Sympathie für Judas Iskariot in der Konzilssekte
Der Schutzpatron der Konzilskirche heißt Judas Iskariot
Angesichts der ungeheuerlichen Gotteslästerungen, die in der Konzilskirche seit Jahren ungesühnt begangen werden dürfen, ist nochmals ein Rückblick auf die ungeheuerlichen Aussagen des Jorge Bergoglio von Nöten, um die Normalisierung der Selbstmorde durch die Konzilskirche zu verstehen. Die Autorin Simone Caleffi hat in ihrem Artikel mit der Überschrift ‚Unser Bruder Judas – Zweifel und Fragen zum Verrat des Judas‘ die Katholiken davon überzeugen wollen, Sympathie für Judas Iskariot zu entwickeln. Ihr Artikel erschien im L’Osservatore Romano am 29. März 2023, kurz vor der Karwoche. Wir werden sehen, wie nicht nur sie, sondern eine erkleckliche Anzahl von modernistischen Theologen Sympathie für Judas Iskariot entwickelt haben.
Quelle: wikimedia | Public Domain Mark 1.0
Der Teufel holt die Seele des erhängten Judas. Malerei von Giovanni Canavesio in der Kapelle Notre-Dame-des-Fontaines bei La Brigue um 1492.
Die Rehabilitierung des Verräters Judas Iskariot durch die heutigen Verräter
Die Zeitung L’Osservatore Romano dokumentierte bereits im April 2021 Sympathie für Judas Iskariot und seine Rehabilitierung
Der Leitartikel der am Gründonnerstag erschienenen Ausgabe trug den Titel „Judas und der Skandal der Barmherzigkeit“. In diesem Beitrag erklärt der Autor Andrea Monda, dass der Karfreitag dazu geeignet ist, die „tragischste und verstörendste“ Figur des Evangeliums zu ehren. Damit wird die Rehabilitierung des Verräters Judas Iskariot offiziell.
Auf Seite 3 konnte man die Predigt von Pater Mazzolari († 1959) aus dem Jahr 1958 lesen. Er glaubte, dass Christus dem Verräter Judas vergeben habe. Dann folgt ein kurzer Kommentar von ‚Kardinal‘ Carlo Maria Martini zur Predigt von Mazzolari. Martini behauptet, dass jeder von uns einen Judas in sich haben kann.
Giovanni Papini (†1956), Konvertit und italienischer Faschist, argumentiert in seinem Text, dass Judas einen Hintergedanken gehabt haben muss, um Christus zu verraten. Denn 30 Silbermünzen sind nicht so viel wert, als dass man seinen Meister verraten würde. Schließlich gibt es einen Text des italienischen Schriftstellers Giuseppe Berto (†1978), ebenfalls Faschist, der sich später als Anarchist verstand. Er kam tatsächlich auf die wahnsinnige Idee, dass Christus seine Verherrlichung Judas verdanke.
Mit dieser Rehabilitierung des Judas Iskariot hat die Konzilskirche eine grundlegende und folgenschwere Umkehrung der bisherigen Lehre von der Verdammung des Verräters vollzogen, wie wir weiter unten zeigen werden. Den zur Hölle verdammten Judas als unseren Bruder zu sehen, ist schon schwer vorstellbar. Aber für seine verbrecherischen Handlungen Sympathie zu entwickeln, ist eine unglaubliche Unzumutbarkeit.
Jeder von uns soll einen Judas in sich haben
In diesem Beitrag wollen wir deshalb unseren Blick darauf fokussieren, warum in der Konzilskirche entgegen der heiligen Schrift und der Lehre der katholischen Kirche Judas Iskariot nicht mehr als ein Verdammter angesehen wird. Denn diese Sichtweise hat seine tieferen Gründe. Es reicht nicht aus, nur zu konstatieren, dass die Konzilskirche Judas Iskariot rehabilitiert hat.
‚Kardinal‘ Martini behauptete also in seinem Beitrag, dass jeder von uns einen Judas in sich habe. Und Simone Caleffi möchte uns Sympathie für Judas, den Verräter, der unser Bruder ist, beibringen.
Bei dem Titel ‚Sympathie für Judas Iskariot‘ kommt uns sofort die Assoziation mit einem Rocktitel der Rolling Stones. In ihrem Repertoire ist ein Lied namens ‚Sympathy for the Devil‘ (Sympathie für den Teufel). In dem Beitrag von Wikipedia über diesen Rocktitel können wir lesen: „Das Lied weist dem Teufel, den es in einem ekstatischen Samba-Rhythmus beschwört und als dessen Verkörperung Mick Jagger hier auftritt, menschliche Eigenschaften zu: Er will als eine Art Mann von Welt und Gentleman unter Gentlemen behandelt werden. Kernaussage ist schließlich, dass in jedem Menschen ein Teufel wohne.“
‚Sympathy for the Devil‘ (Sympathie für den Teufel)
Diese Aussage ergibt sich aus der Liedzeile, wie hier deutlich wird:
„I shouted out
Who killed the Kennedys?
When after all
It was you and me“
Just as every cop is a criminal
And all the sinners saints
As heads is tails
Just call me Lucifer
‚Cause I’m in need of some restraint
„Ich rief aus
Wer hat die Kennedys getötet?
Doch letztendlich
Waren es du und ich.
