Teil 3: Ein Konzilsheiliger von der übelsten Sorte
Die betrügerische ‚Heiligsprechung‘ eines Betrügers
Josémaria Escriva verstarb am 26. Juni 1975.
Die Organisation des Opus Dei beantragte die Selig- bzw. Heiligsprechung ihres nicht ganz so heiligen Gründers José Maria Escrivá. ‚Johannes Paul II.‘ setzte daraufhin seine ‚Heiligenfabrik‘ in Gang. Bereits am 12. Mai 1981 wurde der Prozess zu seiner ‚Seligsprechung‘ eingeleitet. 17 Jahre nach seinem Ableben wurde dann José Maria Escrivá vom ‚Papst‘ der Konzilskirche, ‚Johannes Paul II.‘ ’seliggesprochen‘. Karol Wojtyla war selber ein starker Befürworter und Verfechter des Opus Dei.
In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, dass der Opus Dei-Gründer Escriva ein Konzilsheiliger von der übelsten Sorte ist.
Die ‚Wunder‘ waren ebenso falsch wie seine Lehren
Um die ‚Heiligsprechung‘ auch zum Abschluss bringen zu können, mussten seltsame ‚Wunder‘ beigeholt werden. Doch es fällt gleich auf, dass die ihm zugeschriebenen ‚Wunder‘ ebenso falsch sind wie seine Lehren.
Schon bald fanden sich einige ‚Wunder‘:
Eine Karmeliterin mit angeblichem Lungenkrebs wurde geheilt. Obwohl es keine unbestreitbaren Beweise dafür gab, dass die Nonne tatsächlich Krebs hatte, wurde dies als Wunder betrachtet. Ein Kind mit hohem Blutdruck wurde nach der Einnahme von Medikamenten geheilt – auch dies wurde als Wunder angesehen.
Ein Chirurg mit krebsartigen Läsionen an den Händen, die durch das Anfertigen von Röntgenaufnahmen ohne Handschuhe verursacht worden waren, wurde geheilt, nachdem er damit aufgehört hatte – ein weiteres Wunder. Um Johannes Paul II. zu gefallen, wurden die drei ‚Wunder‘ akzeptiert und die Kongregation erklärte Escrivá für selig und dann für heilig. (Quelle: Opus Dei & Simonie – https://www.traditioninaction.org/bev/110bev06-29-2009.htm; ebenso: Opus Diaboli – https://introiboadaltaredei2.blogspot.com/2015/07/opus-diaboli.html)
Ein Kind mit Bluthochdruck wurde durch die Einnahme von Medikamenten geheilt, auch dies wurde als ‚Wunder‘ eingestuft.
Viele Unregelmäßigkeiten bei der schnellen ‚Heiligsprechung‘
Am 6. Oktober 2002 wurde der Gründer des Opus Dei, Josemaría Escrivá de Balaguer, in Rom ‚heiliggesprochen‘, nachdem er 1992 in einer heftigen Kontroverse ’seliggesprochen‘ worden war.
Als die ‚Seligsprechung‘ Escrivás Anfang der neunziger Jahre bevorstand, baten verschiedene ehemalige Mitglieder des Opus Dei, mit ihrem Zeugnis im Prozess angehört zu werden. Die Vatikanische Kongregation für die Seligsprechungen, die wundersamer Weise vom Opus Dei dominiert wurde, weigerte sich aber, alles zur Kenntnis zu nehmen, was irgendwie nach Kritik an ihrem Protagonisten aussah.
Es gab viele Unregelmäßigkeiten bei Escrivás schneller Heiligsprechung (er starb 1975). Darunter war die Weigerung, die Zeugnisse von fast einem Dutzend Menschen zu akzeptieren, die gegen die Heiligsprechung waren und Escrivá persönlich kannten. Darunter waren Maria del Carmen Tapia, Pater Vladimir Feltzman und John Roche.
Die Eliminierung des Anwalts des Teufels aus dem Heiligsprechungs-Prozess wurde unter Mitwirkung des ersten Prälaten des Opus Dei, Alvaro del Portillo, vorgenommen. Außerdem gab es die Beglaubigung von Wundern durch Ärzte des Opus Dei, zusammen mit anderen Fragen des Interessenkonflikts. (Quelle: Was ist das Opus Dei? – https://odan.org/what_is_opus_dei)
Gerade die Zeugnisse der Opfer, die als Numerarier im Opus Dei über die unwürdigen Verhaltensweisen von Escrivá genau Bescheid wussten, hätten eine ‚Heiligsprechung‘ verhindern müssen. Doch die Opfer wurden nicht nur nicht gehört, sondern mit den übelsten Verleumdungen abgewiesen, ihre Einwände vortragen zu dürfen.
Die dunklen Seiten von Josémaria Escrivá – Ereignisse im Kreml am Tiber
Escrivá selber hielt sich für einen Auserwählten Gottes und dazu verdammt, ein Heiliger zu sein. So die Worte von Miguel Fisac, ehemaliges Numerarier-Mitglied im Opus Dei, über den Gründer.
„Ich habe ihn niemals gut über jemanden reden hören“
Dies sagte Miguel Fisac Serna in der Sendung ‚La Clave‘ im Jahr 1992. Miguel Fisac gehörte zu den ersten Numerariern nach der Gründung des Opus Dei.
