Karol Wojtyla Ein Apostat als Konzilspapst
Die katholische Kirche lehrt seit langem, dass der Irrtum keine Rechte hat und dass alles, was den Menschen schadet, unzulässig ist. Es ist daher auch nicht rechtens, Ideen und Überzeugungen hervorzubringen, die die Ohren kitzeln und die Menschen dazu bringen, die alte Lüge der Schlange zu glauben, nämlich, dass sie wie Gott sein können.
Alle Päpste der katholischen Kirche waren sorgfältig darauf bedacht, eifrig darüber zu wachen, „dass die Unversehrtheit des christlichen Glaubens und der christlichen Moral nicht beeinträchtigt wird“. So hat Papst Leo XIII. in seiner Apostolischen Konstitution „Officiorum Ac Munerum“ vom 25. Januar 1897 klar festgestellt:
„Von allen Amtspflichten, die Wir in dieser höchsten Stellung des Apostolats am sorgfältigsten und eifrigsten zu erfüllen haben, ist es die oberste und wichtigste Pflicht, eifrig darüber zu wachen und sich ernsthaft darum zu bemühen, dass die Unversehrtheit des christlichen Glaubens und der christlichen Moral nicht beeinträchtigt wird.
Und dies ist mehr als zu jeder anderen Zeit besonders notwendig in diesen Tagen, in denen der Verstand und der Charakter der Menschen so zügellos sind, dass fast jede Lehre, die Jesus Christus, der Erlöser der Menschheit, der Obhut seiner Kirche zum Wohle des Menschengeschlechts anvertraut hat, täglich in Frage gestellt und angezweifelt wird. In diesem Krieg sind die Strategeme und schädlichen Methoden des Feindes vielfältig; … Die Anfänge der Kirche waren Zeugen des ernsten Eifers des heiligen Paulus in dieser Hinsicht; und jedes spätere Zeitalter hat die Wachsamkeit der Väter, die Befehle der Bischöfe und die Dekrete der Konzilien in ähnlicher Richtung bezeugt.“
Im Folgenden sind für diesen Beitrag als Literatur die folgenden Bücher verwendet worden:
- Die „Neue Theologie, 1995, Artikel-Serie vom Verlag Rom-Kurier (1)
- Dörmann, Der theologische Weg Johannes Paul II. (2)
Es sind zum einen die persönlichen Irrtümer eines Karol Wojtylas, welche „die Axt nicht an Zweige und Triebe anlegen, sondern an die Wurzel selbst, nämlich an den Glauben und an seine tiefsten Fasern“. (Hl. Pius X., Pascendi)
Zum anderen hatte er noch als Erzbischof von Krakau und „Kardinal“ im Jahr 1972 sich die Mühe gemacht, „aus den Dokumenten des 2. Vatikanums Zug um Zug ‘die Lehre des Konzils’“ zu eruieren und sie „als eine in sich geschlossene, große theologische Gesamtkonzeption“ darzustellen. Seine Arbeit wurde als Buch veröffentlicht mit dem Titel „Quellen der Erneuerung – Studie zur Verwirklichung des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Wie Prof. Dr. Johannes Dörmann anmerkt, war Wojtyla damit einzigartig, denn: „Mir ist nicht bekannt, dass ein anderer Bischof einen ähnlichen Versuch überhaupt gewagt hätte“. (2)
Dass Wojtyla dies unternahm, zeigt zum einen, wie innig vertraut er mit der „Lehre des Konzils“ war und wie gut er sie verstand, und zum anderen, wie viel ihm daran lag, diese Lehre zu verwirklichen, also in Tat und Praxis umzusetzen. Beides tat er es dann auch als „konziliarer Papst“ in seinem langen „Pontifikat“.
Karol Wojtylas Wahl zum ‚Papst‘ bedeutete eben auch nicht nur die neue Lehre des Konzils, sondern auch, „dass die persönliche Philosophie und Theologie eines Professors und Bischofs universalkirchliche Relevanz“ erlangten. (2)
Die Theologie von Karol Wojtyla, der als Kardinal damals Professor für philosophische Ethik an der Lubiner Universität tätig war, hat ihre philosophischen Wurzeln nicht in der thomistisch-scholastischen Theologie, sondern in der Phänomenologie und Existenzphilosophie. Wojtyla wählte als Ausgangspunkt für seine Theologie in Anlehnung an diese Philosophien das „tiefste Innere des Menschen“. Das bedeutet, dass für ihn die Angehörigen der verschiedenen Religionen sich alle mit Erfolg (!) an den Gott von unendlicher Majestät wenden.
Karol Wojtyla war ein waschechter Modernist
Sein eigener Glaube war ein Theismus, der die Frucht seines „eigenen Denkens“ und seiner „persönlichen Wahl“ war. Diese Frucht konnte deshalb nur aus Irrtümern bestehen. Der heilige Papst Pius X. bezeichnete diese Frucht als Modernismus, den er in seiner Enzyklika ‚Pascendi gregis‘ verurteilte.
