben Art beitreten, die gegen die Kirche oder gegen die rechtmäßige staatliche Gewalt Ränke schmieden, ziehen sich durch die Tat selbst die einfache Exkommunikation zu, die dem Heiligen Stuhl vorbehalten ist.“
Bemerkenswert ist, dass der Freimaurer und Satanist Eliphas Levi am 21. Januar 1862 erklärte: „Es wird der Tag kommen, wo ein vom Heiligen Geist erleuchteter Papst erklären wird, alle Exkommunikationen seien aufgehoben und alle Bannflüche ungültig …“ (zitiert in: Die Verfinsterung der Kirche, S. 134)
Karol Wojtyla mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten in der Rolle des ‚Papstes‘
Mieczyslaw Malinski schreibt in seinen Erinnerungen über Karol Wojtyla:
„Während seiner Zeit als Gymnasiast findet er seinen Meister in Mieczyslaw Kotlarczyk. Dieser ist nicht bloß Organisator von Akademien, Festen und Veranstaltungen, sondern auch ein echter Künstler, beseelt von den tiefsten Gedanken. Er offenbart Karol, der ihm hingerissen sein Ohr leiht, die Kraft der Kunst und deren Aufgabe, die Gesellschaft zu formen und geistig wie moralisch zu bessern; er enthüllt ihm die Bedeutung des Schauspielers als eines Priesters der Kunst, eines Trägers von Verantwortung für das Schicksal der Nation“ („Juan Pablo II. Historia de un hombre de Planeta“, Barcelona 1981, S. 14-15)
„Es handelt sich nicht etwa um eine Art Amateurtheater, um einen Kreis von Enthusiasten. Die ganze Gruppe ist von jener Idee durchdrungen, die Kotlarczyk bereits den jungen Schülern von Wadowice gepredigt hat. Alle Angehörigen der Gruppe betrachten den Künstler als Priester, den Priester der Kunst, der dazu berufen ist, die ihn umgebende Welt umzugestalten, das Böse durch die Schönheit auszumerzen, sich an der Erziehung des neuen Menschen zu beteiligen, des guten, ehrlichen, gerechten Menschen, der den Frieden liebt und offen gegenüber der Welt und den anderen Menschen ist.
So lebt Karol in einer immer stärkeren Spannung – der Spannung zwischen dem Priestertum der Kunst und dem Priestertum der Kirche, zwischen Kotlarczyk und Tyranowski, zwischen seinem Spiel auf der Bühne und seinem Spiel als Hirte“. (S. 38) (Quelle des deutschen Textes: Vom Lehramt zum Leeramt Teil IV)
Da Karol Wojtyla bereits nach zwei Jahren Seminar zum Priester geweiht wurde, ist sicher, dass er nicht die Grundlagen der thomistischen Philosophie und Theologie studiert hatte. Aber nach seiner eigenen Meinung war dies auch nicht nötig. Wie er gegenüber André Frossard bekannte, hatte ihm das Konzil „geholfen, eine Synthese meines persönlichen Glaubens vorzunehmen. … Der Glaube unterwirft die Intelligenz keinerlei Zwängen, er zwingt sie nicht in ein System festgelegter Wahrheiten“ (S. 63).
„Ich denke nicht, dass mein Glaube als traditionell bezeichnet werden kann… mein Glaube, oder, wenn Sie so wollen, mein Theismus ist … von A bis Z die Frucht meines eigenen Denkens und meiner persönlichen Wahl … Er wurde in der Tiefe meines Ichs geboren, er war auch die Frucht meiner Anstrengungen, meines Geistes, der eine Antwort auf das Mysterium des Menschen und der Welt suchte“ (S. 39) (Quelle: Vom Lehramt zum Leeramt IV)
Video: Glanzleistung einer Katechese durch den Papst-Schauspieler – https://www.youtube.com/watch?v=3r-hnjwUBLk&t=147s
Das Video zeigt Aufnahmen des polnischen ‚Papstes‘ bei einer Zusammenkunft mit Highschool-Schülern in New York im Madison Square Garden im Jahr 1979. – https://www.youtube.com/watch?v=50MqGpdoGk4
Stand Johannes Paul II unter dämonischem Einfluss?