Zur Causa ‚Heiligsprechung‘ von Escrivá gibt er folgendes Zeugnis:
„Diese Eigenart von Herrn Escrivá, sich auf ein angebliches Mysterium zu berufen, etwas Übernatürliches, nutzte er und brauchte es für alles, was er sagte und tat, auch wenn das, was er sagte, manchmal dem widersprach, was er tat. Und dann wurde alles was der Vater tat und sagte, obwohl das Tun und das Sagen im Widerspruch zueinander waren, von seinen Kindern wie das Wort Gottes aufgenommen.“
„Als ich Kardinal Tarancón schrieb, dass ich im Prozess eine Aussage machen wollte, den er durchführte, erklärte ich ihm, dass es nicht leicht war, die Gestalt dieses Herrn zu beschreiben. Denn er war eine sehr komplexe Persönlichkeit, der mit gezinkten Karten spielte, aber er hatte auch die übernatürliche Karte. Und manchmal spielte er sie aus und gab damit ein widersprüchliches Bild ab.“
„Beispielsweise wohnte ich in diesen letzten Zeiten im Haus Diego de León 14, zusammen mit Alvaro Portillo, Antonio Pérez, Luis Valls, Florentino Pérez Embid und einigen mehr, und ich erinnere mich, dass der Vater mittags und abends mit uns im Hauptspeisesaal aß, und dass es kein wichtiges Fest im Opus gab, das er nicht zerstörte, sei es der Heilige Abend oder sonst etwas. Er wurde plötzlich wütend, wir wussten nicht warum, und er zog sich auf sein Zimmer zurück und ließ uns verdattert herumsitzen. Das war bei ihm etwas ganz Gewöhnliches. Wir wussten nie, wie er auf etwas reagieren würde, und er gab auch keine Erklärungen ab. Ich dachte, er glaubte vielleicht, er müsse aus asketischen Gründen so handeln.
Das Gleiche geschah bei den Frauen. Er behandelte sie sehr von oben herab und als Vater. Denn plötzlich spielte er eine Karte aus, und diese Armen fielen aus allen Wolken. So ließ er sie beispielsweise wieder und wieder ein Omelett machen, weil es ihm nicht richtig erschien.“ (Quelle: Ich habe ihn niemals gut über jemanden reden hören – https://opusfrei.org/show.php?id=729)
Wie wir sehen werden, wurden mit dieser falschen ‚Heiligsprechung‘ die großen menschlichen Laster kanonisiert, die Escrivá nach den Zeugnissen der ehemaligen Numerarier weidlich praktizierte.
Maria del Carmen Tapia schreibt in ihrem Buch „Hinter der Schwelle Ein Leben im Opus Dei“ über den sittliche Charakter von José Maria Escrivá:
„Monseñor Escrivá besaß von Haus aus keine guten Manieren. Er war rüde, barsch und unerzogen. War er wütend und musste er schimpfen, dann gab es für ihn weder Maß noch Barmherzigkeit; seine beleidigenden und heftigen Worte verletzten zutiefst. Während eines Gesprächs im Jahr 1973 im Vatikan mit S. E. Kardinal Arturo Tavera, zu der Zeit Präfekt der Heiligen Kongregation religiöser und säkularer Institute, fragte dieser mich, wie viele Jahre ich im Opus Dei verbracht hätte. Als ich ihm antwortete, achtzehn Jahre, erwiderte er mir:
„Und achtzehn Jahre haben Sie dafür gebraucht, festzustellen, wie schlecht erzogen José Maria Escrivá ist?“ (S. 384)
Ehemalige Mitglieder des Opus Dei nennen die Residenz des Opus Dei-Gründers Escrivá den Römischen Kreml. Sie sagen nämlich, dass es Ähnlichkeiten gibt zwischen den beiden Kremls, dem Moskauer und dem Römischen: beide haben viele Türme, Kapellen, Gebäude, die durch Innenhöfe, Galerien und unterirdische Gänge miteinander verbunden sind, ein wahres Labyrinth von Korridoren. Maria Carmen sagte, dass sich hinter den Mauern der Villa Tever eine gigantische Maschine befindet, mit der die Direktoren ihre Schafe wie Marionetten über die ganze Welt verteilt manipulieren“.
(Quelle: Drei Opfer des Systems – https://sinmiedoalopusdei.blogspot.com/2017/03/tres-victimas-del-sistema.html
Folgen wir den Opfern in den Kreml am Tiber. (Anmerkung: Leider muss aus dokumentarischen Gründen die vulgäre Sprache des Herrn Escriva in den Zitaten beibehalten werden.)
Schimpftiraden und vulgäre Sprache
„Seine Sprache war meistens vulgär … Er hatte uns nicht bemerkt und sagte gerade: „Nehmt einen guten Schluck von dem Cognac, den ich euch geschickt habe, aber macht es nicht wie mein Landsmann, dieser Monseñor Galindo, der das Glas in seinem Hosenschlitz vorwärmte.“ (ebd.)
„Die Schimpftiraden des Padre waren allen Mitgliedern des Werkes wohlbekannt. Ich meine sogar, dass Monseñor Escrivá in seiner ganzen Existenz der grundlegende Sinn für Barmherzigkeit fehlte. Er verstand es sehr gut, vor Menschen-Versammlungen die Miene eines Heiligen aufzusetzen, nannte sich sogar selbst einen Sünder, war aber, wie gesagt, imstande, jeden Menschen wegen der kleinsten Kleinigkeit schrecklich zusammenzustauchen …“ (S. 386)
Eigentlich wollen wir die vulgäre Sprache einer Person hier nicht wiedergeben. Doch wir müssen bei dem Gründer des Opus Dei eine Ausnahme machen. Der Leser möge es uns verzeihen.
