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Die zwei Fahnen

Die Fahne Luzifers und die Fahne Christi

Die Fahne Christi

Moritz Meschler SJ beschreibt in seiner Ignatianischen Betrachtung über die zwei Fahnen zur Fahne Christi:

Beiträge zur katholischen Kirche – Das Heerlager Jesu Christi

Schauen wir fernab von Babylons Trümmerstätte (Anmerkung: hier die Konzilskirche im Vatikan) … ein anderes Bild: Jesus Christus, unseren König, und seine Getreuen.

Jesus Christus selbst, den Gottmenschen, ihn den Träger aller Gewalt und Herrlichkeit; sanft und demütig von Herzen.

Auch da ragt eine Standarte hoch empor aber dieses Zeichen leuchtet ruhig und klar, weithin sichtbar, im frohen Sonnenlicht göttlicher Liebe. Siehe da das heilige Kreuz! Das ist das Feldzeichen Jesu Christi, das Sinnbild seiner Liebe und seines Geistes.

Und in den Herzen all seiner Anhänger glüht nur ein Verlangen: 

»Crux sacra sit mihi lux; non draco sit mihi dux! – O heilig Kreuz, sei du mir Licht! Der Drache sei mir Führer nicht!« (Benediktuskreuz)

Christus am Kreuz, um 1632 von VelazquezQuelle: wikimedia | Public Domain Mark 1.0

… die ganze, weite Welt der unsterblichen Seelen gleicht einem ungeheuren Kampfplatz. Wo immer eine solche Seele vor deinem Blick aufleuchtet, da denke daran, dass um sie gekämpft und gerungen wird. Sie gleicht einer Festung, und allenthalben ertönt der Schlachtrug: Hie Christus! Hie Belial!

Uns allen gilt die Mahnung des hl. Petrus:

»Brüder, seid wachsam euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge« (1. Petr. 5, 8)

Was will Jesus?

Unser »oberster Heerführer und Herr«, er, unser »Haupt«, der da ist »das wahre Leben«, der »Herr der ganzen Welt«, will alle Menschen retten und vor den Fallstricken Satans bewahren. Er ist der einzige Mittler, durch den wir zum Vater gelangen. Er will uns zum Himmel führen, zu ewigem Glück, und daher zeigt er uns den rechten Weg dorthin, indem er uns »anleitet zu allen Tugenden« (vgl. Exerzitienbuch).