Was für jeden Modernisten, also auch für Karol Wojtyla, gilt, das hat Julius Beßmer SJ so formuliert:
Der Modernist ist „großgezogen von einer Wissenschaft, die nur ihr eigenes Licht kennt und den Glanz des Übernatürlichen krankhaft scheut, von Jugend auf gewohnt, seine eigenen Wege zu gehen und keinerlei Schranken der freien Forschung anzuerkennen, …“
Auch für Karol Wojtyla war es wie für alle Modernisten typisch, dass er in seinen Aussagen widersprüchlich war. So hat Wojtyla zwar als ‚Papst‘ betont, dass die christliche Offenbarung die Reinkarnationslehre ausschließt, wie er in seinem Schreiben „Tertio millennio adveniente“ betont. Aber als Modernist akzeptierte er den Glauben an die Reinkarnationslehre, da nach der ‚Neuen Theologie‘ alle Religionen sowieso zu Christus führen.
Diese These widerspricht der Heiligen Schrift, der Tradition und den kirchlichen Dogmen. Karol Wojtyla lehrte diese „Neue Theologie“, welche das bedingungslose Heil aller Menschen behauptet, die Allerlösung sei nicht bloß objektiv, sondern auch subjektiv. Es können sich nach dieser Irrlehre nicht nur alle retten, sondern alle sind tatsächlich bereits gerettet.
Was der hl. Pius X. über die Modernisten schrieb
Der heilige Pius X. hat in seiner Enzyklika ‚Pascendi gregis‘ bereits Beispiele für die widersprüchlichen Seiten des Modernisten genannt, als er schrieb:
„Ihre Schriften und Reden enthalten viele scheinbare Widersprüche, so dass man daraus leicht glauben könnte, sie seien noch unschlüssig und unbestimmt … Deshalb findet man in ihren Büchern manches, was ein Katholik vollständig billigt; wendet man das Blatt, so möchte man glauben, ein Rationalist habe diktiert.“
„Schreiben sie Geschichte, dann erwähnen sie die Gottheit Christi nicht; besteigen sie aber die Kanzel um zu predigen, dann bekennen sie dieselbe ganz entschieden. Ebenso haben sie als Geschichtsschreiber für die Väter und Konzilien kein Wort, als Katecheten hingegen zitieren sie beide ganz ehrenvoll.“
„Nach dem Grundsatz, dass die Wissenschaft vom Glauben ganz unabhängig sei, haben sie desgleichen nicht die geringste Angst, wenn sie Philosophie oder Geschichte oder Kritik treiben, in die Fußstapfen Luthers zu treten und zeigen in jeder Weise ihre Verachtung gegen katholische Vorschriften, gegen die heiligen Väter, die ökumenischen Konzilien und gegen das kirchliche Lehramt; werden sie deshalb getadelt, dann beklagen sie sich, man nehme ihnen die Freiheit.“
„Da sie lehren, der Glaube müsse der Wissenschaft unterworfen sein, tadeln sie manchmal die Kirche ganz offen, dass sie hartnäckig weigere, ihre Dogmen den Lehren der Philosophie zu unterwerfen und anzupassen.“
„Nachdem sie zu ihrem Zweck die alte Theologie beiseite gelegt haben, bemühen sie sich, eine neue einzuführen, die ihren philosophischen Träumereien dient.“
Die „neue“ Ekklesiologie des Karol Wojtyla (1)
Wenn der ‚Theologe‘ Wojtyla also die Allerlösung verfochte, dann folgte aus seinen „philosophischen. Träumereien“ eine neue Ekklesiologie:
1. Jeder Mensch gehört in gewissem Sinne zur Kirche;
2. die Kirche fällt mit der Menschheit insgesamt zusammen. Sie bildet mit Christus sozusagen auf natürliche Weise einen übernatürlichen Organismus.
Damit war der Kirchenbegriff verändert. Der Unterschied zwischen Natur und Gnade, zwischen Kirche und Menschheit wurde vollkommen aufgehoben.
Dies widerspricht vollkommen der kirchlichen Lehre, wie sie Pius XII. in seiner Enzyklika ‚Mystici corporis‘ unfehlbar dargelegt hat.
Der spirituelle Einfluss während seiner Theaterzeit
Wir wollen kurz erklären, dass Wojtylas Theologie der Allerlösung eine gnostische Theologie ist, die sich aus seiner Jugend- und Theaterzeit herleitet.
So fassen wir zuerst einmal die spirituellen Erfahrungen Karol Wojtylas in seiner Jugendzeit zusammen. Diese seine Erfahrungen führten ihn schließlich zum Abfall vom katholischen Glauben.
Im Jahr 1940 geriet Wojtyla unter den Einfluss des polnischen Rationalisten und autodidaktischen Psychologen Jan Tyranowski, der seine Spiritualität entwickelt und den Ruf eines „Mystikers“ hatte. Dieser „Mystiker“ predigte eine gnostische Erfahrungsreligion, eine „innere Befreiung vom Glauben“, d. h. vom Katholizismus, und eine „Transformation der Persönlichkeit von innen“, d. h. spirituelles Wachstum.