In dem Fall geht es darum, dass Gladys für Carmen Tapia Briefe von der Post mitgebracht hatte, was ihr wohl verboten war. Escrivá reagierte darauf in folgender Weise:
„Diese verdorbene Kupplerin Gladys soll hereinkommen!“ … Ohne sie zu begrüßen, schrie sie der Padre an:
„Ist es wahr, dass du hier, diesem bösen Weib, Briefe von der Post mitbringst? Bist du dir eigentlich der Schwere deiner Tat bewusst?“ …
„Ja, Padre.“ …
„Du weißt es ja bereits. Keine Fuß setzt du mehr in die Asesoría Central. Findet mir eine andere für die Arbeit im Haus! Und du gehst jetzt auf dein Zimmer und rührst dich nicht vom Fleck! Hast du gehört?? Nicht vom Fleck rührst du dich!“
Als Gladys den Versammlungssaal verlassen hatte, sagte Monsenor Escrivá zu Mercedes Morado und Marlies Kücking, was die beiden genannten Priester bezeugen können:
„Die dort (mit Bezug auf Gladys) ist richtig durchzuwalken; zieht ihr die Röcke hoch, reißt den Schlüpfer herunter und gebt es ihr in den Arsch!! In den Arsch! Bis sie spricht! Bringt sie zum Sprechen!!“ (S. 340/341)
Escrivá war intolerant, ungenießbar und vulgär
Eine der besten Charakterisierungen von Monseñor Escrivá stammt von Alberto Moncada: „Der Padre ist reizend, freundlich und überzeugend, wenn alles zu seinen Gunsten steht. Er ist intolerant, ungenießbar und vulgär, wenn seine Ansichten nicht geteilt werden.“ (ebd.)
„Macht und Größe waren für Monseñor Escrivá sehr anziehend. Die Vorstellung, dass er ‚der Gründer‘ war, rief er uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit ins Gedächtnis. Seine Worte waren:
„Ich habe in meinem Leben mehrere Päpste getroffen, viele Kardinäle und einen ganzen Haufen Bischöfe, aber nur einen Gründer.“ Und dann pflegte er noch hinzuzufügen: „Gott wird Rechenschaft von euch verlangen dafür, dass ihr mich gekannt habt.“ (S. 387)
Escrivá war verantwortlich für versuchte und gelungene Selbstmorde
Um die ganze Unheiligkeit dieses machtbesessenen und stolzen Gründers zu verstehen, muss man auch seine Unbarmherzigkeit gegenüber diejenigen, die das Opus Dei verlassen haben, dokumentieren. Miguel Fisac schreibt:
„Für einen, der von dort weggeht, gilt die Regel, dass er nicht mehr existiert, er ist für sie tot, oder so als wäre er ein Feind, den man verfolgen müsse. Schließlich landete ich auf der Straße. Ich atmete auf. Die Heimlichtuerei und Lüge all die Jahre, die ich vom Werk sah, hatten mich erschöpft.“
Carmen del Tapia schreibt zu den Selbstmordversuchen im Opus Dei: „Ich erfuhr von einigen Fällen, dass es Numerarierinnen nicht gelungen war, sich das Leben zu nehmen, und sie sich für den Recht ihres Lebens übel zugerichtet hatten. Eine von ihnen war Rosario Morán (Piquiqui) in England. Ich glaube einfach nicht, dass sie verrückt war. Dagegen bin ich davon überzeugt, dass das Opus Dei sie verrückt werden ließ, was etwas völlig anderes ist.“ (S. 328)
„Ein weiterer Fall ereignete sich in den USA; eine amerikanische Numerarierin hatte in Rom das Colegio Romano de Santa Maria besucht. Bei ihrer Rückkehr in die Staaten ließ man in subtiler Weise durchblicken, daß sie einem Verwandten, der dem Opus Dei angehörte, sehr ‚zugetan‘ war. Ihre Besorgnis über diese Zuneigung, die sie niemals als tadelnswert angesehen hatte, wurde für sie zu einem Alptraum.“ Sie begann „stundenlang ziellos umherzustreifen. Sie gelangte in eine Kaserne, wo die Soldaten sie mit aufgerissenen Füßen – verschmutzt, orientierungslos und mit verwirrtem Verstand – fanden. Sie brachten sie in ein Krankenhaus. Die Numerarierinnen aus ihrem Haus kamen und überführten sie aus dem Krankenhaus umgehend in eine Psychiatrische Anstalt …“
Eines Tages versuchte sie, sich mit einem kleinen Spiegel die Venen aufzuschneiden. (S. 329) Sie wurde zur Invalidin.
Nach Spanien zurückgekehrt starb sie an einer Krebserkrankung, wegen der sie in der Opus-Klinik in Pamplona behandelt wurde. Was für eine ‚Behandlung‘ mag dies wohl gewesen sein?
Frau Tapia schreibt, dass das Opus Dei Situationen schafft, die Menschen wahnsinnig werden lassen.