Etwa bei 0:40 wird der Papst offiziell vorgestellt, woraufhin der tosende Jubel der Menge beginnt. Papst Johannes Paul II. antwortet jedoch erst nach mehr als anderthalb Minuten mit seiner Stimme.
Die New York Times beschreibt das Ereignis wie folgt:
„Nach einem tosenden, singenden und von einer Blaskapelle begleiteten Empfang für Papst Johannes Paul II. durch fast 19.000 Teenager im Madison Square Garden war es gestern an der Zeit, dass er antwortete. Die Menge verstummte, und der Papst beugte sich im Sitzen zu seinem Mikrofon …“
Die Augenbrauen des Papstes tanzten und sein breites slawisches Gesicht strahlte. Jemand begann zu gurren, und jeder konnte die Töne hören, leise Töne aus dem Lautsprechersystem: „Wuh, wuh, wuh.“ Was war das? Es war der Papst …
Wojtyla versetzte die Menge noch fünfeinhalb Minuten lang mit einer Reihe sinnloser Geräusche – „woos“, „mmmhumms“ und „ooohs“ – in Aufregung.
Bei 5:40 im Video, nach mehr als drei Minuten dieses merkwürdigen Verhaltens, spricht der ‚Papst‘ seine ersten Worte bei der Veranstaltung: „Ein charismatischer Moment“.
Erst als sich Kardinal Terrence Cooke an den Papst wandte und ihn offenbar an seinen Zeitplan erinnerte, begann er ernsthaft mit seiner Ansprache.
Der Bodenkuss von ‚Johannes Paul II.‘ – „antäische Magie“?
Als Schauspieler verstand Karol Woityla, sich und seine Anliegen medial perfekt zu inszenieren. Dazu gehörte auch der Bodenkuss auf jeder seiner Reisen um die Welt. Sobald er aus dem Flugzeug stieg, küsste er den Boden des Landes, das er besuchte. Woher kam ihm die Idee, dies zu tun? Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen, ist die symbolische Bedeutung solch einer Geste.
Petra Dorsch-Jungsberger hat sich wissenschaftlich mit dem ‚Medienpapst‘ auseinandergesetzt. Sie ist emeritierte Kommunikationswissenschaftlerin an der Uni München. In einem Interview sagt sie über diese besondere Geste von dem ‚Medienpapst‘:
„Sehr vieles, denke ich, ist inszeniert. Dieses Bild von Mutter Teresa und dem Papst, das ja sehr verbreitet worden ist, das ist natürlich inszeniert, weil es eine feststehende Geste ist.
Der Bodenkuss dagegen, das ist seine eigene ‚Erfindung‘. Keiner weiß, wie er darauf gekommen ist, den Bodenkuss zur Initialgeste eines jeden Besuches zu machen. An sich ist das ja eine ganz heidnische Szene. Die Geste enthält die antäische Magie; das entstammt dem Epos des Herkules, der sich als Gegner diesen Antäus ausgewählt hatte, weil er ihn um die Möglichkeit beneidete, seine körperlichen Kräfte jeweils dadurch zu aktivieren, dass er seine Mutter Gaia, die Erde, küsste. Ich habe mich immer darüber gewundert, dass er diese antäische Magie übernommen hat. Aber es ist ja sehr effektvoll, es ist ein großer Effekt.