Die von Tyranowski gelehrte innere Verwandlung ist das, was New Age heute als Bewusstseinswandel oder Paradigmenwechsel bezeichnen, bei dem man zwei gegensätzliche Vorstellungen miteinander verbindet, z. B. zu glauben, man sei ein guter Katholik, auch wenn man abergläubische oder okkulte Überzeugungen vertritt. Es ist vergleichbar mit [John] Deweys Verschmelzung von Natur und Gnade oder Jungs ‚Ganzheit‘.
Es handelte sich um eine okkulte, gnostische, kabbalistische Methode, um einen persönlichen Wertewandel herbeizuführen, der eine gesellschaftliche Transformation bewirkt. Die innere Transformation führte dazu, dass die Orden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil den übernatürlichen Schwerpunkt des Katholizismus zugunsten eines naturalistischen und sozialen Aktivismus aufgaben.
Dieses Theater mit seinem „Thema des Bewusstseins“ war Wojtylas „Einführung in die Phänomenologie“.
Der neue Begriff von Offenbarung bei Karol Wojtyla
Karol Wojtyla hatte bei seinem „Meister“ Mieczyslaw Kotlarczyk während seiner Zeit als Schauspieler am Rhapsodischen Theater das Thema „Bewusstsein“ in der Weise kennengelernt, dass es das Ziel für den Schauspieler sei, mit der Sprache das Bewusstsein des Publikums zu verändern. Es handelte sich dabei um eine Schulung im kabbalistischen, okkulten Gebrauch von Worten. Darüber hatten wir bereits berichtet.
Die Akzeptanz der gnostischen Philosophie der verschiedenen Sekten durch ‚Papst Johannes Paul II.‘ war auch das Ergebnis der Theatererfahrungen seiner Jugend.
Seine Akzeptanz der gnostischen Philosophie
„Für Karol war das Theater … eine ernsthafte Ausbildung in gnostischer Transformation durch Mieczyslaw Kotlarczyk, den Direktor des Rhapsodischen Theaters, das er zusammen mit Karol gegründet hatte. Dieses Theater mit seinem „Thema des Bewusstseins“ war Wojtylas „Einführung in die Phänomenologie“.
Kotlarczyk „schuf ein „Theater der inneren Welt“, um „universelle Wahrheiten und universelle moralische Werte zu präsentieren, die … der Welt die Möglichkeit einer authentischen Transformation bieten“. Handlung, Kostüme und Requisiten waren nicht wichtig. Stattdessen stand die Sprache – das „Wort“ – im Mittelpunkt, mit dem Ziel, das Bewusstsein des Publikums (und der Schauspieler) zu verändern.“
Dass es sich dabei um eine Schulung im kabbalistischen, okkulten Gebrauch von Wörtern handelte, wurde deutlich, als Kotlarczyks Buch ‚The Art of the Living Word: Diction, Expression, Magic‘, 1975 von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom veröffentlicht wurde. Kardinal Wojtyla verfasste das Vorwort zu diesem Buch, in dem Kotlarczyk die Quellen seiner Ideen auflistete. Dazu gehörten die Schriften mehrerer Okkultisten und Theosophen, darunter einige der bedeutendsten Kabbalisten und Okkultisten der Neuzeit …“
Karol und seine Freunde widmeten sich unter Kotlarczyk auch „der dramatischen Erforschung des Innenlebens“. Karol spielte unter anderem den „Seher Johannes“ in Rudolf Steiners anthroposophischer Bearbeitung der Apokalypse.
Zu den weiteren esoterischen Werken, in denen er mitwirkte oder die „für seine geistige Bildung von Bedeutung“ waren, gehörten Inszenierungen von Juliusz Slowacki (1809-49) und Adam Mickiewicz (1789-1855). Beide Männer waren Anhänger des polnischen Messianismus, der mit dem jüdischen Messianismus und Okkultismus verflochten war. Ihre Ideen wurden in andere Theaterstücke aufgenommen.
Um Pius IX. zu „tadeln“, der den polnischen Nationalismus und die freimaurerische Revolution in Italien nicht unterstützte, verfasste Slowacki auch ein Gedicht über einen künftigen „slawischen Papst“, der ein „reformiertes Papsttum“ leiten und hart, aber „ein Bruder des Volkes“ sein würde. Wojtyla hatte als ‚Papst Johannes Paul II.‘ dieses Gedicht später auf sich selbst angewendet.