Offener Brief zum Tod des Priesters Danilo Eterovic
Ein Priester der Prälatur Opus Dei warf sich im März vergangenen Jahres in der argentinischen Hauptstadt, in der er seit längerer Zeit gelebt hatte, vor einen herannahenden Zug; ein Selbstmord, der dankenswerterweise mit der entsprechenden Dokumentation belegt und durch Agustina auf der Website www.opuslibros.org ein Jahr nach diesem schrecklichen Ableben bekanntgemacht wurde. Von den kaltschnäuzigen Reaktionen der „Brüder von zuhause“ den Behörden gegenüber abgesehen, enthält die Dokumentation ein Schriftstück, das man als Abschiedsbrief von Padre Danilo bezeichnen kann: einen Briefumschlag, auf dem offensichtlich in größter innerer Erregtheit hingekritzelte Schriftzüge des Priesters zu erkennen sind, einige wenige, doch völlig unmissverständliche Worte, wobei vor allem deren Ende hervorsticht:
„P. Jorge sagte mir: keine Aufträge von Sankt Rafael – Sankt Michael – Sankt Gabriel mehr *–) ich werde zurückgestoßen / ich bin sehr KRANK / ich weiß nicht, wie ich so weit gekommen bin.“ (Quelle: Offener Brief zum Tod des_Priesters Danilo Eterovic)
* Die drei Erzengel stehen für die Arbeitsbereiche des Opus Dei: St. Rafael für die Arbeit mit Jugendlichen vor allfälligem Beitritt, St. Michael für die Arbeit mit den Numerariern, die sich zu einem ehelosen Leben verpflichten und denen im großen und ganzen die Leitungsaufgaben anvertraut sind; St. Gabriel für die Arbeit mit den Supernumerariern.
Es handelt sich um keinen Einzelfall, wie Wilhelm Pfeistlinger schreibt, sondern eher um die Spitze eines Eisbergs der Selbstmorde.
Tot oder lebendig? Ein Überlebender des Opus Dei spricht
„Nachdem ich zwölf Jahre später aus dem Opus Dei ausgetreten war, war ich nur noch ein Schatten meines früheren Selbst. Ich wurde selbstmordgefährdet, und mein Arzt sagte, dass die einzigen Fälle, die er in diesem Ausmaß gesehen hatte, ehemalige Kriegsgefangene waren. Und warum? Nun, zum einen hatte ich vier Jahre lang Medikamente genommen, die mir die Numerarier des Opus Dei (Ärzte und Psychiater) verschrieben hatten, bevor ich ausreisen konnte. Ich war einer von vielen, die auf diese Weise behandelt wurden.
Das war unethisch; hätte ich einen objektiven Arzt konsultieren können, wäre ich vielleicht schon vier Jahre früher ausgetreten, als ich es tat. Eine unabhängige Diagnose nach meiner Entlassung ergab, dass meine Probleme auf das Regime, dem ich unterworfen war, und den verschriebenen Medikamenten-Cocktail zurückzuführen waren. Ich hatte im Laufe der Zeit Librium, Tofranil, Lithium, Valium und Mogadon erhalten.
Das Opus Dei erzeugt jedoch eine große Angst. Ihre Taktik ist systematisch und wird von Josemaría Escrivá in ‚Der Weg‘ und in vielen internen Dokumenten sowie in seinen verschiedenen Gesprächen mit Mitgliedern beschrieben.“
(Quelle: opus.info.org: Tot oder lebendig? Ein Überlebender des Opus Dei spricht – https://www.opus-info.org/index.php/Offener_Brief_zum_Tod_des_Priesters_Danilo_Eterovic)
Escrivá wünscht den Dissidenten des Opus Dei den Tod
Escrivá schreibt in seinen ‚Meditationen: „Wir müssen den Herrn bitten, uns eher den Tod zu senden als nicht durchzuhalten.“
Kann dieser Escrivá-Ratschlag, vor dem Verlassen des Opus Dei „den Tod zu wünschen“, bei Menschen, die bereits – wie oben berichtet – psychisch misshandelt wurden, mit einer empfindlichen psychischen Gesundheit Selbstmord- Gedanken hervorrufen?
Escrivá hält es jedenfalls für ein schreckliches Verbrechen, das Opus Dei zu verlassen. Aus diesem Grund ist es für ihn rechtmäßig, Gott um den Tod des Dissidenten zu bitten.
Der Gründer des Opus Dei schreibt in seinem Wahn:
„Wenn Sie aus dem Boot [des Opus Dei] aussteigen, werden Sie zwischen die Wellen des Meeres fallen, Sie werden zu Tode gehen, Sie werden im Ozean überflutet umkommen und Sie werden aufhören, mit Christus zusammen zu sein.“ (Escrivá, ‚Leben zur Ehre Gottes‘) .
Scheint es nicht Größenwahn zu sein, wenn wir aus Escrivás Meditationen lesen:
„Wenn du nicht durch meinen Kopf gehst, wenn du nicht durch mein Herz gehst, hast du den Weg falsch verstanden, hast du keinen Christus“ („Meditationen“ IV, S. 354).
Wer kann solchen Unsinn glauben? Nur die können es glauben, die eine intensive Indoktrination und Gehirnwäsche durch das Opus Dei durchlaufen haben.
Der Tod ist ein großer strategischer Verbündeter für das Opus Dei. Escrivá ist ein Prophet des Todes, der ihn verkündet und als Heilsmittel und auch als Strafe predigt. Er dient für alles.
