Skip to main contentSkip to footer

apostasie.info
Konzilssekte seit 1965 – Simius Dei

Verurteilung der Kirche durch Karol Wojtyla

Das gnostische Denken von Karol Wojtyla, hier von seiner Parkinsonschen Krankheit gezeichnet

Verurteilung der Kirche durch Karol Wojtyla

Des Apostaten Karol Wojtylas Entschuldigung den Juden gegenüber

In den letzten 60 Jahren – seit dem unseligen Montinischen Räuberkonzil – überschlugen sich die Konzilspäpste in ihren Entschuldigungen, die sie gegenüber der Welt meinten aussprechen zu müssen. Hervorzuheben ist in erster Linie Karol Wojtylas Entschuldigung den Juden gegenüber. Aber auch der neue Chef, der CEO der Konzilskirche, Robert Prevost/’Leo XIV.‘, der in seinem Wälzer über die Vor- und Nachteile der Künstlichen Intelligenz (KI) auch die ‚Sünden‘ der katholischen Kirche ‚thematisierte‘, meinte, sich für diese entschuldigen zu müssen, weil diese angeblich die Sklaverei und die Sklavenhaltung befürwortete und duldete.

Damit hat er seinen Vorgänger Jorge Bergoglio in der Entschuldigungsmanie imitiert, der auf seiner Kanada-Tour für die angeblichen Missbräuche der indigenen Bevölkerung, insbesondere in den Internaten, sich im Namen der Kirche entschuldigen zu müssen.

Siehe den Beitrag:

  • Großer Apostat Bergoglio in Kanada 2022

Großer Apostat Bergoglio in Kanada 2022

Wie später zugegeben wurde, waren die Anschuldigungen erlogen und zu Unrecht in der Presse erhoben worden.

Liste der Entschuldigungen von Papst Johannes Paul II.

Doch der Große Apostat Karol Wojtyla hat seine Nachfolger in der Entschuldigungsmanie bei weitem übertroffen.

Über 100 Entschuldigungen soll er in seiner langjährigen Zeit als oberster Chef der Konzilskirche getätigt haben, wie wir bei Wikipedia lesen konnten.

Als Konzilspapst entschuldigte er sich öffentlich für über 100 angeblicher Verfehlungen der katholischen Kirche, u.a. wie hier bei Wikipedia aufgeführt:

  • 1992 entschuldigte er sich bei den indigenen Völkern Südamerikas für das Leid und den Schmerz, die ihnen während der 500-jährigen Präsenz der Kirche in Amerika zugefügt worden waren. Im Jahr 2000, dem Jubiläumsjahr, sprach er eine umfassendere Entschuldigung aus und bekannte die „Sünden der Vergangenheit“ der Kirche. 1993 entschuldigte er sich für den Missbrauch von Ureinwohnern in Ozeanien durch Missionare.
  • Christen, die am afrikanischen Sklavenhandel beteiligt waren (14. August 1985, auch zu verschiedenen Zeitpunkten in den 1990er Jahren)
  • Kardinal Miloslav Vlk aus Prag spielte eine entscheidende Rolle bei der Ausarbeitung einer Entschuldigung von Johannes Paul II. für den „grausamen Tod“ des berühmten mittelalterlichen tschechischen Reformators Jan Hus im Jahr 1415. In seiner Rede am 18. Dezember 1999 in Prag drückte Johannes Paul sein „tiefes Bedauern“ über Hus’ Tod aus und lobte dessen „moralischen Mut“.

Die Entschuldigungsmanie ist eine giftige Frucht der neuen Konzilstheologie

Diese Manie, sich zu Unrecht im Namen der katholischen Kirche für alles Mögliche zu entschuldigen, was der politischen und theologischen Grundlage der Konzilskirche entgegensteht, Ökumenismus, Religionsfreiheit, religiöse Verbrüderung mit dem Judentum und Mohammedanismus (‚Nostra Aetate‘), religiöse Verbrüderung mit den Häretikern und Irrlehrern (da sie selbst Häretiker und Irrlehrer sind), zeigt bereits, dass die CEOs der Konzilskirche mit der heiligen katholischen Kirche und ihrer Reinhaltung des Glaubens nichts am Hut haben.

Ihre Verbrüderung mit allen Religionen und Sekten, durch die Freimaurerei in der Konzilskirche fest verankert, bedeutet ja die Abkehr von den Praktiken der heiligen katholischen Kirche, die Irrgläubigen zu bekehren; denn die katholische Kirche ist eine Missionskirche – nur in ihr ist ja das Heil zu finden.

Bemerkenswert ist, dass die Konzilskirche – trotz ihrer angeblichen Beteuerung, die Heilige Schrift mehr in den Mittelpunkt zu stellen, sich darin ergeht, die Heilige Schrift nach ihrem Belieben auszulegen, und sich auch nicht scheut, das gerade Gegenteil der in der Heiligen Schrift Angegebene zu erklären oder einfach den Text zu ignorieren, der ihre Ansicht widerlegt.

So auch bei der Entschuldigung der angeblichen Schandtaten der heiligen katholischen Kirche gegenüber den Juden.

Die Stellung des Judentums zum Christentum

Doch halten wir zuerst nochmals fest:

Am 10. Januar 1927 schrieb die New Yorker jüdische Zeitung „Freiheit“:

„Laut der jüdischen Religion ist der Papst der Feind des jüdischen Volkes, schon allein deshalb, weil er das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Das Judentum steht in Gegnerschaft zujm Christentum im allgemeinen sowie zur katholischen Kirche“ (P. Loyer, in „Revue Internationale des sociétés secrètes“ [„Internationale Zeitschrift für Geheimgesellschaften“] 1930, S. 352; zitiert in: Die Verfinsterung der Kirche, S. 87)

Auch viele Jahre nach dem unseligen Montinischen Räuberkonzil, zur Zeit von Karol Wojtyla als CEO der Konzilskirche, im Jahr 1993 erschien in dem Organ der israelitischen Gemeinde Roms (!) „Shalom“ ein Artikel, in dem es hieß:

„Jesus, über den nur sehr spärliche historische Informationen vorliegen, wobei die glaubwürdigsten dem Talmud entstammen, ist als Jude geboren und hat als solcher gelebt und gepredigt. … Nichts von dem, was er sagte oder tat, wich von der jüdischen Orthodoxie ab … Die Evangelien … sind … vom historischen Standpunkt aus wenig glaubhaft …

Heute scheint man sich ziemlich einig darüber zu sein, dass das Christentum einige Jahrzehnte nach dem Tode Jesu gewissermaßen von vier Evangelisten vorbereitet und noch später durch Paulus – den Verkünder eines Christentums, das nichts mit Jesus zu tun hatte – begründet wurde. Jesus war weder König noch Messiasanwärter, sondern ein Jude, der gegen die römische Herrschaft rebellierte.