So wie jeder Polizist ein Verbrecher ist
Und alle Sünder Heilige
So wie Kopf Schwanz ist
Nennt mich einfach Luzifer
…“
In dem Song bittet Satan um ‚Verständnis‘, ansonsten werde er die Seelen derer verdammen, die ihn nicht respektieren.
In den Beiträgen im L’Osservatore Romano werden wir gebeten, Verständnis für Judas Iskariot, in den der Teufel eingefahren ist, zu haben, ansonsten …
Die Judas-Kirche ist die Kirche der Verdammten
Da Judas Iskariot unser Bruder ist, wie Simone Caleffi ihren Artikel betitelt, kann auch jeder von uns einen Judas in sich haben. Das ist aber nach Meinung dieser Leute nicht weiter schlimm oder besorgniserregend. Denn schließlich hat der Verräter bereut. Denn durch die unendliche Barmherzigkeit Gottes sei auch Judas gerettet worden.
Der Grundgedanke hinter dem erwähnten Artikel von Caleffi im L’Osservatore Romano ist eine der Konzilstheologie eigentümliche Auffassung. Die Kirche, die am meisten mit Jesus Christus vereint und eins mit ihm ist, ist die Kirche des Judas, die Kirche der Verdammten. Dies war bereits von Urs von Balthasar entwickelt worden. Er, der Mentor von Karol Wojtyla und Joseph Ratzinger, vertrat die Auffassung, dass Judas die ‚dunkle Seite‘ der Erlösung darstellte, während unser Herr Jesus Christus die ‚helle Seite‘ der Erlösung war. Er ging sogar so weit zu behaupten, dass die Erlösung gleichzeitig durch den am Kreuz hängenden Jesus und den am Feigenbaum hängenden Judas vollzogen wurde.
Jorge Bergoglio hatte folgerichtig betont, dass Judas der Patron und das Symbol der „marginalisierten Minderheiten“ wäre, die von einer tyrannischen Kirche unterdrückt werden. Er ist, wie wir wissen, von der ‚Unschuld‘ des Judas sehr überzeugt. Dazu hatte er öffentlich erklärt, dass er hinter seinem päpstlichen Schreibtisch ein Bild aufbewahrt, das den Selbstmord von Judas zeigt. Auch Jorge Bergoglio will uns in seinen verschiedenen Erklärungen zum Verräter Judas Iskariot Glauben machen, dass Judas durch die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus gerettet wurde.
Jorge Bergoglios Sympathie für den Verräter Judas
Jorge Bergolgio hatte bereits in früheren Jahren mehrmals seine absonderliche Theologie über den Verräter Judas Iskariot verkündet. So sagt er in einer Predigt Folgendes:
Predigt vom 6. Dezember 2016
„Das wohl beste Beispiel in der Bibel für ein verlorenes Schafes ist doch Judas. Er war ein Mensch, der immer und immer wieder ein verbittertes Herz hatte. Immer musst er jemand kritisieren, war immer distanziert. Er kannte nicht das Süße des gemeinsamen Lebens mit allen anderen. Und weil dieses Schäflein nie zufrieden war – Judas war ein unzufriedener Mann! – ist er immer geflohen. Er floh, weil er ein Dieb war. Andere fliehen, weil sie ein lüsternes Leben führen. Aber sie fliehen, weil in ihren Herzen jenes Dunkle herrscht, das sie von der Herde trennt.
Das ist ein Doppelleben vieler Christen – und mit Schmerz müssen wir auch sagen, dass darunter Priester und Bischöfe sind – und Judas war ja auch ein Bischof, einer der ersten sogar, nicht wahr? Er war aber ein verlorenes Schaf, der Arme!“
Diese Bezeichnung, so Bergoglio in seiner Predigt, stamme übrigens von Don Primo Mazzolari. Dieser italienische Priester stand beim Montinischen Räuberkonzil für eine „Kirche für die Armen“ ein.
„Da gibt es ein Wort in jener Bibelstelle über Judas, bei der steht, dass Judas sich erhängt und ,bereut´ habe. Der Herr ist gut, auch für diese Schafe, er hört nie auf, sie zu suchen. Ich glaube, der Herr nimmt dieses Wort – ,bereut´ – und trägt es mit sich. Aber was bedeutet das?
Es bedeutet, dass die Liebe Gottes bis zuletzt in dieser Seele gewirkt hat, bis zum Moment der Verzweiflung. Das ist das Verhalten des Guten Hirten mit den verlorenen Schafen. Das ist die freudige Weihnachtsbotschaft, die unsere Herzen wandelt und uns Trost im Herrn suchen lässt – nicht in jenen Tröstungen, die wir aufsuchen, um vor der Realität, den inneren Qualen und Spannungen zu fliehen.“ (Quelle: Wer Zärtlichkeit Gottes nicht kennt)
Ein verlorenes Schaf sei also, so Bergoglio, nicht einer, der einen Fehler begeht, sondern einer, der eine Krankheit habe. Das habe aber Judas nicht erkannt. Dieser habe sich in der Dunkelheit seines Herzen auf die „falsche Fährte“ führen lassen. Statt auf das Licht Gottes habe Judas auf das „Licht der Weihnachtsdekorationen“ geschaut, also auf künstliche, falsche Lichter, so der falsche Papst.