Bereits Angelo Roncalli lehrte die Theorien Rudolf Steiners
Angelo Roncalli wurde zu Recht zensiert, weil er die okkulten Theorien Steiners lehrte:
„Dann, 1924, nach dem Tod seines geliebten Bischofs [P. Tedeschi], wurde er [Roncalli] nach Rom zurückgerufen und erhielt einen kleinen Posten in der Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens. Zu dieser Zeit wurde er auch Teilzeitprofessor für Patristik an der Lateranuniversität, nur um innerhalb weniger Monate ‚wegen des Verdachts auf Modernismus‘ und wegen ‚der Lehre der Theorien Rudolf Steiners‘ seines Postens enthoben zu werden.“ (Siehe The Destruction of the Christian Tradition, World Wisdom Press, 2006, S. 134 & Fußnote 17, S. 154). (Quelle: Anthroposophie)
Karol Wojtyla, Verfechter der „Neuen Theologie“
Im Kapitel „Das Papsttum Karol Wojtylas“ aus dem Buch „Die Neue Theologie“ (1) wird der zentrale Irrtum der Theologie von Karol Wojtyla, der seinem Ökumenismus und daher der Initiative von Assisi zugrunde liegt, beschrieben:
Karol Wojtyla lehrte, dass jeder Mensch „ob er es wisse oder nicht, ob er es im Glauben annehme oder nicht“, von Anfang an, seit seiner Geburt, im Stand der effektiven Erlösung sei. Dies auch, wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Und das gelte für alle Menschen aller Zeiten und aller Orte. (siehe dazu: Karol Wojtyla, Zeichen des Widerspruchs – Besinnung auf Christus, 1979, Kap. 11)
Das Bewusstsein unterscheidet den Christen vom Nicht-Christen
Kirche und Menschheit sind also gemäß der „Neuen Theologie“ bei Wojtyla nicht zu unterscheiden. Der Unterschied besteht nur im Bewusstseinsgrad der Menschen. Hier taucht auch ein neuer Begriff der Offenbarung auf: Unser Herr Jesus Christus habe nichts anderes getan als „den Menschen sich selbst voll zu offenbaren“. Diese neue Offenbarung besteht nicht darin, dass sie dem Menschen seinen Zustand als Sünder aufzeigt. Die radikale Notwendigkeit, mittels des Glaubens und der Taufe die Erlösung zu erlangen, ist nach dem neuen Glauben nicht mehr gegeben.
Im Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche lehrte die Wojtyla-Kirche, dass sie dem Menschen seinen Zustand unbewusster, aber tatsächlicher Erlösung, seinen auf natürliche Weise „übernatürlichen“ Zustand offenbart. Tatsächlich ist es nach dieser Auffassung dieses Bewusstsein, das den Christen vom Nicht-Christen unterscheidet.
Karol Wojtyla hatte bei seinem „Meister“ Mieczyslaw Kotlarczyk während seiner Zeit als Schauspieler am Rhapsodischen Theater das Thema „Bewusstsein“ in der Weise kennengelernt, dass es das Ziel für den Schauspieler sei, mit der Sprache das Bewusstsein des Publikums zu verändern. Es handelte sich dabei um eine Schulung im kabbalistischen, okkulten Gebrauch von Worten. Darüber hatten wir bereits berichtet.
Wojtyla war sich seiner und des Räuberkonzils neuen Lehre und theologischen Sicht voll bewusst. Aber er sah keinen Bruch mit der überlieferten Lehre, sondern nur eine Ausweitung des „Bewusstseins“. Das Bewusstsein als Hauptkriterium für die Wahrheit der Glaubenslehre anzusehen geht auf seine Theaterzeit zurück. Schließlich hatte ihm sein anthroposophischer Meister Kotlarczyk gelehrt, „die Menschheit durch die Gnosis“ zu vereinen. Der heilige Irenäus betont, dass es sich bei der Gnosis um heidnischen Irrwahn im christlichen Gewand handelt. Den Namen Christi missbrauchen die Gnostiker, um der heidnischen, heute der esoterischen und okkulten Ideenwelt zum Sieg zu verhelfen.
Das Anliegen der Gnosis war nicht die Erlösung der Seele von der Sünde als Schuld und Beleidigung Gottes, sondern die Erlösung des Geistes aus dem Gebundensein an die sinnliche Materie.
Das Anliegen der Neuen Theologie ist wie das der Gnosis, zu glauben, dass die Erlösung der Seele von der Erbsünde als Schuld und Beleidigung Gottes nicht notwendig ist. Worin besteht der Unterschied? Die „Neue Theologie“ lehrt, dass die radikale Notwendigkeit, mittels des Glaubens und der Taufe die Erlösung zu erlangen, nach dem neuen Glauben nicht mehr gegeben ist. Der neue Offenbarungsbegriff beinhaltet, dass Jesus Christus nichts anderes getan habe als „den Menschen sich selbst voll zu offenbaren“. Diese neue Offenbarung besteht nicht darin, dass sie dem Menschen seinen Zustand als Sünder und die Notwendigkeit der Rechtfertigung aufzeigt.
Der Glaube Wojtylas an die Allerlösung (1)
Der Glaube ist demnach nur ein Sich-Bewusstwerden, das sich dank der Offenbarung Christi ereignet. Damit sind nach der „Neuen Theologie“ auch die „anonymen Christen“ eingeschlossen, die nun keine Ungläubigen mehr sind, und in den „anonymen Christentümern“, die folglich keine falschen Religionen mehr sind.
Von hier kommt der ökumenische Dialog, der für die Wojtyla-Kirche irreversibel ist. Karol Wojtylas „Theologie von Assisi“ begründet sich auf der falschen und häretischen Lehre, dass die Allerlösung die gemeinsame Basis der Religionen ist.