(Quelle: Selbstmorde im Opus Dei – https://opusfrei.org/show.php?id=825)
Für Escrivá kann nur der ein Heiliger sein und in den Himmel kommen, der den Lebensplan des Opus Dei lebt. Escrivá ist der einzige „Weg“. Alle anderen Orden innerhalb der Kirche werden kritisch betrachtet.
Ausschluss von Zeugen, die als nicht tauglich erachtet wurden
Carmen del Tapia schreibt:
„Gerade lese ich in den Gerichtsakten der Madrider Behörden auf S. 2133 über die Seligsprechung von Monseñor José Maria Escrivá, in Bezug auf ‚den Ausschluss einiger möglicher Zeugen‘ folgendes:
„Diffamierungskampagne gegen den Diener Gottes und das Opus Dei. Auf der Suche nach möglichen Zeugen, die nicht behördlich vorgeladen werden können, hat das Gericht die Situation eines jeden der in Frag kommenden Kandidaten untersucht und ist, nachdem es alle notwendigen Beweise zusammengestellt hat, zu dem Schluss gelangt, diese aus den gleichen Gründen auszuschließen, aus denen man Señorita Moreno ausgeschlossen hatte (‚jemand, der ohne zu zögern den Glauben beleidigt, kann der Wahrheit keinen Dienst erweisen …‘). Das Gericht bestätigt, dass eine Diffamierungskampagne im Gange ist, um den Rechtsstreit um den Diener Gottes zu behindern …
Meistens handelt es sich dabei um Personen, die, nachdem sie dem Opus Dei ein paar Jahre angehört hatten, ihre Berufung aufgegeben haben und einen geläuterten Groll hegen. Einige haben direkten Umgang mit dem Diener Gottes gehabt: Über sie hat das Gericht von Madrid eine sehr beredte Dokumentation zusammenstellen können. Insbesondere handelte es sich dabei um Señorita Carmen Tapia (die bei der Vorbereitung einer Übertragung von ‚La Clave‘ mitgewirkt hat und offen die Priester des Opus Dei der Verletzung des Beichtgeheimnisses angeklagt hatte) …‘ (S. 370/371)
Bei dieser Begründung handelt es sich um eine reine Erfindung des Opus Dei, um als Märtyrer in Erscheinung treten zu können. Ihre Behauptungen sind reine Lügen.
„Des weiteren greife ich einige andere Paragraphen aus dem ‚Dokumentarischen Appendix‘ des gleichen Prozessprotokolls zur Seligsprechung von Monseñor Escrivá auf, der den Seiten 2136 und 2137 entspricht, und worin man sich auf mich bezieht:
Tatsächlich versuchte das Gericht, während des Prozesses Informationen über Personen zu erhalten, die mit dem Diener Gottes in Beziehung gestanden hatten und als Zeugen aufgerufen werden könnten oder sollten. So konnten wir feststellen, daß es eine Gruppe von Personen gibt, die sich alle mit Dona Maria Augustias Moreno in der gleichen fundamentalen Aversionshaltung gegenüber dem Opus Dei einig sind; sie zögern nicht, sowie sie Gelegenheit dazu haben, über den Diener Gottes, als Gründer dieser Institution, auszupacken …“ (S. 371/372)
Angst vor der Wahrheit über die Untugenden von Escrivá
„Zweifellos hat das Opus Dei Angst, dass alle, die wir Monseñor Escrivá aus der Nähe kannten, die Wahrheit sagen könnten und sich damit die Möglichkeit seiner Seligsprechung und eventuellen Kanonisierung verringert. Damit wir in diesem Prozess nicht als Zeugen intervenierten, war es das Beste, Beweise beizubringen, die unsere Tauglichkeit als solche in Frage stellten. Deshalb zauderten sie auch nicht, geheime Angaben zu machen, in der sicheren Überzeugung, wir Betroffenen würden nie von den niederen Angriffen und Verleumdungen in Bezug auf unser Sexualverhalten erfahren.“ (S. 373)
Sie bedienten sich der Verleumdung und Diffamierung, um eine Person im Prozess von Monseñor Escrivá an ihrer Zeugenaussage zu hindern.
Carmen Tapia schreibt dazu:
„Ich hatte Monseñor Alvaro del Portillo eigentlich immer für einen besonnenen und gerechten Mann gehalten, aber heute glaube ich, dass ich mich geirrt habe. Ich kann einfach nicht verstehen, dass ein Mann wie er die Augen vor der Wirklichkeit verschließt und hartnäckig einen Prozess vorantreibt, von dem er wissen muss, wie sehr er der gesamten Christenheit schaden kann. Monseñor Alvaro del Portillo weiß sehr gut, wie sehr dieser Seligsprechungs-Prozess manipuliert worden ist, die Diffamierungen und Verleumdungen eingesetzt wurden, damit die Gerichte der Kirche die Zeugen, die Klarheit verschaffen könnten, für nicht tauglich befindet.“ (S. 389)
Brief von ehemaligen Opus Dei-Mitgliedern an ‚Johannes Paul II.‘
Den Brief schrieben die Dissidenten anlässlich der drohenden ‚Heiligsprechung‘ von José Maria Escrivá. Der folgende Auszug dokumentiert ebenfalls den bösartigen Charakter des Herrn Escrivá. Aber dieser sein Charakter war für die Konzilskirche und für Wojtyla kein Hinderungsgrund, ihn als Unheiligen auf ihren Luthertisch zu heben.