Da schreitet jemand die Treppe in einem weißen Gewand herunter, dann ist da der rote Teppich, dann kniet er erst einmal nieder und küsst die Erde. Das ist eine sehr schöne Szene.“
In ihrem Buch „Papstkirche und Volkskirche im Konflikt“ schreibt sie auf S. 179:
„Wahrscheinlich wollte der Papst auch hier ein Signal setzen. Ein Papst, der die Erde küsst, erinnert an den antiken – heidnischen – Vorläufer Antäus, Sohn der Göttin Gaia, der mit übernatürlichen Kräfte beschenkt war. Doch die ‚antäische Magie‘ bedurfte immer wieder der Aufladung dadurch, dass der Sohn seine Mutter, die Erde, küsste … Johannes Paul II. erkor den ‚heidnischen‘ Bodenkuss zu einem seiner Markenzeichen, das jedes Mal um die Welt gefunkt wurde, wenn er ein Land zum ersten Mal besuchte. Nur wenig später sieht der Fernsehzuschauer dann, wie der Papst triumphal im Papamobil Richtung Bestimmungsort fährt.“
Abbé Mouraux schrieb:
„Ohne jeden Zweifel lernte er dort (Anm.: in der Schauspielerei), was er in seiner Enzyklika <Redemptor Hominis> lehrt, nämlich, dass <Christus das Zentrum des Kosmos ist>; dies liefert auch eine Erklärung für die ihm eigene Geste, die Erde zu küssen, den Bereich der <Kybele> „. („Bonum Certamen“[„Der gute Kampf“], Nr. 129, S. 3)
Kybele galt im Heidentum als Erdgöttin („Magna Mater“). „In der anthroposophischen Kosmologie steht Kybele für die ursprüngliche, schöpferische Kraft der Erde. Sie symbolisiert das Leben, das aus dem Schoß der Erde hervortritt.“ (KI-Zitat) Hier haben wir den Ursprung für die weitere Entwicklung bis zum Pachamama-Kult in der Konzilskirche
„OhJunger Mann in Italien anlässlich bevorstehender ‚Heiligsprechung‘ von von Karol Wojtyla von Kruzifix erschlagen
Ein junger Wanderer war tödlich zerquetscht worden, nachdem eine zu Ehren von ‚Papst Johannes Paul II.‘ in Norditalien errichtetes Kruzifix auf ihn gefallen war. Er hatte dort mit Freunden eine Rast gemacht. Der Mann, (21) Marco Gusmini konnte sich nicht schnell genug entfernen, da er an einer leichten Behinderung litt, die es ihm erschwerte, sich schnell zu bewegen. Er starb sofort. Ein zweiter Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem das 30 Meter hohe Kruzifix auf ihn gefallen war. Das Kruzifix brach so zusammen, dass der Kopf dessen, was unser gesegneter Herr Jesus Christus sein sollte, mit dem Kopf nach unten im Boden steckte.
Dieses Kruzifix in der Nähe der Stadt Cevo hat ein großes gebogenes Kreuz, an dessen Spitze eine große Statue von Jesus Christus befestigt ist.
Es wurde vom Bildhauer Enrico Job entworfen und zum Gedenken an den Besuch des Pseudo-Papstes in der Gegend im Jahr 1998 errichtet.
Ein weiterer merkwürdiger „Zufall“ ist, dass der Verstorbene in der Stadt Bergamo lebte, der Heimatstadt des falschen „Papstes“ Johannes XXIII., sogar in einer Straße, die nach ihm benannt ist. Seine Beerdigung war für Sonntag, den 27. April geplant, am selben Tag, an dem ‚Papst‘ Bergoglio die falschen Päpste ‚Johannes Paul II.‘ und ‚Johannes XXIII.‘ zu „Heiligen“ der Vatikanischen Sekte erklären würde.
Johannes Paul II. in Flammen
Bild: https://www.towleroad.com/2007/10/an-image-captur/
Geboren am 18. Mai 1920, dem Tag einer Sonnenfinsternis, fand die Beerdigung von Johannes Paul II. am 8. April 2005 statt, dem Tag, an dem die Welt Zeuge einer ungewöhnlichen „ringförmigen totalen Sonnenfinsternis“ im 20. Grad des Sternbilds Widder wurde. Er wurde während eines Sonnenereignisses zu Grabe getragen, bei dem nur die feurigen Ränder der Sonne sichtbar waren.