„Der Offenbarungs- und Glaubensbegriff ist allumfassend. Alle Religionen enthalten echte Offenbarung, Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung. Der Glaube umfasst alle ‚Glaubenden‘ in allen Religionen. Glaube ist Menschheitsglaube. Aber die ‚Offenbarung, die den Menschen in Christus angeboten wird‘, also der christliche Glaube, ist für Kardinal Wojtyla der Glaube, der das ‚Geheimnis des Menschen‘, das ‚Sein in Christus‘, wahrhaft und letztgültig ‚aufklärt‘.
Dieses ‚Angebot‘ ist jedoch keineswegs heilsnotwendig, exklusiv und einzig. Auch in den anderen Religionen gibt es Offenbarung, Glaube und Erfahrung Gottes. Auf der Basis der Religionsfreiheit ist der interreligiöse Dialog als brüderlicher Austausch religiöser Erfahrung zu gegenseitiger Bereicherung der goldene Weg zum allgemeinen Religionsfrieden.“ (Dörmann, S. 118)
In der Enzyklika ‚Dominum et Vivificantem‘ von 1986 schreibt ‚Johannes Paul II.‘:
„Die Menschwerdung Gottes, des Sohnes, bedeutet nicht nur die Aufnahme der menschlichen Natur in die Einheit mit Gott, sondern in dieser menschlichen Natur gewissermaßen alles, was ‚Fleisch‘ ist: die gesamte Menschheit, die gesamte sichtbare und materielle Welt. Die Inkarnation hat also auch eine kosmische Bedeutung, eine kosmische Dimension. Der ‚Erstgeborene der ganzen Schöpfung‘, der sich in der individuellen Menschheit Christi inkarniert, verbindet sich in gewisser Weise mit der gesamten Wirklichkeit des Menschen, der auch ‚Fleisch‘ ist, und in dieser Wirklichkeit mit allem ‚Fleisch‘, mit der ganzen Schöpfung.“
Wojtyla macht das Dunkel des verborgenen-subjektiven Heils zur lichten Offenbarung der Allerlösung
Die Kirche hat neben dem ordentlichen aber auch um den außerordentlichen Heilsweg gewusst. Ihre Theologie aber hat sie nicht auf das Verborgen-Subjektive, nicht auf das, was nur Gott kennt, gegründet.
Im Gegensatz dazu gründete Wojtyla mit der Allerlösung seine Theologie auf das Verborgen-Subjektive, das Gott allein bekannt ist. Nun kannte auch Karol Wojtyla das, was nur Gott allein kennen kann. „Mit Hilfe der These, dass sich der Sohn Gottes durch seine Menschwerdung mit jedem Menschen formell vereinigt habe, bringt er das allein Gott Bekannte aus dem Dunkel der Subjektivität ans Licht: Es ist der ‚anonyme Christ‘! Indem er diese These als Offenbarung deklariert, macht er die Allerlösung als Offenbarung a priori zum fundamentalen Prinzip seiner Nouvelle Théologie.“ (2)
Alle ökumenischen Initiativen und alle Ansprachen Wojtylas finden ihren Grund und ihre Erklärung deshalb nicht in der katholischen Lehre, sondern in dem Irrtum der „Neuen Theologie“. Alles ist auf den Menschen und seine vollständige Entwicklung ausgerichtet, was in sich einschließt das Sich-Bewusstwerden des jedem Menschen inne wohnenden Übernatürlichen, unabhängig vom Glauben und von der Taufe, „ob er es wisse oder nicht, ob er es im Glauben annehme oder nicht.“ (ebd.)
Die päpstliche Autorität im Dienst der „Neuen Theologie“ (1)
Die Antritts-Enzyklika „Redemptor hominis“ enthält die These von der allgemeinen subjektiven Erlösung. Die These ist bereits in ‚Gaudium et spes‘, Nr. 22, an deren Abfassung Wojtyla mitgearbeitet und zu verantworten hat, enthalten. „Denn er, der Sohn Gottes, hat sich in seiner Fleischwerdung gewissermaßen mit jedem Menschen vereinigt. Er hat mit menschlichen Händen gearbeitet, mit einem menschlichen Verstand gedacht, mit einem menschlichen Willen gehandelt und mit einem menschlichen Herzen geliebt.“ (Schrägdruck im Original) (S. 148)
Johannes Paul II. hatte in seiner ersten „Enzyklika“ Redemptor Hominis Nr. 13 diese Irrlehre wiederholt: „Wir haben es mit jedem Menschen zu tun, denn jeder ist in das Geheimnis der Erlösung einbezogen, und mit jedem hat sich Christus durch dieses Geheimnis für immer verbunden.“
Das bedeutet auch, dass niemand in der Hölle jemals von Gott getrennt werden kann. Wojtyla stützte diese Irrlehre auf die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils in ‚Gaudium et Spes‘ Nr. 22, dass Christus sich in der Menschwerdung mit jedem Menschen vereinigt hat.