Doch warum … haben die Evangelisten … und später Paulus das Christentum in eine solche antisemitische Verpackung gewickelt? Der Grund … ist politischer Art … Um sich den Folgen der römischen Feindseligkeit zu entziehen, wollten zuerst die Evangelisten, und dann auf organisiertere Weise Paulus … sich von den Juden abgrenzen. Um den Römern zu gefallen, sagten sie, Jesus sei … auf jüdische Anstiftung hin gekreuzigt worden … Anlässlich des jüdischen Osterfestes fand gemäß der christlichen Mythologie der Gottesmord statt.“ (L.F., „Quei sudditi tropo leali di Roma“ [„Jene allzu loyalen Untertanen Roms“] in „Shalom“, Nr. 19, Oktober 1993, S. 18, 19, zitiert in „Die Verfinsterung der Kirche, S. 87-88)

Trotz dieses Hasses gegen Jesus Christus und das Christentum, das auch nach ‚Nostra Aetate‘ bei Juden weitverbreitet ist, wollte Karol Wojtyla Jesus Christus und Seine Kirche, die katholische, zu Gunsten des Judentums verleugnen, indem er sich in der Großen Synagoge in Rom für die angeblichen Schandtaten der katholischen Kirche bei den Rabbinern meinte sich entschuldigen zu müssen.

Bevor im einzelnen auf die Rede des Apostaten eingegangen wird, sei deutlich gesagt, dass Karol Woityla objektiv nicht autorisiert war, für die katholische Kirche irgendeine Entschuldigung von sich zu geben. Denn auch er war weder Katholik noch Papst. Wir verweisen hier auf unsere Beiträge:

Wojtylas Verurteilung der Päpste der katholischen Kirche

Kommen wir nun zu dem eigentlichen Thema des Beitrags. Die vorangegangenen Zeilen waren aber notwendig, um in diesem Beitrag wirklich aufzeigen zu können, welche Bedeutung die Entschuldigung des großen Apostaten Wojtyla gegenüber den Juden hat.

Nachdem im letzten Beitrag die Stellung der katholischen Kirche zu den Juden dargestellt wurde, geht es in diesem Beitrag um die Verurteilung der Kirche, der Päpste, Konzilien und Theologen durch den weltberühmten Schauspieler und Selbstdarsteller Karol Wojtyla. Mit seinem Künstlernamen ‚Johannes Paul II.‘ verstand er es, die Menschen weltweit, einschließlich der Katholiken, zu täuschen, indem er sich als Papst der katholischen Kirche ausgab. Mit dieser falschen Autorität hat er es gewagt, nicht nur die Lehre der Kirche zum Judentum gemäß dem Räuberkonzil öffentlich zu verurteilen. Er hatte die Dreistigkeit, gewissermaßen ein Anathema gegen die Päpste der katholischen Kirche auszusprechen.

Der Besuch der Synagoge in Rom

Am 13. April 1986 besuchte Karol Wojtyla die Synagoge von Rom. Dort hielt er eine für die Juden bedeutende Rede. Die für uns wichtigsten Stellen seiner Rede seien hier dokumentiert.

Der Anlass für seine Dreistigkeit gegenüber der heiligen katholischen Kirche

Eine Bewertung der jahrhundertealten kulturellen Bedingungen konnte uns jedoch nicht daran hindern, anzuerkennen, dass die diskriminierenden Handlungen, die ungerechtfertigten Einschränkungen der Religionsfreiheit und die Unterdrückung der Hebräer im Bereich der bürgerlichen Freiheit objektiv schwer zu beklagen waren. Ja, noch einmal, in meiner Person beklagt die Kirche mit den Worten des bekannten Dekrets Nostra aetate (Nr. 4) „den Hass, die Verfolgungen und alle Erscheinungsformen des Antisemitismus, die sich zu allen Zeiten und von wem auch immer gegen die Hebräer richten“. Ich wiederhole: ‚von wem auch immer‘.

„Zu allen Zeiten und von wem auch immer!“ Diese Aussage hat es natürlich in sich.

Wen umfasst die offene Verurteilung durch Johannes Paul II. letztendlich?

Karol Wojtyla maßt sich an, die vielen Päpste zu verurteilen, die gegen Juden schrieben oder handelten. Doch umfasst seine Verurteilung nicht nur die Päpste der katholischen Kirche, die das Judentum zu Recht verurteilt haben. Unter den Päpsten seien nur genannt: der heilige Papst Gregor der Große, Innozenz IV., Johannes XXII., Leo X., Paul IV., Pius IV., Gregor XIII. und andere.

Es sind auch die zahlreichen Konzilien, die dasselbe getan haben. Hinzu kommt die große Zahl von Vätern, Doktoren und Heiligen, die das Judentum bekämpften oder Schriften hinterließen, in denen sie seine Irrtümer verurteilten. Und schließlich umfasst sie auch alle Katholiken in der Geschichte, die zur Verteidigung des Glaubens gegen das Judentum gekämpft haben. Daher umfasst die Verurteilung des Apostaten ‚Johannes Paul II.‘ die gesamte Kirche – „wen auch immer“ – in über 2.000 Jahren Geschichte – „zu allen Zeiten“.

Im Laufe der Jahrhunderte hat die Kirche ihre feste und weise Haltung in der Judenfrage nie geändert. Einerseits verhinderte sie, dass die Juden misshandelt wurden, und erlaubte ihnen, ihre Religion privat zu praktizieren. Andererseits aber hat sie sie angesichts der Unmöglichkeit, sie zu bekehren, wegen des Verbrechens des Gottesmordes getadelt, sie zur Umkehr ermahnt und sie isoliert, um zu verhindern, dass sie die Katholiken verderben.

Was Karol Wojtyla in der römischen Synagoge zur Haltung gegenüber den Juden sagte

Anlässlich dieses Besuchs in Ihrer Synagoge möchte ich ihren ewigen Wert bekräftigen und verkünden. Dies ist daher die Bedeutung, die meinem Besuch bei euch, Juden Roms, beigemessen werden sollte.