Feurig war auch eine Gestalt, die ein polnischer Bauarbeiter an einem Lagerfeuer aufgenommen hatte. Die Ähnlichkeit des Flammenbildes mit der Silhouette von Karol Wojtyla ist frappierend. Einige denken, daß es auch ein manipuliertes Bild sein kann. Doch es gibt keine Informationen darüber, ob das Foto ausgewertet wurde, um festzustellen, ob es tatsächlich echt oder möglicherweise verändert wurde.
Grzegorz Lukasik, 26 Jahre alt, machte anscheinend das Foto am 2. April bei einer Veranstaltung zum zweiten Todestag des ‚Papstes‘. Aufgenommen wurde es um 21.37 Uhr in Beskid Zywiecki, einem polnischen Dorf in der Nähe des Geburtsortes von Karol Wojtyla. Es war genau an dem Tag und zu der Stunde, als der damalige ‚Papst Johannes Paul II.‘ starb. Der Fotograf war mit anderen Polen Teilnehmer eines Gottesdienstes am Lagerfeuer.
Das Bild der Flammen wurde in Zeitungen in ganz Polen und anderen Ländern, darunter Deutschland und Italien, veröffentlicht.
CNA berichtete weiterhin, dass die Bilder von der Veranstaltung „vom Fotografen an Pater Jarek Cielecki, den Direktor des Vatikanischen Nachrichtendienstes, einen polnischen Priester und engen Freund des verstorbenen Papstes, geschickt“ wurde.
Bild: https://www.spokesman.com/stories/2007/oct/19/poles-see-john-paul-ii-in-bonfire-photo/
Der Fotograf, Grzegorz Lukasik, sagte zu dem Foto: „Erst als ich später nach Hause kam und mir die Bilder ansah, wurde mir klar, dass ich etwas gefunden hatte. Ich zeigte sie meinem Bruder und meiner Schwester, und sie waren ebenso wie ich davon überzeugt, dass die Flammen das Bild von Papst Johannes Paul II. geformt hatten. Die Flammenzunge auf der einen Seite ähnelt seinem rechten Arm, den er wie zum Segen erhoben hat. Ich war so glücklich über das Bild, dass ich es unserem Ortsbischof zeigte, der sagte, Papst Johannes Paul habe zu Lebzeiten viele Pilgerreisen unternommen und tue dies auch noch im Tod.“ (Quelle: Foto des flammenden Papstes als Segen von jenseits des Grabes gesehen)
Pater Cielecki kommentierte das Bild: „Sie können das Bild einer Person in den Flammen sehen und ich denke, es ist der Diener Gottes, Papst Johannes Paul II.“
(Quelle: Der verstorbene Papst Johannes Paul II. hat einen feurigen Auftritt in Polen?)
Was das okkulte Denken in seinen Taten für die Seele bewirkt
Ob das Bild nun wirklich echt oder manipuliert ist, die Frage stellt sich allemal:
Warum feiern die Anhänger der Wojtyla-Kirche diese Erscheinung? Viele glauben tatsächlich, dass Karol Wojtyla vom Jenseits einen Segen erteilt.
Warum kommen so wenige Katholiken auf den Gedanken, dass es sich um eine feurige höllische Erscheinung handeln kann? Sie haben scheinbar vergessen, daß jemand, der als von einem Feuer verzehrt erscheint, eher ein Zeichen der Verdammnis als der Erlösung ist. Es handelt sich also um eine Manifestation der Seele eines Verdammten in der Hölle. Es ist deshalb eher zu fragen:
Warum hat ‚Papst Johannes Paul II.‘ auf dem Foto das Höllenfeuer Satans als sein Medium gewählt?
Ob nun dieses Bild echt ist oder nicht, aus dem, was wir an gnostischem und okkultem Denken und die sich daraus ergebenden Taten als ‚Papst‘ wissen, können wir eher darauf schließen, dass dieser arme Mensch nicht der Anschauung Gottes würdig geworden ist.
Dies ist eine überarbeitete Fassung des Beitrags, der erstmals auf weltgeschehen.info erschienen.