Indem er darauf hinwies, dass Judas selber einer der ersten Bischöfe (!?) war, erinnerte der Papst sich an eine schöne Predigt von Pater Mazzolari, in der er Judas als verlorenes Schaf bezeichnete:
„Bruder Judas, sagte er, was geschah in deinem Herzen?“ Franziskus sagte, wir müssen die verlorenen Schafe verstehen: jeder und jeder von uns hat etwas in uns von den verlorenen Schafen …
Der Papst fuhr fort zu erklären, dass es nicht so sehr ein Fehler als eine Krankheit des Herzens ist, dass ein Schaf irren lässt und er sagte, es ist etwas, dass der Teufel ausnutzt.
Der Papst sagte, dass die Bibel uns erzählt, dass „der Herr gut ist, er nie aufhört, nach den verlorenen Schafe zu suchen“ und sie sagt uns, dass, als Judas sich erhängte, er bereut hatte. „Ich glaube, dass der Herr dieses Wort (Umkehr) nehmen und es mit Ihm bringen wird“, sagte er. „Und es sagt uns, dass bis zum Ende Gottes Liebe in dieser Seele gearbeitet hat.“ (Quelle: Radia Vatikan)
Predigt vom 13. Dezember 2016
Das „intellektualistische, kasuistische, selbstgemachte Gesetz“ sei an die Stelle der Zehn Gebote getreten, habe das „vom Herrn gemachte Gesetz“ beiseite geschoben. Opfer dieser Machenschaften sei „das demütige, arme Volk, das auf den Herrn vertraut“, gewesen. Auch Judas sei einer aus diesem einfachen Volk gewesen:
„Judas war ein Verräter, er hat sehr gesündigt – aber dann hat er bereut und ist zu den Schriftgelehrten gegangen, um ihnen das Geld zurückzugeben. Und was haben die gesagt? Etwa: du warst doch auf unserer Seite, sei unbesorgt, wir können dir alles vergeben …
Nein! Sie haben gesagt: Damit musst du selber fertigwerden. Das ist nicht unser Problem. Und sie haben ihn damit alleingelassen. Die Hirten haben den armen Judas nicht aufgenommen. Weil sie vergessen hatten, was das ist, ein Hirte. Sie hatten die Macht, sie predigten eine Moral, die aus ihrer Intelligenz kam, aber nicht aus der Offenbarung Gottes.“ (
Quelle: Predigt v. 13.12.2016)
Judas ein „schwer zu verstehender Charakter“?
Ein weiterer Versuch, Judas zu rehabilitieren, ist in dem Buch ‚Pater Nostro‘ zu finden, indem Jorge Bergoglio Don Marco Posso ein Interview gewährte. Ein Auszug, der am 23. November 2017 von Il Corriere della Sera veröffentlicht wurde, zeigt, wie Jorge Bergoglio die traditionelle katholische Lehre leugnet, dass Judas verdammt wurde. Er präsentiert Judas als „einen schwer zu verstehenden Charakter“: Erstens bereut er aufrichtig; zweitens lehnen ihn die „Gerechten“ – die Priester – ab; drittens, da er „keinen Ausweg aus seiner Situation finden kann“, wird er von einer „Schuld überwältigt, die ihn erstickt“. Dies ist eine sympathische Darstellung des Verräters Judas, der durch die mangelnde Barmherzigkeit der „Gerechten“, der Priester verraten wird.
P. Primo Mazzolari verteidigt den Verrat von Judas
In der Ausgabe von L’Osservatore Romano ist auch die Predigt von P. Mazzolari über Judas Iskariot abgedruckt.
In der Predigt heißt es u.a.:
„Ich kann nicht anders, als zu denken, dass auch für Judas die Barmherzigkeit Gottes, diese Umarmung der Nächstenliebe, dieses Wort Freund, das der Herr zu ihm sagte, während er ihn küsste, um ihn zu verraten, ich kann nicht anders, als zu denken, dass dieses Wort nicht den Weg in sein armes Herz gefunden hat.
Und vielleicht wird auch Judas im letzten Moment, als er sich an dieses Wort und die Annahme des Kusses erinnerte, gespürt haben, dass der Herr ihn immer noch liebte und ihn dort unter den Seinen aufnahm. Vielleicht der erste Apostel, der zusammen mit den beiden Dieben eintrat. Eine Prozession, die dem Sohn Gottes sicher keine Ehre zu machen scheint, wie manche meinen, die aber eine Größe seiner Barmherzigkeit ist.“
Der von Jorge Bergoglio erwähnte Priester Pater Mazzolari, den er nicht zum ersten Male in seinen Predigten erwähnt hatte, geriet unter Pius XII. in Konflikt mit den kirchlichen Autoritäten.
Mazzolari war als Revolutionär bekannt und geriet oft in Konflikt mit den kirchlichen Autoritäten, bis der Erzbischof von Mailand, Giovanni Montini (!), der spätere Papst Paul VI., ihn unter seinen Schutz nahm. Mazzolari hatte Bücher geschrieben, die wegen der radikalen antikatholischen Ideen aus dem Verkehr gezogen wurden. Neben seiner Predigt über Judas Iskariot predigte er über die „Kirche der Armen“, griff die Lehre vom gerechten Krieg an, glaubte an die religiöse Freiheit und an den Pluralismus. Viele seiner Ideen wurden in die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils aufgenommen; er ist also auch einer der geistigen Väter dieses Konzils.