Der heutige Besuch soll einen entscheidenden Beitrag zur Neugestaltung der guten Beziehungen zwischen unseren beiden Gemeinschaften leisten, indem er dem Beispiel so vieler Männer und Frauen beider Seiten folgt, die sich ernsthaft dafür eingesetzt haben und noch immer einsetzen, die alten Vorurteile zu überwinden und eine immer umfassendere Anerkennung des „Bandes“ und des „gemeinsamen geistigen Erbes“ zwischen Juden und Christen zu ermöglichen.

Dies ist der Wunsch, der bereits im vierten Absatz der Konzilserklärung Nostra aetate, auf die ich mich gerade bezogen habe, über die Beziehungen zwischen der Kirche und den nichtchristlichen Religionen zum Ausdruck gebracht wurde. Mit diesem kurzen, aber prägnanten Absatz vollzog sich die entscheidende Wende in den Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum sowie zu den Juden im einzelnen.

Wir alle sind uns bewusst, dass unter den vielen Reichtümern dieser Nr. 4 von Nostra aetate drei Punkte besonders hervorstechen. Ich möchte sie hier vor Ihnen, unter diesen wirklich einzigartigen Umständen, hervorheben.

„Das erste ist, dass die Kirche Christi ihre ‚Verbindung‘ zum Judentum entdeckt, indem sie ‚die Tiefen ihres eigenen Geheimnisses auslotet‘.“ Die hebräische Religion ist für uns nicht „äußerlich“, sondern gewissermaßen „innerlich“. Wir haben daher Beziehungen zu ihr, die wir zu keiner anderen Religion haben. Ihr seid unsere geliebten Brüder und in gewisser Weise könnte man sagen, unsere älteren Brüder.

„Der zweite Punkt, den das Konzil hervorhebt, ist, dass den Juden als Volk keine atavistische oder kollektive Schuld für ‚das, was in der Passion Jesu geschehen ist‘, zugeschrieben werden kann – weder den Juden von damals, noch denen, die später kamen, noch denen von heute. Deshalb ist die vorgebliche theologische Rechtfertigung von diskriminierenden oder verfolgenden Maßnahmen inkonsequent. Der Herr wird einen jeden – ob Jude oder Christ – ’nach seinen eigenen Werken‘ richten (Röm 2,6).

Der dritte Punkt der konziliaren Erklärung, den ich hervorheben möchte, ist eine Konsequenz aus dem zweiten: Es ist nicht erlaubt, …. zu sagen, dass die Juden ‚verworfen oder verflucht‘ sind, als ob dies gelehrt oder abgeleitet werden könnte von der Heiligen Schrift (74) und dem Alten oder Neuen Testament. Dies wurde bereits in der gleichen Passage von Nostra aetate und auch in der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium (Nr. 6) festgestellt …

Auf diese Überzeugungen stützen wir unsere gegenwärtigen Beziehungen. Anlässlich dieses Besuchs in Ihrer Synagoge möchte ich ihren immerwährenden Wert bekräftigen und verkünden. Dies ist also die Bedeutung, die man meinem Besuch bei euch, den Juden Roms, beimessen sollte.

Alle Zitate gefunden bei TIA. (Quelle: Wird die katholische Kirche zu einem Zweig der Synagoge?)

Wojtyla erhielt stehende Ovationen, als er auf die angebliche Schuld der Kirche für ihre Haltung gegenüber dem Judentum im Laufe der Geschichte anspielte.

Unverhüllte Beleidigungen der Synagoge gegen Christus und das Christentum

Die Psalmen und Hymnen, die die Juden in der Synagoge in Rom in Anwesenheit von ‚Johannes Paul II.‘ vorgetragen hatten, hatten zum Inhalt:

* Die Verneinung der Göttlichkeit Jesu Christi und der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

* Die symbolische Bestätigung, dass sie die einzig wahren Anhänger Gottes sind.

* Die kaum verhüllten Beleidigungen, die hinterlistig gegen die katholische Kirche und die Katholiken geäußert wurden: Katholiken folgen falschen Göttern, schüren einen heftigen Zorn gegen Juden, seien Bestien, da Komplizen der Nazi-Verfolgungen, und so weiter.

Anzumerken ist noch, dass diese Zeremonie gemäß den üblichen vatikanischen Verfahren zuvor von den zuständigen Organen des Heiligen Stuhls vorbereitet und genehmigt worden sein muss. Das heißt, der Vatikan und wahrscheinlich auch ‚Johannes Paul II.‘ wussten vorher, dass es zu diesen Beleidigungen kommen würde, und billigten sie.

Einige Kommentare zur Entschuldigungsrede des Apostaten Karol Wojtyla

Der Besuch Wojtylas in der Synagoge, in der eine skandalöse Entschuldigungsrede hielt, hat, wie man leicht aus seiner Rede entnehmen kann, überwiegend theologischen Charakter. Trotzdem gibt es Kommentatoren, die seine Rede als rein ‚pastoralen‘ Akt betrachten und somit legitimieren wollen.

Der folgende Kommentar stammt von Pater Giuseppe de Rosa, S.J., der in einem Artikel in der Zeitschrift ‚La Civiltà Cattolica‘ die theologische Bedeutung dieses Ereignisses hervorgehoben hat:

„Die Begegnung des Papstes mit der hebräischen Gemeinde in Rom – die in gewisser Weise alle hebräischen Gemeinden in der Welt repräsentierte, zumindest symbolisch – hat nicht nur einen ‚menschlichen‘, sondern auch einen tatsächlich ‚theologischen‘ Inhalt. Es war die Anerkennung – oder besser gesagt die Bestätigung, 20 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil – der ‚Wende‘, die das Konzil in Bezug auf die theologische Annäherung der Kirche an das Judentum vollzogen hat.“ (Quelle: Wird die katholische Kirche zu einem Zweig der Synagoge?)

Einspruch: Haben 22 Jahre alte „Tradition“ des Räuberkonzils mehr Gewicht als die 2000 Jahre alte Tradition der katholischen Lehre, um sie in Frage zu stellen? Vielmehr handelt es sich um einen vollständigen Bruch mit der Lehre der katholischen Kirche, wenn Wojtyla in der Synagoge eine bewusste Opposition zum Lehramt der katholischen Kirche eingenommen hat.

Mit diesem symbolischen theologischen Besuch brach Johannes Paul II. eindeutig mit der Tradition der Heiligen Kirche im Umgang mit der jüdischen Religion.