„Wir stellen uns gegen diese Organisation, weil wir treue Katholiken sind, die sich weigern, das Böse gut oder das Gute böse zu nennen. So wie der Autor des Hebräerbriefs von einer Wolke himmlischer Zeugen spricht, die über die Kinder des Glaubens wachen, so sprechen wir, Ihre Bittsteller, im Namen einer Wolke irdischer Zeugen. Dazu gehören Priester und Professoren, Ärzte und Anwälte, Köche und Mägde. Es sind Menschen, die Monsignore Escrivá gut gekannt haben und Zeugen seiner Arroganz und seines bösartigen Charakters, seines ungebührlichen Strebens nach einem Titel (Marquis von Peralta), seiner Unehrlichkeit, seiner Gleichgültigkeit gegenüber den Armen, seiner Vorliebe für Luxus und Prunk, seines mangelnden Mitgefühls und seiner götzendienerischen Hingabe an das Opus Dei sein können.“
„Nichts von dem Guten, das einzelne Mitglieder oder die Organisation getan haben oder jetzt tun, kann auch nur annähernd den schrecklichen Schaden ausgleichen, den sie angerichtet hat, indem sie Familien entzweit hat, indem sie viele Eltern von Mitgliedern von der Kirche abgewandt hat, durch ihre unermüdliche und skrupellose Kampagne zur Erlangung von Macht und Reichtum, durch den moralischen Schaden, den sie ihren Mitgliedern durch ihre Kultur der Geheimhaltung und Unehrlichkeit zufügt, und durch den psychologischen Schaden, den sie durch Entpersönlichung und emotionale Entbehrung anrichtet. Wie Monsignore Escriva den Opus-Dei-Mitgliedern riet: „… esst, schlaft und vergesst, dass ihr existiert.“
(Quelle: ODAN – Brief an den Papst – https://odan.org/tw_letter_to_pope)
Wie wir sehen, hat Josemaria Escrivá de Balaguer kaum das moralische Profil eines Heiligen.
José Maria Escrivá war geistiger Vorläufer der Konzilskirche und der neuen Weltordnung
In den Gesprächen mit Msgr. Escriva de Balaguer ist man nicht erstaunt, wenn man liest: „Es leben die Studenten aller Religionen und aller Ideologien“[32] Im selben Dokument sagt er: „Der Pluralismus ist nicht zu fürchten, sondern zu lieben als legitime Folge der persönlichen Freiheit“.
José Maria Escrivá hatte mit seinem Opus Dei interessanter Weise das Priestertum entwertet. Damit hatte er seinen Beitrag geleistet, den Weg für den Modernismus des Montinischen Räuberkonzils zu ebnen. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum Karol Wojtyla ihn so schnell wie möglich ‚heilig‘ sprechen wollte. Dies geschah im Jahr 2002.
Escrivá ist in Wirklichkeit der Vorläufer, die Inspiration und der Theologe der neuen Weltordnung. Sein Funktionsmodell konnten wir in Assisi sehen.
De Vasquez: Es war etwas Unerhörtes in der pastoralen Geschichte der Kirche, die Schlösser herauszureißen und die Türen zu öffnen, um die Seelen protestantischer, schismatischer, jüdischer, muslimischer und heidnischer Wohltäter aufzunehmen.
Berglar, Vasquez, Sastre und andere berichten über die sehr freundschaftlichen Beziehungen zwischen Escrivá und diesen Mitarbeitern aus anderen Religionen, die sehr gute Finanzmakler für Das Werk waren. Es war bereits eine aktive und politische Ökumene. Im Wesentlichen und in allen Bereichen war Escrivá ein Vorreiter.
Juan Morales hatte sieben Bücher des Rialp-Verlags (des Opus) untersucht. Er schrieb, dass der Opus Dei „ein wahres trojanisches Pferd innerhalb der Kirche ist“. Der Autor zeigt anhand von Zitaten, dass Bischof Escrivás Geist nicht nur säkular, sondern regelrecht antiklerikal war.
Für José Maria Escrivá gibt es nicht die katholische Lösung
Le Tourneau erklärt:
Für den Gründer gibt es nicht die katholische Lösung für die verschiedenen Probleme in der Welt.
Die katholische Lösung wird von Escrivá verworfen. Damit ist die Tür offen für jede Lösung, die nur vage einen Hauch von ökumenischer Religiosität trägt.
Da ist man nicht mehr erstaunt, wenn man liest: „Es leben die Studenten aller Religionen und aller Ideologien“. Im selben Dokument sagt er: „Der Pluralismus ist nicht zu fürchten, sondern zu lieben als legitime Folge der persönlichen Freiheit“.
Diese Leidenschaft für die Freiheit veranlasste Escrivá dazu, einige der Residenzen des Opus interkonfessionell zu gestalten. Für ihn kam die Freiheit vor der Wahrheit. Die Wahrheit war für ihn ein Hindernis.