P. Cantalamessa predigt über Judas Iskariot
Der Franziskaner und „Hofprediger“ P. Cantalamessa, der sich auch den charismatischen Segen und damit den bösen Geist über sich herabrufen ließ und durch einige andere Predigten sich als Abtrünniger offenbart hat, predigte am Karfreitag, dem 19. April 2014 u.a. folgendes:
„Doch dürfen wir nicht voreilig urteilen. Jesus hat Judas nie verlassen, und niemand weiß, wohin er gefallen ist, als er sich mit einem Strick um den Hals vom Baum stürzte: ob in die Hände Satans oder in die Arme Gottes. Wer kann schon sagen, was ihm in seinen letzten Lebensaugenblicken durch den Sinn gegangen ist? „Freund“ ist das letzte Wort, das Jesus im Gethsemani zu ihm sagte; er kann es nicht vergessen haben, wie er auch Jesu Blick nicht vergessen haben kann.
Es stimmt zwar, dass Jesus von seinen Jüngern zum Vater sagte: „Keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens“ (Joh. 17,12); doch hier spricht er, wie so viele andere Male, nicht in der Perspektive der Ewigkeit, sondern aus der Sicht der Welt. Auch das andere furchtbare Wort, das über Judas gesagt wird: „Weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre“ (Mk. 14, 21), bezieht sich auf die Ungeheuerlichkeit seiner Tat und muss nicht zwingend bedeuten, dass seine Seele in Ewigkeit verloren ist.“
Die Neuerer und Revolutionäre in der Montinischen Konzilskirche haben die Frechheit besessen, zu behaupten: „Die Lehrautorität der Kirche sagt nicht eindeutig, dass Judas definitiv in der Hölle ist.“
Doch diese Auffassung widerspricht sowohl den Aussagen in der Heiligen Schrift wie auch den Auslegungen der katholischen Kirche und ihrer Exegeten.
Siehe den Beitrag
Die Irrlehre der Konzilskirche über den Verräter Judas Iskariot
Auch wenn Jorge Bergoglio öffentlich die Irrlehre über die Erlösung des Judas in mehreren Wortmeldungen verbreitete, war er doch nicht der erste, der solch eine Auffassung vortrug. Er formuliert nur die Lehre des Lieblings-Theologen von Joseph Ratzinger, des Schweizers Urs von Balthasar. Dieser war Mentor von Karol Wojtyla und Joseph Ratzinger. Beide unterstützten ebenfalls Baltahsars Lehre und hatten nur höchstes Lob für ihn übrig. Joseph Ratzinger gründete sogar die Casa Balthasar in Rom, um die häretischen Lehren von Ues von Baltahsar zu verbreiten, insbesondere an die Seminaristen.
Urs von Balthasar gotteslästerliche Theologie über Judas Iskariot
Urs von Balthasar war ein früher Verteidiger des Verrats von Judas. Er konstruierte eine ganz neue Theologie, um Judas vor der ewigen Verdammnis zu retten. Wir geben die frevelhafte Theologie wieder, wie sie in dem Beitrag „What Is Behind Francis’ Rehabilitation of Judas?“ aufgezeigt wird.
„Der Argumentation des Theologen folgend, war es Gott der Vater, der Christus verriet, indem er ihn einem grausamen Tod auslieferte. Der Vater tat also zuerst, was Judas später tat.“ Der Leser sieht sich, wenn er dieser Theologie folgt, gezwungen, von Balthasar zuzustimmen, dass entweder beide Verräter sind – Gottvater und Judas – oder keiner von beiden schuldig ist. Von Balthasar behauptet, dass Judas von Gott auserwählt wurde, um die Rolle seines Stellvertreters zu spielen. „Damit spricht der Theologe Judas frei, indem er ihn als einen Diener Gottes darstellt, der das Urteil des Vaters ausführte.“
In einem anderen Werk schließt sich von Balthasar der Theorie des französischen Dichters Charles Peguy an, „dass die Liebe Christi zu Judas, als Er am Kreuz hing, so groß war, dass Er wie „ein Wahnsinniger“ schrie, um seine Unangepasstheit gegenüber der Verdammnis des Verräters auszudrücken. Es ist schon schlimm genug, unseren Herrn als einen Verrückten darzustellen, aber anzunehmen, dass die letzten Worte Christi an den Vater in Seinem Todeskampf von Mitleid für Judas inspiriert waren, ist blasphemisch. Von Balthasar fährt fort, ein Bild von Judas zu malen, das nach unserer Sympathie ruft, mit dem Ziel, den gerechten Schrecken zu mindern, den wir für seinen Verrat haben sollten.“
Urs von Balthasar’s „Kirche der Verurteilten“
Von Balthasar hat aber nicht nur bloße Sympathie für Judas. Er schlägt eine „Kirche der Verurteilten“ vor. Er nennt sie „die von unserem Herrn am meisten bevorzugte Kirche“. „Christus ist sowohl mit dem bösen Dieb als auch mit Judas – den Verdammten und am meisten Verlassenen, wie Christus selbst – vereint und steigt mit ihnen in die Hölle hinab. Dann erlöste er alle Verdammten in der Hölle und steigt mit ihnen in den Himmel auf und lässt die Hölle leer.