Ein Kommentator von ‚La Civiltà Cattolica‘ zitiert die Ansprache des Papstes im hebräischen Tempel mit genau diesen Worten:

„Was den ‚historischen‘ Charakter des Ereignisses betrifft, so liegt er darin, dass diese Geste eine Ära in den Beziehungen zwischen Christen und Juden endgültig abschließt und eine neue eröffnet. Was ist ihre wahre Bedeutung? Der Papst hat es selbst gesagt, als er erklärte, dass „nach dem Pontifikat von Johannes XXIII. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil dieses Treffen – über das wir nicht aufhören dürfen nachzudenken, damit es uns geeignete Lehren liefert – in gewisser Weise eine lange Periode abschließt“. Die „lange Zeit“, auf die sich der Papst bezieht, umfasst die Jahrhunderte der gegenseitigen Abneigung zwischen Juden und Christen …. Die ‚lange Periode‘ des christlichen Antisemitismus …. wurde mit dem Pontifikat von Johannes XXIII. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil beendet.“ (Quelle: ebd.)

Einspruch: Es gab keinen christlichen Antisemitismus

P. Aloys Mager OSB schreibt:

Es lässt sich nicht leugnen, dass die führenden Kräfte der Revolution, in die der Zusammenbruch in allen Staaten der Besiegten austobte, zum großen Teil aus dem jüdischen Volk stammten. Man kann auch nicht in Abrede stellen, dass auf allen Gebieten, der Religion, der Sitten und Kultur, in Politik und Wirtschaft, in Kunst- und Theaterwesen die überall zu Tage tretende Zersetzung vielfach auf jüdischen Einfluss zurückzuführen ist. Der Kampf gegen diese Einflüsse ist sowohl vom natürlichen als vom christlichen Standpunkt aus nicht nur erlaubt, sondern Pflicht.

Der Kampf aber darf nur den einzelnen schädlichen Individuen selber, nicht aber dem ganzen Volk oder der ganzen Rasse gelten, wie es der blinde Hass des Nationalismus will. Und selbst da müssen noch verschiedene Punkte wohl beachtet werden, soll die Gerechtigkeit – ich will gar nicht sagen die Liebe – nicht verletzt werden.

Einmal sind es nicht ausschließlich Juden, sondern in größerer Anzahl Christen, die den sittlichen und kulturellen Halt der Völker untergraben. Es wäre hier Statistik gegen Statistik aufzuführen. Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die Juden als Gesamtheit mit dem Bannfluch des sogenannten Antisemitismus zu belegen. Es ist gegen Vernunft und Gerechtigkeit und erst recht gegen die Liebe, überhaupt von Antisemitismus zu reden oder gar den Antisemitismus zur Weltanschauung und zur Religion zu erheben (Quelle: Antisemitismus nach dem Ersten Weltkrieg)

In Israel wurde die päpstliche Geste als „eine noch nie dagewesene Öffnung“ angesehen.

Auch die Rabbiner, die Johannes Paul II. begrüßten, machten keinen Hehl aus ihrer Genugtuung darüber, dass der Papst die 2.000 Jahre alte Lehrmeinung der Kirche aufgegeben hat. Im Namen der Juden drückte der Rabbiner Giacomo Saban als erster seine „Genugtuung darüber aus, dass ein römischer Papst zum ersten Mal die Schwelle einer Synagoge überschritten hat.“

Elio Toaff, Oberrabbiner der Israeliten Roms, äußerte eine ähnliche Freude:

„Als Oberrabbiner dieser Gemeinde … möchte ich meine tiefe Zufriedenheit über die Geste zum Ausdruck bringen, die Sie ersehnt und heute verwirklicht haben, indem Sie zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche eine Synagoge besucht haben, eine Geste, die in die Geschichte eingehen wird.“

Karol Wojtylas Verhältnis zum Judentum

– Johannes Paul II. empfing am 22. März 1982 Vertreter von B’nai B’rith. Auch wenn Wikipedia behauptet, dass es sich bei dieser Organisation nicht um eine Freimaurerloge handelt, so ist es doch wahr, was P. Fahey schrieb:

„Die Juden üben einen sehr realen und wirksamen Einfluss in der Freimaurerei aus und lenken deren Handeln dank der Logen, die keine Nichtjuden aufnehmen, deren Mitglieder aber in gewöhnliche Freimaurerlogen aufgenommen werden.“

– Am 22. März 1984 empfing Johannes Paul II. in einer Privataudienz Vertreter der jüdischen Organisation B’nai B’rith. Er erklärte:

Liebe Freunde,

Ich freue mich sehr, Sie hier im Vatikan begrüßen zu dürfen. Sie sind eine Gruppe nationaler und internationaler Führungskräfte der bekannten Jüdischen Vereinigung mit Sitz in den Vereinigten Staaten, die aber in vielen Teilen der Welt, darunter auch in Rom selbst, aktiv ist, sowie der Anti-Defamation League von B’nai B’rith. Sie stehen außerdem in enger Verbindung mit der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum, die vor zehn Jahren von Paul VI. gegründet wurde, um die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der jüdischen Gemeinde auf der Ebene unseres jeweiligen Glaubens zu fördern.

Es ist eine Begegnung unter „Brüdern“, ein Dialog, wie ich den Vertretern der Deutschen Jüdischen Gemeinde in Mainz sagte (11. November 1980), „zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Bibel“. Und so wie die beiden Teile der Bibel zwar unterschiedlich, aber eng miteinander verbunden sind, so verhält es sich auch mit dem jüdischen Volk und der katholischen Kirche.

(Quelle: https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/en/speeches/1984/march/documents/hf_jp-ii_spe_19840322_anti-defamation-league.html)

– Gilbert Levine, ein jüdischer Dirigent und Freund von Johannes Paul II., wurde anlässlich des Holocaust-Gedenkens in den Vatikan eingeladen. Levine enthüllte später, dass Johannes Paul II. ihn ermutigt habe, stolz auf sein jüdisches Erbe zu sein und dieses voll zu leben. (Larry King Live, 4. April 2005)

– Johannes Paul II. betete an der Klagemauer (Westmauer) in Jerusalem. Er legte dort einen Zettel mit einem Gebet und Schuldbekenntnis in eines der Mauerritzen. Er bat um Verzeihung für das den Juden von Christen seit 2000 Jahren zugefügte Leid.

Das Gebet:

Gott unserer Väter,
du hast Abraham und seine Nachkommen auserwählt,
deinen Namen zu den Völkern zu tragen:
Wir sind zutiefst betrübt über das Verhalten aller,
die im Laufe der Geschichte
deine Söhne und Töchter leiden ließen.
Wir bitten um Verzeihung und wollen uns dafür einsetzen,
dass echte Brüderlichkeit herrsche
mit dem Volk des Bundes.
R. Amen.