„Für uns (Mer Escrivá) ist das Priestertum ein Umstand, ein Zufall, denn im Opus ist die Berufung der Priester und der Weltlichen die gleiche.“ Und etwas weiter: „Die vom Opus Dei organisierten apostolischen Werke (…) werden mit einer weltlichen Mentalität geleitet (…) aus dem Grund, dass sie nicht konfessionell sind.“
Diese Doktrinen wurden im Spanien der 40er Jahre mit Misstrauen betrachtet. Sie bringen den Kult der Arbeit, des Geldes, den Laizismus und den Antiklerikalismus zum Ausdruck. Dies sind übrigens auch charakteristische Merkmale der Freimaurerei. Diese Merkmale hat das Räuberkonzil ‚Vatikanum II‘ ratifiziert. Vasquez Del Prada schreibt dazu:
Die Mitglieder des Opus Dei haben keine Schwierigkeiten, den im Wesentlichen innovativen Geist zuzugeben.
Der scheinbar konservative Geist des Opus Dei, den Kritiker immer wieder hervorheben, ist eines der irreführendsten Merkmale der Obra.
Pius XI. verurteilte diese Mentalität von Escrivá
Dies ist die Mentalität und das Verhalten, das Pius XI. in seiner Enzyklika Mortalium Animos von 1928 verurteilte:
„Zu diesem Zwecke halten sie vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Konferenzen, Versammlungen und Vorträge, zu denen sie alle ohne jeden Unterschied zur Aussprache einladen: Heiden jeder Art und Christen, und endlich auch jene, die unseligerweise von Christus abgefallen sind oder die seine göttliche Natur und seine göttliche Sendung erbittert und hartnäckig bekämpfen. Derartige Versuche können von den Katholiken in keiner Weise gebilligt werden. Sie gehen ja von der falschen Meinung jener aus, die da glauben, alle Religionen seien gleich gut lobenswert, … Die Vertreter solcher Ansichten sind nun nicht nur in Irrtum und Selbsttäuschung befangen, sondern sie lehnen auch die wahre Religion ab, indem sie ihren Begriff verfälschen.“
José Miguel Ceja kommentiert die neue Lehre des Opus Dei:
„Die Neuheit der Lehren von Bischof Escrivá (…), die Seiten von ‚Camino‘ repräsentierten eine quasi – ja sogar nicht quasi – skandalöse Neuheit.“
Papst Pius X. verurteilte in seinem Brief über den Sillon bereits die Häresien von Escrivá
In seinem Apostolischen Schreiben „Notre charge apostolique“ über die Sillon-Bewegung verurteilte der heilige Papst Pius X. diese Utopien von Escrivá.
Er schreibt:
„Aber noch mehr befremdend, erschreckend und betrübend zugleich, sind die Verwegenheit und die geistige Leichtfertigkeit von Männern, die sich Katholiken nennen, und die davon träumen, unter derartigen Bedingungen die Gesellschaft umzugestalten, und auf Erden, über die katholische Kirche hinweg, das Reich der Gerechtigkeit und der Liebe zu errichten: mit von allen Richtungen her gekommenen Arbeitern aus allen Religionen oder ohne Religion, mit oder ohne Glaubensüberzeugungen; vorausgesetzt nur, dass sie das vergessen, was sie trennt: ihre religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen; und dass sie das einsetzen, was sie eint: einen großmütigen Idealismus, sowie moralische Kräfte, von dort her genommen, wo sie können.
… wenn man all das bedenkt, so ist man entsetzt, wenn man sieht, wie neue Apostel darauf erpicht sind, all das noch besser zu machen: unter Einsatz eines verschwommenen Idealismus und von Staatsbürgertugenden … Das Endergebnis: Man arbeitet nicht für die Kirche, sondern für die Menschheit.“
Der eigentliche Grund der ‚Heiligsprechung‘ von José Maria Escrivá
Dominique Le Tourneau schreibt:
Das ist der Weg, „die Spiritualität, die Msgr. Escrivá seit 1928 in unveränderter Form dargelegt hat“. Er zitiert dann ‚Kardinal‘ Poletti:
„Deshalb ist er (Anm.: gemeint ist Escrivá) einhellig als Vorläufer des Konzils anerkannt worden.“
Damit haben wir den eigentlichen Grund, warum Wojtyla als ‚Johannes Paul II.‘ Josemaria Escrivá nach seinem Tod ‚heilig‘ gesprochen hat. Zuerst musste der unheilige Josemaria Escrivá durch die ‚Heiligenfabrik‘ zu einem ‚Heiligen‘ der Konzilskirche transformiert werden. Dann konnte Wojtyla auch mit dieser ‚Heiligsprechung‘ das Räuberkonzil unter Montini als gerechtfertigt unterstreichen.
Forderung nach Annullierung der ‚Heiligsprechung‘ von Josemaría Escrivá
Am 16. März 2026 traf sich Robert Prevost/’Leo XIV.‘ zu einem privaten Gespräch mit Gareth Gore, einem britischen Journalisten, der kritisch über Opus Dei geschrieben hatte. Der Journalist hatte nach eigenem Bericht dazu gedrängt, sowohl die Selig- als auch die Heiligsprechung des Gründers von Opus Dei, José María Escrivá de Balaguer, wieder aufzunehmen, indem er „mögliche Unregelmäßigkeiten“ behauptete und Dokumente vorlegte, die den Gründer seiner Aussage nach mit schädlichen internen Praktiken in Verbindung bringt, wie Christ Jackson auf ‚Hiraeth in Exile‘ in einem Artikel schrieb.