Aber es gibt noch mehr. Von Balthasar glaubt, dass Judas durch seinen Verrat und seinen Selbstmord eine Rolle der Miterlösung spielte. Anstatt wie Christus sein Blut für die Menschen zu vergießen, entleert Judas seine Eingeweide.
Nach Balthasar muss Gott alle Menschen zum Heil führen – ob sie wollen oder nicht, wobei er damit zugleich suggeriert, dass letztlich doch alle gerettet werden wollen – und die Hölle muss leer sein, wenn Gott sich nicht sagen lassen wolle, er sei mit Seinem Heilswerk gescheitert.
Diese neuartige Lehre, die Urs von Balthasar sich ausgedacht hat, ist in die neue Theologie des sog. „Zweiten Vatikanischen Konzils“ eingeflossen. Sie wurde von Karol Wojtyla und Joseph Ratzinger gelobt und unterstützt. Jorge Bergoglio wiederholt nur diese frevelhafte, blasphemische Theologie.
Karol Wojtyla’s falsche „Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit“
Nur wenige wissen, dass dieser Häretiker Mentor von Karol Wojtyla und Joseph Ratzinger war. Beide Pseudo-Päpste unterstützten von Balthasars Lehre voll und ganz. Sie lobten ihn als den „bedeutendsten Theologe des 20. Jahrhunderts“ in den höchsten Tönen. Joseph Ratzinger bewunderte ihn und seine Irrlehren so sehr, dass er die Casa Balthasar in Rom gründete. Er half somit dabei, die Häresien von Henri de Lubac, Hans Urs von Balthasar und Adreinne Speyr zu verbreiten, insbesondere unter den Seminaristen. Ratzinger hatte als ‚Papst em.‘ verkündet, dass er (nur) die Werke seines glühend verehrten Meisters Urs von Balthasar mit in seine neue Wirkstätte mitnehmen werde.
Gleichzeitig mit der gotteslästerlichen Theologie des Herrn von Balthasar haben unter anderem die gleichen Personen alles daran gesetzt, die falsche Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit der Schwester Faustina Kowalska zu verbreiten.
Diese Andacht verleitet die Gläubigen dazu, zu glauben, daß sie weder gegen die schlechten Einflüsse der Welt, noch gegen die Versuchungen des Teufels, noch gegen die eigenen schlechten und bösen Leidenschaften als Folge der Erbsünde kämpfen müssen. Stattdessen bräuchten sie nur auf die göttliche Barmherzigkeit zu vertrauen. Diese Vertrauen würde schon ausreichen, den Menschen zum ewigen Heil zu führen. (Schwester Faustinas Tagebucheinträge 699, 1074, 1485, 1578)
Diese Andacht ist eine Neuauflage der Häresie des Quietismus von Miguel de Molinos. Diese Häresie besagt, dass der Mensch nichts zu tun braucht, um gerettet zu werden, sondern sich ganz Gott anvertrauen muss, um die Gnade wirken zu lassen.
Verurteilung der falschen Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit
Zweimal hat das Heilige Offizium Erklärungen gegen Sr. Faustina und die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit abgegeben. Zusammen genommen verbieten diese Erklärungen des Heiligen Offiziums die Verbreitung der Werke und Andachten von Sr. Faustina, verbieten die Einführung des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit (ein zentraler Grundsatz ihrer Andachten) und beauftragen einzelne Bischöfe, Bilder, die mit der Andacht in Verbindung gebracht werden, vorsichtig zu entfernen. Auch die Aufnahme ihrer Werke in den Index Librorum Prohibitorum bedeutet eine ausdrückliche Verurteilung.
Darüber hinaus stellte das erste Dekret des Heiligen Offiziums in dieser Angelegenheit (19. November 1958) fest, daß die Offenbarungen an Sr. Faustina nicht, wie von ihr behauptet, von sicher göttlichem Ursprung sind.
Am 6. März 1959 erfolgte eine Wiederholung der Verurteilung der falschen Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit durch das Heilige Offizium. Denn die falschen Visionen von Schwester Faustina verbreiteten sich im Ungehorsam weiter aus, und so verbot das Hl. Offizium erneut den Gläubigen, ihre Bilder sowie die Schriften von Sr. Faustina zu verbreiten.
Die zwei Erklärungen des Heiligen Offiziums
Die beiden Erklärungen des Heiligen Offiziums lauten:
19. November 1958: Plenarsitzung des Heiligen Offiziums
1. Die übernatürliche Natur der Offenbarungen an Sr. Faustina ist nicht offensichtlich.
2. Es wird kein Fest der göttlichen Barmherzigkeit eingeführt.
3. Es ist verboten, Bilder und Schriften zu verbreiten, die diese Verehrung in der von Sr. Faustina empfangenen Form propagieren.
6. März 1959 Acta Apostolicae Sedis, Bd. 51 (1959), S. 271
1. Die Verbreitung von Bildern und Schriften, die die Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit in der von derselben Sr. Faustina vorgeschlagenen Form propagieren, wurde verboten.
2. Es bleibt der Klugheit der Bischöfe überlassen, über die Beseitigung der genannten Bilder zu urteilen, die bereits zur öffentlichen Ehre ausgestellt sind.