Sonntag, den 26. März 2000

Nun, neben einigen theologischen Irrtümern, die in diesem Gebet stecken, bleibt die einfache Frage: Hatte nicht Gott selber sein ehemals auserwähltes Volk nach der Ablehnung des Messias Jesus Christus leiden lassen, und zwar in einer überaus schrecklichen Weise?

Was bedeutet der Blutfluch der Juden?

Die Westmauer, die nicht Teil des jüdischen Tempels war, ist das Einzige, was nach der völligen und gänzlichen Zerstörung des Tempels in Jerusalem – wie von unserem Herrn vorhergesagt – übrig blieb.

Wie wir Katholiken wissen, ließ Gott im Laufe der Geschichte das jüdische Volk leiden. So sprach Christus von der Zerstörung des Tempels als Strafe dafür, dass man Ihn nicht als Herrn und Messias angenommen hatte. Die Informationen über die Zerstörung des Tempels und Jerusalems durch Titus sind genügender Beweis, wie Gott die Juden bestraft hat.

Pinchas E. Lapide hat in seinem Buch „Rom und die Juden“ zu der Aussage „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ Folgendes geschrieben:

„… bedeutete, dass das jüdische Volk als ganzes – und nicht eine kleine rasende Menge von wenigen hundert – vor dem Palast des Pilatus versammelt gewesen sei und einmal geschrien habe: ‚Sein Blut komme über uns und unsere Kinder‘ (Matth. 27, 25) Der Beweis für diese Behauptung fand sich in über hundert verschiedenen Gebetbüchern, die alle die entscheidende Stelle falsch übersetzten: ‚Ehedem riefen sie das Blut des Heilands auf sich herab.’“

Nun muss man sich nicht wundern, wenn ein Jude versucht, diese Aussage ‚Sein Blut komme über uns und unsere Kinder‘ aus der Heiligen Schrift zu Gunsten des Judentums umzuinterpretieren.

Doch wie verhält es sich mit dieser Aussage und der historischen Wahrheit?

Tatsächlich gibt es bei den Juden nicht die Kollektivschuld in Bezug auf die Kreuzigung Jesu, ebenso wenig wie bei den Deutschen der Massenmord an den Juden durch die NSDAP. Doch der Blutfluch, den die anwesenden Juden in Jerusalem vor Pilatus ausriefen, hat eine andere Dimension. Dieser Blutfluch betrifft das ganze Volk der Juden sowie ihre Nachkommen. Der Beweis liegt in der natürlichen wie in der übernatürlichen Geschichte der Juden durch die Jahrhunderte.

Gott selber hat den Blutfluch so ernst genommen, dass er die Juden über die Jahrhunderte hin immer wieder hat leiden lassen, z. B. durch Pogrome und Vertreibungen, ja dass er sogar den Massenmord an den Juden in Deutschland zugelassen hat.

Lesen wir zunächst, was Moritz Meschler SJ in seinem 2-bändigen Werk „Das Leben unseres Herrn Jesu Christi“ über diese Selbstverfluchung schreibt:

„… und wie Pilatus seine Unschuld erklärt und feierlich die Verantwortung des Kreuzestodes abweist, da rufen sie alle: “Sein Blut komme über uns und unsere Kinder‘. Was lag nicht alles in diesem Gebaren und in diesen Worten? Vor allem die empörendste Undankbarkeit. … Es lag darin zweitens die schreiendste Ungerechtigkeit. Die meisten wussten sicher nicht, um was es sich handle. Sie ließen sich durch die Hohenpriester das Urteil vorsagen. Drittens sprach sich darin ein entsetzlicher Hass aus, der durch nichts als durch die Schmach und das Blut des Gehassten versöhnt sein will.

Endlich eine unbeschreibliche Verachtung des Heilandes. Der Heide Pilatus macht sie aufmerksam auf die Verantwortung, die sei auf sich laden durch die Vergießung von unschuldigem Blut und durch den Frevel an einem Menschenleben. Sie aber schrien: ‚Sein Blut über uns!‘ ‚Dein Blut über dich!‘ sind die Worte, mit denen der Blutrichter die Verantwortung der Hinrichtung auf das Haupt des verurteilten Verbrechers zurückwirft. So die Juden.

Das Blut des Nazaräers wollen sie wohl verantworten; sie nehmen alle Folgen auf sich und ihre Kinder; sie würden nicht schwer daran zu tragen haben. Der Herr ist in ihren Augen nicht mehr als ein gemeines Tier, das man ohne Gewissensbisse tot tritt. Ja, er ist ein Verbrecher, und sie heiligen ihre Hände durch die Vergießung seines Blutes und verdienen sich statt Strafe Gottes Segnungen. (Bd. 2, S. 360)

Joseph Franz Allioli kommentiert diesen Fluch wie folgt:

„Schreckliche Selbstverurteilung! Wie sie in Erfüllung gegangen, sehen wir an dem unglücklichen Volk, das in die ganze Welt zerstreut, überall den Fluch Gottes mit sich herumträgt! (Vulgata Bd. 5, 1838, S. 140, Fußnote 25)

Der Blutfluch: Die gräuliche Herabwünschung der gerechten Wiedervergeltung Gottes

In dem Handbuch zur Biblischen Geschichte schreiben die Autoren über die gerechte Wiedervergeltung Gottes bei der Zerstörung Jerusalems:

„Dieses gräuliche Herabwünschen der gerechten Wiedervergeltung Gottes ging mit furchtbarer Genauigkeit in Erfüllung. Das Strafgericht brach herein, als viele derer, die so gerufen, noch lebten, und ihre Kinder waren es, die den Verzweiflungskampf gegen die Römer führten und die ganze Wucht des göttlichen Zornes tragen mussten. Um das Osterfest hatte das Leiden Jesu seinen Anfang genommen; um dieselbe Zeit begann auch Titus die Belagerung Jerusalems. Am Ölberg hatten die Juden zuerst Hand an Jesus gelegt; auf dem Ölberg besonders hatte das römische Kriegsheer festen Fuß gefasst, um die Stadt zu bestürmen.

Um dreißig Silberlinge hatte Judas den Herrn verkauft; je dreißig Juden wurden nachher um den sechsten Teil eines Silberlings als Sklaven verkauft. Die Juden hatten darüber frohlockt, dass Jesus von den römischen Soldaten nackt an eine Säule gebunden und am ganzen Leib mit Geißeln zerrissen wurde; dieselbe Soldaten zogen frohlockend die Juden, die scharenweise aus Jerusalem flüchteten, nackt aus, banden sie an die Bäume und schnitten ihnen den Leib auf, um hier das Gold, das nach ihrer Meinung die Juden verschluckt hatten, zu suchen.