Die katholische Kirche lehrt aber, dass der Grund für ihre Existenz darin besteht, die Menschheit durch den Glauben und die Sakramente mit Jesus Christus zu vereinen. Wenn aber die Vereinigung zwischen der gesamten Menschheit und Jesus Christus bei der Menschwerdung stattgefunden hat, dann hat die Kirche keinen Wert und ist in der Tat sinnlos. Das ist der „Glaube“ des Zweiten Vatikanischen Konzils und Wojtylas; die Häresie des Modernismus.
Die Erbsünde wird in Wojtylas ‚Neuer Theologie‘ abgeschafft
Das katholische Dogma von der Erbsünde lehrt, dass die Erlösung den erbsündigen Zustand jedes Menschen voraussetzt. Dieser Zustand wird durch die Rechtfertigung des Sünders aufgehoben. „Es ist evident“, schreibt Dörmann, „dass der entscheidende Satz aus der Antrittsenzyklika: In der individuellen, unwiederholbaren Wirklichkeit jedes konkreten Menschen ist „unzerstörbar das Bild und Gleichnis Gottes enthalten“, mit dem kirchlichen Dogma nicht vereinbar ist. Es steht in direktem Widerspruch zur Lehre des Trienter Konzils über die Rechtfertigung, die darin besteht, dass der Mensch aus dem Zustand, in dem er „als Sohn des ersten Adam geboren wird, in den Zustand der Gnade und der Annahme zu Gotteskindern durch den zweiten Adam“ versetzt wird“ (ebd., S. 93), also durch Jesus Christus, unseren Erlöser.
In dieser seiner Antrittsenzyklika „Redemptor hominis“ machte Wojtyla die unerhörte Aussage, dass in jedem Menschen vom ersten Augenblick seiner Empfängnis an das unzerstörbare Bild und Gleichnis Gottes enthalten ist. Damit weckte er, wie Dörmann schreibt, sogar Assoziationen zum Dogma der Immaculata!
Prof. Dr. Dörmann hält als gesichertes Ergebnis fest:
Die Aussage, dass in jedem Menschen vom ersten Augenblick seines Daseins „unzerstörbar das Bild und Gleichnis Gottes enthalten ist“, stellt eine klare Definition der Allerlösungs-These dar, die jeden vernünftigen Zweifel ausschließt. (ebd.)
Für Karol Wojtyla ist der Glaube ein Erfahrungszustand
Für ‚Johannes Paul II.‘ ist der Glaube ein „Erfahrungszustand“. In einer Rede vor einer Gruppe von Klerikern sagte Wojtyla: „In den Dialog mit Gott treten heißt, sich von der leuchtenden Gestalt des geoffenbarten Jesus und von der Liebe des Vaters, der ihn gesandt hat, gewinnen und erobern zu lassen. Im Glauben wird der Mensch innerlich erleuchtet und von Gott angezogen, er überschreitet die Grenzen der rein natürlichen Erkenntnis und erfährt Gott auf eine Weise, die sonst unmöglich wäre“.
Das häretische Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils ‚Gaudium et Spes‘ (Die Verfassung der Kirche in der Welt von heute) wurde von Wojtyla, Kardinal Montini (dem späteren Paul VI.), Kardinal Suenens und Kardinal Lecaro verfasst. Alle waren durch und durch Modernisten. ‚Gaudium et Spes‘ legte zusammen mit ‚Lumen Gentium‘ (Konstitution über die Kirche) das Fundament für die neue Religion – die Sekte des Zweiten Vatikanums.
‚Gaudium et Spes‘ lehrt eine der typischen Irrlehren der Sekte des Zweiten Vatikanischen Konzils: die Vorstellung, dass Christus sich durch seine Menschwerdung mit jedem Menschen vereinigt hat. Das Vatikanum II spricht von einer Vereinigung zwischen Christus und jedem Menschen, die sich aus der Inkarnation selbst ergibt. Wojtyla hat diese Irrlehre aufgegriffen und ist mit ihr mit voller Geschwindigkeit zu ihrer logischen Konsequenz gerannt – dem universellen Heil in einer „Kirche“, die überall existiert.
Mit der Schauspielkunst den Modernismus betreiben und die Gläubigen betrügen
Wojtyla war ein Schauspieler und bot eine großartige Show für diejenigen dar, die den wahren katholischen Glauben nicht verstanden. Aber sie wollten verzweifelt glauben, dass sich „das Wesentliche“ nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht geändert hatte. Wie hatte Wojtyla die Gläubigen betrogen? Einige Beispiele seiner Schauspielerkunst:
1. „Die Kultur des Todes“ zum Thema machen:
Karol Wojtyla wiederholte ständig die traditionelle Lehre der Kirche über Abtreibung und Euthanasie unter dem Beifall der „konservativen“ Sektenmitglieder des Zweiten Vatikanums. Zugegeben, das sind große Übel. Leider ist niemandem aufgefallen, dass sie gerade deshalb katastrophale Ausmaße angenommen haben, weil Wojtyla gleichzeitig die Abschaffung des Katholizismus als Staatsreligion vorangetrieben hat. Länder, in denen es nie eine legale Abtreibung oder Euthanasie gab (Belgien, Irland, Spanien usw.), wurden Teil der „Kultur des Todes“, sobald der Einfluss des Katholizismus wegfiel. Schließlich besteht die „Kirche Christi“ in allen Sekten weiter!