Das Heilige Offizium war bis zu den Reformen, die aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil kamen, das offizielle Organ des Papstes, um sich zu lehrmäßigen Fragen zu äußern. Es trug das Gewicht der päpstlichen Autorität. Die Verurteilung des Heiligen Offiziums wirkt effektiv wie eine päpstliche Verurteilung. Ja, das Heilige Offizium sprach mit päpstlicher Autorität.
Damit ist hinreichend bewiesen, dass die falsche Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit durch die Kirche verurteilt wurde.
Die Verurteilung blieb trotz der überwältigend positiven Sicht, die von Karol Wojtyla und seinen Mitprogressivisten präsentiert wurde, für mehr als 13 Jahre in Kraft, bis zum April 1978. Also lange nachdem das Heilige Offizium und der Index der Verbotenen Bücher aufgehört hatten zu existieren.
Die Verurteilung blieb trotz der überwältigend positiven Sicht, die von Karol Wojtyla und seinen Mitprogressivisten präsentiert wurde, für mehr als 13 Jahre in Kraft, bis zum April 1978. Also lange nachdem das Heilige Offizium und der Index der Verbotenen Bücher aufgehört hatten zu existieren.
Karol Wojtyla arbeitete an der Aufhebung der Verurteilung
Kardinal Ottaviani erlaubte keine erneute Untersuchung des Falles von Schwester Faustina. Aber er erlaubte dem damaligen Erzbischof Karol Wojtyla, auf dessen eigenen Wunsch, eine Untersuchung zu leiten. 1965 erhielt er die Erlaubnis, Zeugnisse zu sammeln und einen weiteren Informationsprozess über ihr Leben zu eröffnen.
Erzbischof Wojtyla arbeitete dann daran, die Verurteilung aufzuheben. Als Johannes Paul II. hat er dann den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit als offiziellen Festtag in der Liturgie des Novus Ordo eingeführt, Schwester Faustina selig gesprochen und später sogar zur Heiligen erklärt. Er bezeichnete ihre Verbreitung als „meine besondere Aufgabe“.
Die Andacht spiegelte in vielerlei Hinsicht eine theologische Sichtweise wider, die eng auf der Linie der eigenen progressivistischen Neigungen von Karol Wojtyla lag. Einer der unter ihm untersuchenden Priester ging so weit, die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit als „zweite Taufe“ zu proklamieren. Es war dasselbe Team, das die Frage der Fehlübersetzungen als Ursache für die Verurteilung durch das Heilige Offizium aufbrachte.
Erst nachdem die Frage aufkam, ob die Verurteilung noch in Kraft sei, erklärte die Glaubenskongregation 1978 – in den letzten Monaten des Pontifikats Pauls VI. – die Zensur ihres Vorgängers (des Heiligen Offiziums) für ungültig und begründete dies mit der „Meinung vieler polnischer Ordinarien“ – also Wojtyla und seiner Adepten – sowie mit der vagen Ausrede „veränderter Umstände“.
Während also unter Pius XII. und Johannes XXIII. die Verehrung verurteilt wurde, wurde unter Paul VI. die Verurteilung aufgehoben.
Die falsche Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit wird zur Hauptandacht der neuen Kirche erhoben
Mit der gotteslästerlichen Theologie eines Urs von Balthasar und der falschen Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit konnte nun Jorge Bergoglio seine absonderliche Theologie über den Verräter Judas als offizielle Lehre im Hausblatt vorstellen.
Es gibt einen Widerspruch zwischen der Lehre der Kirche vor diesen Verurteilungen und der Lehre nach ihnen.
Nach dem Räuberkonzil, auch genannt „Das Zweite Vatikanische Konzil“, gab es eine „Neue Theologie“. Die Folge war, daß das, was früher wahr war, jetzt falsch ist; und das, was früher falsch war, heute wahr ist. So war konsequenter Weise die falsche Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit die geeignete Andacht einer neuen, aber falschen Theologie geworden. Durch die Heiligsprechung von Schwester Faustina und durch Förderung der falschen Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit wurde die wahre Andacht zum heiligsten Herzen Jesu verdrängt. Schließlich hat Karol Wojtyla den Weißen Sonntag durch den Barmherzigkeits-Sonntag ersetzt.
Mit der gotteslästerlichen Theologie eines Urs von Balthasar und der falschen Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit konnte nun Jorge Bergoglio seine absonderliche Theologie über den Verräter Judas als offizielle Lehre im Hausblatt vorstellen.
Die falsche Theologie der Barmherzigkeit führt zur Hölle
Der hl. Alphonse Maria von Liguori hat in seiner Predigt zum Sonntag Quinquagesima über die vermessentliche Barmherzigkeit folgendes gesagt:
Aber, sagst du, Gott ist ja barmherzig. Das ist eine andere gewöhnliche Täuschung, wodurch der Teufel die Sünder ermutigt, in einer Sünde fortzuleben. Ein frommer Schriftsteller sagt, die Barmherzigkeit Gottes schicke mehr Seelen in die Hölle, als Seine Gerechtigkeit. Das ist nämlich so zu verstehen, daß weil diese Verblendeten auf Gottes Barmherzigkeit vermessentlich vertrauen, sie fortfahren, zu sündigen, und auf solche Weise sich ins Verderben stürzen. Gott ist barmherzig! Das leugnet gewiss niemand.