Die Juden hatten den Herrn in einem weißen Spottgewand verhöhnt; Titus ließ 2000 gefangene Juden, mit lächerlichen Kleidern angetan, zu Rom im Amphitheater dem Volk zum Spott und Gelächter vorstellen.

„Kreuzige, kreuzige!“ hatten die Juden voll Grausamkeit dem Pilatus zugerufen, und endlich den Herrn im Angesicht Jerusalems ans Kreuz gebracht. „Kreuzige, kreuzige!“ riefen die römischen Soldaten ihrem Feldherrn zu, so oft ein Haufe der mit aller Hartnäckigkeit sich widersetzenden Juden in ihre Hände gefallen war; fast täglich wurden auf diese Weise bei 500 Juden rings um die Stadt gekreuzigt, so dass (nach Josephus, Jüd. Krieg 5, 11, 1) zuletzt das Holz zu Kreuzen fehlte.

„Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ hatten die Juden gerufen. Bei der der Erstürmung Jerusalems wurden alle Straßen und ganze Gräben mit Blut angefüllt, und selbst an den Stufen des Tempels floss das Blut in Bächen herab.

Und seitdem ruht der Fluch Gottes auf diesem Volk, das nun schon durch neunzehn Jahrhunderte ohne Heimat, ohne Kömig, ohne Altar und Priester, ohne Opfer, gehasst und verachtet, über die Erde zerstreut ist. (Bd. 2, 1910, S. 512)

Es ist sehr empfehlenswert, den Bericht über die Zerstörung Jerusalems durch Titus auf katholischglauben.info zu lesen.

Das Gebet von Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ lässt vermuten, dass Johannes Paul II. anscheinend auch mit Gottes Vorgehensweise nicht einverstanden gewesen war, da er die gerechte Strafe ablehnte, die Gott über das widerspenstige jüdische Volk verhängt hatte.

Der Alte Bund ist aufgehoben und wurde durch den Neuen Bund ersetzt

Johannes Paul II. hat wiederholt erklärt, dass der Alte Bund mit den Juden nicht aufgehoben worden sei. Dabei ist in der Heiligen Schrift deutlich geschrieben und von dem Gottmenschen Jesus Christus bestätigt, dass der Alte Bund aufgehoben und durch den Neuen Bund ersetzt wurde.

Die Zerreissung des Vorhangs im Tempel war ein geheimnisvolles Sinnbild, wie Allioli anmerkt, „dass durch den Tod Christi das mosaische Gesetz aufhöre“ Vulgata, a.a.O. S. 143)

Moritz Meschler schreibt dazu:

„Im Tempel ebenfalls war die Zerstörung und die Verwirrung groß. Der Vorhang, wahrscheinlich der zwischen dem heiligen und Allerheiligsten (Ex. 26, 33; 2. Par. 3, 14) zerriss mitten durch von oben nach unten (Matth. 27, 51-53; Mark. 15, 38; Luk. 23, 45). Entweder riss der mehrere Hand dicke. Herrliche Vorhang von selbst entzwei, oder die oberen Pfosten wichen unter dem Erdbeben auseinander und rissen den Vorhang durch. Es bedeutet dieses Zerreissen des Vorhangs eben das Aufhören des Alten Testamentes, die Verwerfung des Tempels, die Erfüllung aller Schattengeheimnisse und den unmittelbaren Zutritt des Volkes zu Jehovah (Hebr. 9, 8). (Quelle: Meschler, a.a.O., S. 415/416)

Nach der Zerstörung Jerusalems löste der Talmud bei den Juden die mosaische Religion ab. Bei den Juden, die Jesus Christus als ihren Messias erkannt und ihn angenommen haben, wurde die mosaische Religion durch die göttliche Religion, durch das von Jesus Christus gestiftete Christentum abgelöst.

Siehe:

Die Pfingstpredigt des hl. Petrus an die Juden, in die katholische Kirche einzutreten

Msgr. Joseph Clifford Fenton hat in seinem ausgezeichneten Buch „Die katholische Kirche und die Erlösung“ aufgezeigt, warum die mosaische Religion der Juden durch die christliche Religion abgelöst wurde. Als Beweis führt er die Apostelgeschichte an.

Lesen wir, was in der Apostelgeschichte berichtet wird:

Als sie das hörten, wurden sie von Reue ergriffen und sagten zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?

Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und lasst euch jeder auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden. Dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Denn die Verheißung gilt euch und euren Kindern und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herrufen wird.

Und mit vielen anderen Worten bezeugte und ermahnte er sie und sprach: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation!

Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tag wurden etwa dreitausend Seelen hinzugefügt.

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet.(3)

(3) Apostelgeschichte 2: 37-42.

Mit der Gründung der katholischen Kirche starb der Alte Bund

Dazu kommentiert Msgr. Joseph Clifford Fenton:

Sowohl der Text als auch der Kontext der Apostelgeschichte versichern uns, dass die Menschen, die der Aufforderung des heiligen Petrus folgten, sich aus dieser verdorbenen Generation zu retten, in die wahre Kirche Gottes, das Reich Gottes auf Erden, eintraten. Sie traten in die katholische Kirche ein.

Wenn die Worte des heiligen Petrus bei dieser Gelegenheit überhaupt etwas bedeuteten, dann bedeuteten sie, dass sich die Personen, zu denen er sprach, in einer Situation befanden, die sie in den ewigen Untergang führen würde, wenn sie darin verharrten. Sie wurden als Angehörige einer „verdorbenen Generation” beschrieben. Ihnen wurde gesagt, sie sollten sich retten, indem sie aus dieser Generation austraten. Die Institution, in die sie durch das Verlassen „dieser verdorbenen Generation” eintreten würden, war keine andere als die Gemeinschaft der Jünger unseres Herrn, die katholische Kirche selbst.

Die klare Aussage des heiligen Petrus ist, dass die Kirche, das Reich Gottes, die einzige Institution oder soziale Einheit der Erlösung war. Nicht zu dieser Gemeinschaft zu gehören, bedeutete, Teil der verdorbenen Generation zu sein, in der ein Mensch dem ewigen und vollständigen geistigen Untergang ausgesetzt war. Die perverse Generation zu verlassen bedeutete, in die Kirche einzutreten.