Mit dem Vorwurf von „Unregelmäßigkeiten“ und „schädlichen internen Praktiken“ hat er sicher recht, wie in diesem Beitrag bewiesen ist.
In dem Artikel heißt es weiter:
Die Nachrichtenagentur Associated Press ordnete in einem Bericht das Treffen in den Kontext der vatikanischen Bemühungen um den Missbrauch von „schutzbedürftigen“ Erwachsenen ein und verweist auf anhaltende Vorwürfe und rechtliche Untersuchungen gegen das Opus Dei. Darunter ist „ein argentinischer Fall, in dem die Staatsanwaltschaft Anlass für strafrechtliche Ermittlungen wegen mutmaßlichen Menschenhandels und Arbeitsausbeutung von 44 Frauen sah. Gleichzeitig wird betont, dass bisher niemand formell angeklagt wurde und Opus Dei die Vorwürfe zurückweist.“
Das Gespräch des Journalisten Gareth Gore mit seinem ‚Papstes Leo XIV.‘ über das strittige Verfahren der Heiligsprechung von Escrivá scheint kurzzeitig Auslöser für die Frage der generell umstrittenen „Heiligsprechungen“ in der Konzilskirche zu sein. Denn auch die Konzilskirche geht von der Unfehlbarkeit ihrer ‚Heiligsprechungen‘ aus.
Für Joseph Ratzinger sind Heiligsprechungen in der Konzilskirche unfehlbare Akte
Natürlich stellte der ‚Mozart der Theologie‘, Joseph Alois Ratzinger/’Benedikt XVI.‘, 1989 mit Recht fest, dass Heiligsprechungen unfehlbar garantierte Akte der katholischen Kirche sind:
Als nämlich 1989 das Motu proprio ‚Ad tuendam fidem‘ von Johannes Paul II. verkündet wurde, wurden in einer damit verbundenen und vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger unterzeichneten ‚Lehrnotiz‘ die ‚Heiligsprechungen‘ ausdrücklich unter den „unfehlbar vorgeschlagenen Lehren“ der Kirche „in definitiver Weise“ angeführt, „zusammen mit anderen Lehren wie dem Vorbehalt der Priesterweihe nur für Männer, der Unzulässigkeit der Euthanasie, der Unzulässigkeit von Prostitution und Unzucht, der Rechtmäßigkeit der Papstwahl oder der Einberufung eines ökumenischen Konzils, der Erklärung Leos XIII. über die Ungültigkeit anglikanischer Orden.“
(Vatikanisches Tagebuch: In wenigen Monaten werden sechs neue Heilige außerhalb der Regeln heiliggesprochen – http://chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/1350746bdc4.html?eng=y)
Da für ihn die Konzilskirche die katholische Kirche ist, sind also auch die ‚Heiligsprechungen‘ der unwürdigen, unheiligen Kandidaten unfehlbare Akte.
Wir lassen uns aber von dem ‚Mozart der Theologie‘, der den Thomismus und die Scholastik hasst, nicht beeindrucken.
Wie viele andere Beispiele können noch angeführt werden, die beweisen, dass die ‚Konzilsheiligen‘ keine wahren Heiligen der katholischen Kirche sind.
Alle ‚Heiligsprechungen‘ der Konzilskirche sind null und nichtig
Aus dem angeführten Beispiel wie auch aus den Beispielen in dem Beitrag „Teil 2: Wie Konzilsheilige gemacht werden“ ersehen wir, dass alle ‚Heiligsprechungen‘ der Konzilsheiligen de facto null und nichtig sind. Doch ein weiterer Grund kommt hinzu:
Ein Scheinpapst der katholischen Kirche hat keine Vollmacht, Heiligsprechungen von wahren Heiligen durchzuführen.
Aber, wird sicher jemand einwenden, die Konzilskirche hat doch auch echte Heilige aus der vorkonziliaren Zeit heiliggesprochen? Sind diese Heiligsprechungen auch null und nichtig?
Ja. Auch diese ‚Heiligsprechungen‘ sind null und nichtig. Warum?
Weil jeder Konzilspapst ein Gegenpapst zur katholischen Kirche ist. Das heißt, er ist kein legitimer Papst der katholischen Kirche. Er hat weder die Schlüssel Petri noch den Heiligen Geist, um unfehlbar eine Heiligsprechung durchzuführen. Ein Konzilspapst hat nicht die Autorität und Vollmacht von Gott erhalten, überhaupt Papst zu sein. Deshalb hat er auch nicht die Befugnis, eine Heiligsprechung durchzuführen, auch nicht von wahren Heiligen. Wahre Heilige können nur von einem Papst der katholischen Kirche heiliggesprochen werden.
Wenn dagegen ein Konzilspapst eine ‚Heiligsprechung‘ durchführt, dann hat er nicht die von Christus verheißene Unfehlbarkeit, auch nicht in der Frage der Heiligsprechungen. Und da ein Konzilspapst kein Papst der katholischen Kirche ist, braucht ein Katholik auch nicht die ‚Heiligen‘ der Konzilskirche zu verehren. Noch mehr, er darf sie nicht verehren.
Denn wer gibt dem Katholiken die Sicherheit, dass ein ‚Heiliger‘ der Konzilskirche nicht zu den Altären Satans gelangt ist? Doch nur der Papst. Aber ein wahrer, katholischer Papst, kein Konzilspapst.