2. Kanonisierungen. Wojtyla machte reihenweise „Heilige“ überall, wo er hinkam, um „Heiligkeit“ in jedem von überall her zu zeigen, auch wenn sie erst vor kurzem gestorben sind und einen verdächtigen Hintergrund haben. Wojtyla hatte von 1978 bis 2005 mehr „Heilige“ gemacht, als vom Jahr 33 bis 1978 heiliggesprochen wurden (einschließlich der gefälschten „Heiligsprechungen“ 1959 bis 1978).
3. Viel reden, doch nichts tun. Ketzer wie Hans Küng auf die Finger hauen, aber niemanden wirklich exkommunizieren. Eigentlich war dies auch gar nicht mehr möglich, da jeder durch die Menschwerdung mit Christus verbunden ist.
4. Wojtyla klang in seinen Reden tiefgründig, aber es sind nur abgeschmackte Häresien.
Es ist vielleicht nicht allen bekannt, dass Karol Wojtyla in seiner Zeit als Priester in den frühen 1950er Jahren in Polen mit der versus populum-Version der Messe experimentierte. Obwohl im kommunistischen Polen jener Zeit niemand viel darüber wusste, schien er von der Idee der Liturgischen Bewegung sehr durchdrungen zu sein. Nach seiner Priesterweihe gründete Pater Wojtyla seine eigene Jugendgruppe, die „Kleine Familie“, deren Mitglieder ihn „Onkel“ nannten. Die „Kleine Familie“ wurde zum Kern einer größeren Gemeinschaft, die als „Srodowisko“ oder „Milieu“ bekannt war und die er bis zu seiner Wahl zum Papst leitete.
Der Grundstein für den Weltjugendtag wurde gelegt, als sie gemeinsam durch Polen wanderten, in Scheunen schliefen, über alles Mögliche diskutierten, sangen, beteten und an seinen Gottesdiensten im Freien teilnahmen. Dort hatte er ungestört die Möglichkeit, mit der versus populum-Messe zu experimentieren.
Wojtyla war in allem gegen die Wahrheit des katholischen Glaubens und versuchte, sie bei jeder Gelegenheit zu untergraben.
Garrigou-Lagrange über die Allerlösung (1)
Garrigou-Lagrange, der große Thomist, hatte Wojtylas Dissertation „Der Glaube nach Johannes vom Kreuz“ kritisiert und abgelehnt. Denn in seiner Dissertation vertrat Wojtyla die Ideen der Modernisten, die behaupten, der Glaube beruhe auf persönlicher Erfahrung. Es wird berichtet, dass er über Wojtylas Dissertation schrieb: „Schreibt viel. Sagt wenig.“
Der große Thomist warnte vor der Neuen Theologie, denn will man die Definition der Wahrheit „durch eine andere, nämlich eine vitalistische und evolutionistische Wahrheit ersetzen, führt (dies) zu einem vollständigen Relativismus, und dies ist ein schwerer Irrtum“.
„Außerdem – und darüber macht man sich keine Gedanken – führt dies zu Aussagen, welche die Feinde der Kirche gerne von uns hören möchten. Liest man ihre neueren Werke, sieht man, dass sie ein wahres Vergnügen daran haben und dass sie selbst Interpretationen unserer Dogmen vorschlagen, in denen die Rede von der Erbsünde ist, vom kosmischen Bösen, von der Menschwerdung, der Erlösung, der Eucharistie, von der am Ende stattfindenden Wiederherstellung aller Dinge (Allerlösung), vom kosmischen Christus, von der Konvergenz aller Religionen auf eine universale kosmische Mitte hin.“ (1) (Pater Garrigou-Lagrange, OP, S. 248)
In einer Fußnote schreibt er: „Autoren wie Téder und Papus lehren in ihrer Abhandlung über die martinische Lehre (Lehre des Illuminaten Louis-Claude de Saint-Martin, 1743-1803) einen mystischen Pantheismus und einen Neognostizismus, demzufolge alle Wesen aus Gott durch Emanation hervorgehen (…); alle sehnen sich danach, sich wieder in die Gottheit einzugliedern, und alle werden dorthin gelangen.
In mehreren neuen okkultistischen Werken ist die Rede vom modernen Christus, von seiner Fülle des Sternenlichtes, und zwar in einem Sinn, welcher keineswegs mehr der der Kirche ist, vielmehr sogar eine gotteslästerliche Nachäffung; denn es handelt sich immer um die pantheistische Leugnung des wahren Übernatürlichen, oft sogar um die Leugnung des Unterschieds zwischen dem moralischen Guten und dem moralisch Schlechten, um lediglich noch die des angenehmen oder nützlichen Guten und des kosmisch oder physische Bösen bestehen zu lassen, das mit der ausnahmslosen Wiederherstellung aller Dinge (Allerlösung) verschwinden wird.“ (ebd.)