Monsignore Fenton schreibt in seinem Meisterwerk der katholischen Theologie „Die katholische Kirche und das Heil im Lichte der jüngsten Verlautbarungen des Heiligen Stuhls“ zu der klaren Aussage des ersten Papstes, des hl. Petrus:

„Indem sie den Erlöser selbst ablehnte, lehnte diese soziale Einheit automatisch auch die Lehre ab, die Gott über ihn gegeben hatte. Die Ablehnung dieser Botschaft bedeutete eine Abkehr vom göttlichen Glauben selbst. Durch diese Ablehnung des Glaubens verlor die jüdische Religionsgemeinschaft ihre Stellung als auserwähltes Volk. Sie war nicht mehr Gottes ecclesia, sein übernatürliches Reich auf Erden. Sie wurde Teil des Reiches Satans.(Monsignore Joseph Clifford Fenton, Die katholische Kirche und das Heil im Lichte der jüngsten Verlautbarungen des Heiligen Stuhls, veröffentlicht 1958, S. 139.) (Quelle: Das Konzept der Erlösung)

Auch der hl. Paulus erklärte im Gegensatz zum Apostaten Wojtyla/’Johannes Paul II., warum Israel verworfen wurde:

Was Israel suchte, hat es nicht erlangt, sondern die Auserwählten haben es erlangt; die übrigen aber sind verblendet worden, wie geschrieben steht: Gott hat ihnen den Geist der Unwissenheit gegeben, Augen, dass sie nicht sehen, und Ohren, dass sie nicht hören, bis auf diesen Tag.

Und David sagt: Ihr Tisch soll ihnen zum Fallstrick, zur Falle und zum Stolperstein werden und ihnen zum Verhängnis werden. Ihre Augen sollen verfinstert werden, damit sie nicht sehen, und sie sollen ihren Rücken immerzu beugen [unter der Last des Gesetzes]“ (Röm. 11,7-10).

Am Kreuz starb der Alte Bund

Und der edle Papst Pius XII. auf den die Modernisten gern verweisen, um ihre Revolution zu legitimieren, hat in seiner Enzyklika „Mystici Corporis“ v. 29. Juni 1943 klar und deutlich die unveränderliche katholische Wahrheit zusammengefasst, wonach der alte jüdische Bund von dem neuen Bund, der katholischen Kirche abgelöst wurde. Damit erklärte er, dass ein für allemal das Neue Testament an die Stelle des Alten Gesetzes getreten ist:

776 Fürs erste nämlich folgte auf den durch den Tod des Erlösers aufgehobenen Alten Bund der Neue. Damals wurde das Gesetz Christi mit seinen Geheimnissen, Satzungen, Einrichtungen und heiligen Bräuchen für den ganzen Erdkreis im Blute Christi besiegelt. Denn während der göttliche Erlöser noch in den engen Grenzen seines Landes predigte – er war ja nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt (Vgl. Matth. 15,24) – liefen Gesetz und Evangelium nebeneinander her (Vgl. Thomas von Aquin, Sum. Theol. I – II q. 103, a. 3, ad 2).

Doch am Stamm des Kreuzes hob Jesus durch seinen Tod das Gesetz mit seinen Vorschriften auf (vgl. Eph. 2,15), heftete den Schuldschein des Alten Bundes ans Kreuz (Vgl. Kol. 2,14), und gründete in Seinem Blut, das er für das gesamte Menschengeschlecht vergoss, den Neuen Bund (Vgl. Matth 26,28; 1. Kor. 11,25).

„Derart augenblicklich”, so sagt der heilige Leo der Große, wo er vom Kreuz des Herrn spricht, „wurde der Übergang vom Gesetz zum Evangelium, von der Synagoge zur Kirche, von der Vielfalt der Opfer zum einzigen Opfer bewerkstelligt, dass, als unser Herr seinen Geist aufgab, jener geheimnisvolle Vorhang, der das verborgene, innerste Heiligtum des Tempels abschloss, plötzlich gewaltsam von oben bis unten zerriss” (Leo Magnus, Sermo LXVIII 3. PL 54, 374).

777 Am Kreuz also starb das alte Gesetz, das bald begraben und todbringend werden sollte (Vgl. Hieronymus, Epist. CXII 14 et CXVI 16. PL 22I, 924 und 943; Thomas von Aquin, Sum. theol. I – II q. 103, a. 3 ad 2; a. 4 ad 1; Konzil von Florenz: pro Jacobitis. Denzinger Nr. 712), um dem Neuen Bund Platz zu machen, zu dessen geeigneten Dienern Christus die Apostel erwählt hatte (vgl. 2. Kor. 3,6) … (Quelle: Rohrbasser, Heilslehre der Kirche, 1953, S.481)

Zum Schluss sei noch der hl. Johannes Chrysostomos zitiert:

„Ich weiß, dass viele die Juden respektieren und ihre heutige Lebensweise für ehrwürdig halten. Deshalb beeile ich mich, diese tödliche Meinung mit der Wurzel auszureißen und zu vernichten.“

„Das sei auch euer Urteil über die Synagoge. Denn sie brachten die Bücher des Mose und der Propheten mit in die Synagoge, nicht um sie zu ehren, sondern um sie durch Entehrung zu verunglimpfen. Wenn sie sagen, dass Mose und die Propheten Christus nicht kannten und nichts über sein Kommen sagten, welche größere Verunglimpfung könnten sie diesen heiligen Männern antun, als ihnen vorzuwerfen, ihren Meister nicht erkannt zu haben, als zu sagen, dass diese heiligen Propheten Komplizen ihrer Gottlosigkeit seien? Und so müssen wir sowohl sie als auch ihre Synagoge umso mehr hassen wegen ihrer beleidigenden Behandlung dieser heiligen Männer.“

„Doch jedenfalls sagen die Juden, dass auch sie Gott verehren. Gott bewahre, dass ich das sage. Kein Jude verehrt Gott! Wer sagt das? Der Sohn Gottes sagt es. Denn er sprach: „Wenn ihr meinen Vater kennen würdet, würdet ihr auch mich kennen. Aber ihr kennt weder mich noch meinen Vater.“ Könnte ich einen glaubwürdigeren Zeugen vorbringen als den Sohn Gottes?“

„Wenn also die Juden den Vater nicht kennen, wenn sie den Sohn gekreuzigt haben, wenn sie die Hilfe des Geistes zurückgewiesen haben, wer sollte es dann nicht wagen, offen zu erklären, dass die Synagoge eine Behausung der Dämonen ist? Gott wird dort nicht angebetet. Gott bewahre! Von nun an bleibt sie ein Ort des Götzendienstes. Und doch erweisen ihr manche Menschen als heiligem Ort Ehre. (Johannes Chrysostomos, 4. Jahrhundert n. Chr., Johannes Chrysostomos: Acht Predigten gegen die Juden.)