Aber wie viele stürzt Er des ungeachtet täglich jeden Tag in die Hölle! Gott ist barmherzig, aber Er ist zugleich gerecht, und deshalb ist Er genötigt, den zu bestrafen, die ihn beleidigt. Gott übt freilich Barmherzigkeit an den Sündern,aber nur an jenen Sündern, welche, nachdem sie Ihn beleidigt haben, dies bitter bereuen, und welche Furcht haben, Ihn von neuem zu beleidigen. Er ist barmherzig denen, die Ihn fürchten (Luk. 1, 50), lehrt uns die göttliche Mutter. Aber an denen, welche Seine Barmherzigkeit missbrauchen, um Ihn nur noch mehr zu verachten, übt er Seine Gerechtigkeit …
Der heilige Augustinus sagt, dass, wer mit dem Gedanken eine Sünde begeht, dieselbe später bereuen zu wollen, kein Bußfertiger, sondern ein Spötter des Herrn sei. Der heilige Paulus lehrt uns aber, dass Gott sich nicht verspotten lasse: Täuschet euch nicht, Gott lässt seiner nicht spotten. Gal. 6, 7. Wir würden aber Seiner spotten, wenn wir Ihn beleidigten, wie es uns gefällt und so lange es uns beliebt, und dennoch meinten, später in den Himmel einzugehen. (Quelle: Hl. Alphonse von Liguori, Gesammelte Predigten, 1842, Vierzehnte Predigt, S.138)
Die Verehrung des Judas Iskariot bei den Gnostikern
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bereits die Gnostiker in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts den Verräter Judas hoch verehrten. Judas erfuhr Verehrung bei der gnostischen Sekte der Kainiten, die ein „Judas-Evangelium“ gebrauchten.
Im Kirchenlexikon können wir näheres über ihre Ansichten und Lasterhaftigkeit erfahren:
„Am höchsten stellten sie aber den Judas Iskarioth, welcher der Erleuchtetste, ja der einzig Erleuchtete unter den Aposteln und ein wahrer Wohltäter des Menschengeschlechtes dadurch gewesen sei, dass er den Erlöser den Juden überlieferte, entweder weil er erkannte, dass nur durch den Tod Jesu das Reich des Judengottes zerstört werde, oder weil er den (psychischen) Jesus für einen Verräter an der Wahrheit hielt (Tertull. 1. c).
Nach der Lehre der Kainiten musste der Mensch, um zur vollkommenen Gnosis und und zum Heil zu gelangen, die ganze Stufenleiter der Lasterhaftigkeit durchmachen; ja sie lehrten sogar, dass jedes Laster seinen eigenen Engel habe, der bei Ausübung der Tat selbst angerufen werden müsse. Sie verachteten die heilige Schrift, hatten aber mehrere apokryphe Bücher, z. B. das Evangelium des Judas und die Entrückung oder Offenbarung des hl. Paulus. Ihr Antinomismus übertraf wirklich alles an Frechheit; sie gestatteten namentlich die sodomitische Sünde und forderten von den Einzuweihenden die Verwünschung des Namens Jesu als des psychischen Messias.“
Sehen wir hier nicht die Parallele zwischen den Kainiten und der Konzilskirche? Wie diese so gestattet auch die Konzilssekte die sodomitische Sünde.
Jorge Bergoglios Verhältnis zum Verräter Judas Iskariot
Die einzigen Anschuldigungen, die Jorge Bergoglio gegen Judas Iskariot erhob, war in seiner Predigt vom 14. März 2013. Bergoglios Vorwurf gegen Judas lautete:
Judas lag falsch, weil er die Armut als Ideologie angenommen hat.
Die zweite und dritte Anklage von Bergoglio lauteten:
- Judas war ein Götzendiener des Geldes; in diesem Moment [als er den Einwand machte], trat Satan in sein Herz ein;
- Judas lag falsch, weil er sich von der Gemeinschaft isolierte.
Im Grunde waren dies die Anschuldigungen, die Bergoglio gegen Judas erhob.
In einem Interview vom 8. März 2017 mit der ‚Zeit‘ sprach Bergoglio auch über die Errettung des Verräters Judas. Er bezieht sich auf die heilige Schrift und behauptet tatsächlich wider allen theologischen Wissens:
„… Und schaut euch die Bibel an, in der es heißt: Als Judas sich seiner Tat bewusst wird, geht er zu den Hohepriestern. Die Bibel verwendet das Wort ‚Reue‘. Vielleicht hat er nicht um Vergebung gebeten, aber er hat Buße getan“.
Etwa Buße durch Selbstmord?
Wir haben bereits oben zu dieser falschen Behauptung Stellung genommen.
Bergoglios Interpretation des Kapitells von Vézelay
In einer Fernsehsendung des italienischen Senders Novus Ordo TV2000 gab es ein ausführliches Gespräch mit Jorge Bergoglio über das Vaterunser, das auch als Buch erschienen ist. In diesem Interview gab Herr Bergoglio zwar zu, dass Judas sich aus Verzweiflung umgebracht hat. Trotzdem bestand er darauf, dass der Verräter und Selbstmörder noch seine Seele habe retten können. Bezugnehmend auf ein mittelalterliches Kapitell, das sich an einer Säule der Basilika St. Maria Magdalena in Vézelay, Frankreich, befindet, erklärt Bergoglio:
„Auf den Lippen des Guten Hirten liegt ein Lächeln, das ich nicht ironisch nennen würde, aber ein bisschen mitschuldig“.