Humanismus statt Katholizismus
Dr. Drolesky weist in seinem Artikel „Eine integrale Ökologie des Modernismus und Naturalismus“ auf die Ideen des progressistischen Philosophen Jacques Maritain, hin. Jacques Maritain wollte die katholische Kirche von der Wichtigkeit der „ganzheitlichen menschlichen Entwicklung“ überzeugen. Er betonte die Entwicklung eines ‚Humanismus‘, der als gemeinsame Grundlage für alle Religionen und Kulturen dienen könnte.
Maritain war ein Freund von Giovanni Battista Montini/ ‚Paul VI.), dessen Ideen auch von Karol Wojtyla/Johannes Paul II. propagiert wurden.
„Als philosophischer Evolutionist glaubte Maritain, dass der Personalismus und die gelebte ‚Erfahrung‘ der Menschen ein Verständnis der ‚Menschenwürde‘ und damit der ‚Brüderlichkeit‘ mit anderen prägen könnten. Damit lieferte er die Grundlage für die ständigen Verweise auf die ‚Menschenwürde‘ und die ‚Brüderlichkeit‘ sowohl von Wojtyla/John Paul II. als auch von Bergoglio, die Bergoglio in der Erklärung von Abu Dhabi am 4. Februar 2019 zum Ausdruck brachte. …
Die Anpassung von Maritains ganzheitlicher menschlicher Entwicklung an die sogenannte ‚Bewahrung der Schöpfung‘ ist daher nur eine logische Erweiterung seines Denkens, da die konziliaren Revolutionäre, die ihre ‚offizielle Versöhnung‘ mit der Welt unter Missachtung der Warnungen von Papst Pius IX. im Syllabus der Irrtümer vom 8. Dezember 1864 erreicht haben, in den letzten Jahrzehnten eine ‚Versöhnung‘ mit der geschaffenen Welt anstreben, die durch die Erbsünde zerrissen wurde und von den aktuellen Sünden der Menschen betroffen ist.“ (Dr. Drolesky)
Wojtyla machte im Januar 1986 in Indien u.a. folgende Bemerkungen:
„Die volle Wahrheit über den Menschen stellt ein ganzes Programm für weltweites Engagement und Zusammenarbeit dar. Mein Vorgänger Paul VI. ist immer wieder auf das Konzept der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung zurückgekommen, weil es auf der Wahrheit über den Menschen beruht. Er schlug sie als den einzigen Weg vor, um den wahren Fortschritt des Menschen zu jeder Zeit, aber besonders in dieser Phase der Geschichte zu erreichen. Insbesondere betrachtete Paul VI. die ganzheitliche Entwicklung des Menschen als Voraussetzung für das Erreichen des großen und alles durchdringenden Gutes, des Friedens. In der Tat erklärte er, dass diese Entwicklung ‚der neue Name für den Frieden‘ ist.
In der heutigen Welt ist es notwendig, dass alle Religionen für die Sache der Menschheit zusammenarbeiten, und zwar unter dem Gesichtspunkt der spirituellen Natur des Menschen. Als Hindus, Muslime, Sikhs, Buddhisten, Jains, Parsen und Christen versammeln wir uns heute in brüderlicher Liebe, um dies durch unsere bloße Anwesenheit zu bekräftigen. Indem wir die Wahrheit über den Menschen verkünden, betonen wir, dass das Streben des Menschen nach zeitlichem und sozialem Wohlergehen und voller Menschenwürde den tiefen Sehnsüchten seiner geistigen Natur entspricht.
Dies ist der Humanismus, der uns heute vereint und uns zu brüderlicher Zusammenarbeit einlädt. Dies ist der Humanismus, den wir allen jungen Menschen, die heute hier anwesend sind, und allen jungen Menschen in der Welt anbieten. Dies ist der Humanismus, zu dem Indien einen unvergänglichen Beitrag leisten kann. Es geht um das Wohlergehen der gesamten menschlichen Gesellschaft, um den Aufbau einer irdischen Stadt, die bereits die ewige Stadt vorwegnimmt und die in ihrer ersten Form die Elemente enthält, die für immer Teil der ewigen Bestimmung des Menschen sein werden. …
Wie auch immer wir unsere geistige Vision des Menschen beschreiben, wir wissen, dass der Mensch im Mittelpunkt von Gottes Plan steht. Und wir alle sind dazu berufen, für den Menschen zu arbeiten – zu arbeiten und zu schuften für seine Verbesserung, für seinen Fortschritt, für seine ganzheitliche menschliche Entwicklung. Als Geschöpf und Kind Gottes ist der Mensch heute und immer der Weg der Menschheit – der Mensch in der vollen Wahrheit seiner Existenz!“
Quelle: Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/integral-ecology-modernism-and-naturalism
Inwiefern unterscheidet sich der Ton dieser Erklärung wesentlich von der „Erklärung zur Brüderlichkeit aller Menschen“ von Abu Dhabi des Konzilspapst und Apostaten Jorge Bergoglio?
Dies ist eine überarbeitete Fassung, die unter dem Titel „Die Allerlösungslehre ist eine okkulte Theorie“ auf weltgeschehen.info veröffentlicht wurde.