(Zitate gefunden bei: http://www.christorchaos.com/?q=content/seventy-long-years-priestly-apostasy)

Übrigens schrieb der heilige Johannes Chrysostomos die obigen Worte, um Katholiken vor der Teilnahme an jüdischen Zeremonien zu warnen.

Würde der hl. Chrysostomus heute leben, dann würde er die folgenden Worte, die er auf die Synagoge bezogen hat, auf die Konzilskirche anwenden:

„Ich habe gesagt, dass die Konzilskirche nicht besser ist als ein Theater, und ich führe einen Propheten als meinen Zeugen an. Sicherlich verdienen die Modernisten nicht mehr Glauben als ihre Propheten. „Du hattest die Stirn einer Hure; du bist vor allen schamlos geworden.“ Wo sich eine Hure niedergelassen hat, ist dieser Ort ein Bordell. Aber die Konzilskirche ist nicht nur ein Bordell und ein Theater; sie ist auch eine Räuberhöhle und eine Herberge für wilde Tiere.

Jeremias sagte: „Dein Haus ist für mich zur Höhle einer Hyäne geworden.“ Er sagt nicht einfach „eines wilden Tieres“, sondern „eines schmutzigen wilden Tieres“, und weiter: „Ich habe mein Haus verlassen, ich habe mein Erbe verworfen.“ Doch wenn Gott ein Volk verlässt, welche Hoffnung auf Erlösung bleibt dann noch? Wenn Gott einen Ort verlässt, wird dieser Ort zur Behausung von Dämonen.“

So ist es nicht verwunderlich, dass die konziliaren ‚Päpste‘ mit dem talmudischen Judentum eines Sinnes sind. Das Judentum leugnet sowohl die Trinität Gottes als auch Jesus Christus als Messias und Sohn Gottes. Die Vertreter der Konzilskirche behaupten, dass das Judentum, der Mohammedanismus und das Christentum der konziliaren Kirche denselben Gott anbeten. Was heißt das anderes, als dass sie die Trinität Gottes leugnen.

Mehr noch: Für Juden und Mohammedaner ist es eine Blasphemie zu behaupten, Jesus Christus sei der Sohn Gottes. Für sie hat ihr „Gott“ nämlich keinen Sohn. Wer demnach behauptet, denselben „Gott“ hat wie diese, hat nicht den katholischen Gott der Trinität und nicht den Sohn Gottes, der uns erlöst hat.

Zwar hat der Apostat Wojtyla weder die Göttlichkeit Christi noch die Heiligste Dreifaltigkeit explizit verworfen. Doch wenn er, wie in Nostra Aetate zu lesen ist, behauptet, wir würden denselben „Gott“ , denselben Vater wie die Juden und die Mohammedaner verehren, (wie er dies mehrfach getan hat), dann verehren sie nicht denjenigen, der der Vater Jesu Christi ist, sondern den Vater der Juden und Mohammedaner, nämlich Satan.

Erinnern wir uns, was der hl. Apostel und Evangelist Johannes über die Leugnung Christi als Sohn Gottes geschrieben hat:

„Wer ist der Lügner, wenn nicht derjenige, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater“ (1. Joh. 2, 22-23)

Schluss

Diese zahllosen Päpste, Konzile, Kirchenväter, Doktoren und Heiligen der katholischen Kirche sowie die Gesamtheit ihres früheren kanonischen Rechts, das sich mit den Juden befasste, sollten alle von ‚Johannes Paul II.‘ in ihrem Verhalten gegenüber den Juden als schuldig befunden werden, daher hatte er die Dreistigkeit, die gesamte Mitgliedschaft der katholischen Kirche zu verurteilen, als er bekräftigte, „wer auch immer“ die Juden „zu allen Zeiten“ bekämpft hatte.

‚Johannes Paul II.‘ hat auch in dieser Frage eindeutig mit dem Ordentlichen Päpstlichen Lehramt gebrochen. Angesichts dieses offensichtlichen Bruchs muss sich ein gläubiger Katholik fragen: Wer hat Recht?

So fragt der Autor des Artikels „Wird die katholische Kirche zu einem Zweig der Synagoge?

„Ist es die Kirche, die aus schwerwiegenden Gründen theologischer Natur 2000 Jahre lang auf der Hut vor der Feindschaft der Synagoge war? Oder ist es Johannes Paul II., der diese kluge Begründung ignorierte, in die Synagoge ging und, ohne auch nur auf die alten Irrtümer der Juden hinzuweisen, begann, sie zu verteidigen und das frühere Verhalten und die ständige Lehre der Kirche in dieser Angelegenheit zu verurteilen?“

Diese Frage ist für uns natürlich eine rhetorische.

Zusammenfassend lässt sich mit dem Autor feststellen, dass der Apostat ‚Johannes Paul II.‘ die Synagoge von Rom zu folgenden Zwecken besuchte :

* zu versuchen, die Grundlage der Offenbarung für das Verbrechen des Gottesmordes aufzuheben;

* das kluge, 2000 Jahre alte Verhalten der Kirche der Heiligen Mutter gegenüber den Juden zu verurteilen;

* ihren falschen Glauben zu loben und jeden zu verfluchen, der die Anhänger von Kaiphas aus religiöser Sicht kritisiert oder tadelt.

Im Gegensatz dazu haben die Rabbiner, explizit in ihren Reden und symbolisch in der Rezitation von Psalmen und Bibelstellen, diese arrogante Vergeltung vollzogen:

* sie bekräftigten beharrlich ihren falschen Glauben;

* sie verurteilten die historische Haltung der Kirche;

* sie beleidigten die Ehre der Kirche und der Katholiken;

* Sie verkündeten die Notwendigkeit einer jüdischen Hegemonie über die ganze Welt,

* Sie forderten die Anerkennung ihres Staates durch den Heiligen Stuhl, dem sie eine messianische Bestimmung zuschrieben.

Dies geschah beim Besuch von ‚Johannes Paul II.‘ in der Synagoge von Rom. „Quie habet aurem, audiat …“ [Wer ein Ohr hat, der höre, Apok. 2:7]

Es bleibt auch heute noch aktuell die Warnung unseres Herrn Jesus Christus:

Jesus sagte: „Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“ (Matth. 10,33; Luk. 12,9)

Die Stellung der Kirche zu den Juden
Enzyklika Mystici Corporis Christi Teil 1