Es ist offensichtlich, dass es sich bei der Figur auf der linken Seite um Judas Iskariot handelt. Auf der rechten Seite dagegen sehen wir einen Mann, den Leichnam des Judas wegträgt. Der Mann, der die Leiche wegträgt, kann kaum der ‚Gute Hirte‘ resp. Jesus Christus sein, wie Bergoglio vorgibt. Dieser glattrasierte Mann, der die Leiche von Judas trägt, hat keine auffällige Ähnlichkeit mit irgendeiner anderen Christusdarstellung. Weder trägt er einen Bart noch lange Haare noch ein langes Gewand. Wir sehen keinen Hirtenstab und auch keinen Heiligenschein. Der Träger ist gekleidet wie ein Landmann im Mittelalter, mit einer typischen kurzen Tunika. Es ist einfach die dreiste Behauptung von Franziskus, er sei der Gute Hirte.
Dieser Bauersmann führt eindeutig die unangenehme Aufgabe aus, den Leichnam des selbstmörderischen Judas abzutransportieren. Nach dem damaligen Brauch erhielt ein Selbstmörder nach Einbruch der Dunkelheit ein schändliches Begräbnis. Die ‚ironische‘ Äußerung des Arbeiters hat nichts mit Mitgefühl zu tun. Sondern der Gesichtsausdruck drückt eher die Abscheu des Landmanns aus, der eine so ekelhafte Last trägt.
Nach Auffassung von Bergoglio ist Christus mitschuldig an den Verbrechen von Judas
Eine weitere Merkwürdigkeit ist die Behauptung von Franziskus, dass der „Gute Hirte“ lächelt. Tut er das wirklich? Es sieht nicht so aus. Noch schlimmer ist, dass Bergoglio dann sagt, dass dieses Lächeln „ein wenig mitschuldig“ ist – mitschuldig an was? Es gibt nur eine Möglichkeit: mitschuldig an Judas‘ Verbrechen, ihn zu verraten! Das ist eine weitere Blasphemie gegen unseren göttlichen Erlöser!
So muss uns auch die Tatsache nicht wundern, dass Bergoglio das Original des Gemäldes, das in der Zeitung L’Osservatore Romano abgedruckt ist, in seiner vatikanischen Residenz hat. Der Artikel enthüllt: „Dieses Gemälde von Jesus, der sich über Judas beugt, nimmt jetzt den Ehrenplatz an der Wand des päpstlichen Arbeitszimmers ein, neben der Skulptur von Jesus, der Judas trägt, enthüllt Monda“ (Jules Gomes, Rom rehabilitiert Judas am Gründonnerstag“, Church Militant, Apr. 2021). Es sei nebenbei erwähnt, dass Bergoglio den Verfasser des Artikels Monda 2018 zum Chefredakteur der Zeitung ernannt hat. (Quelle: Sympathie für den Teufel: Vatikanische Zeitung versucht am Gründonnerstag, Mitgefühl für Judas Iskariot hervorzurufen)
Nach Auffassung von Bergoglio hat Christus den Verrat entschuldigt
In einer weiteren Predigt an einem Karmittwoch im April 2020 erklärte Bergoglio, dass Christus selbst Judas nie ‚Verräter‘ genannt habe:
„Jesus hat gesagt, dass er verraten werden wird, aber Jesus hat nicht ‚Verräter‘ gesagt. Er sagt nie: ‚Geh weg, Verräter.‘ Niemals. Vielmehr nennt er ihn ‚Freund‘ und küsst ihn.“ (L’Osservatore Romano, 9. April 2020, S. 10)
Hier bezieht er sich auf die Worte Jesu an Judas, als dieser den Ölgarten betrat, um den Herrn mit einem Kuss zu verraten:
„Freund, mit einem Kuss lieferst du den Menschensohn aus?“
Bergoglio gibt vor, dass Christus Judas „Freund“ nannte, weil er den kommenden Verrat von Judas entschuldigen wollte. Das ist aber eine neue und zudem falsche Interpretation. Wie wir oben bei dem Psalm 40,10 bemerkt haben, bedeutet ‚Mein Freund‘ hier ‚mit dem ich Frieden hatte‘.
Die Kirche hat immer gelehrt, dass Christus Judas eine letzte Chance bot, um ihn von seinem abscheulichen Verbrechen abzubringen. Aber Judas lehnte diese Chance ab. Der heilige Augustinus sagt, dass er diese erhabene Einladung erhielt, um sein eigenes Verderben zu vermeiden, aber er lehnte sie ab und beharrte auf seinem bösen Vorhaben.
Bergoglio liefert wie seine Vorläufer eine Karikatur von Gottes Barmherzigkeit
Karol Wojtyla hatte in seiner Position als ‚Papst‘ der Konzilskirche die Irrlehre der Schwester Faustina über Gottes Barmherzigkeit zur neuen Lehre der Barmherzigkeit Gottes angeordnet. Was nun Jorge Bergoglio und vor ihm Urs von Balthasar, Pater Mazzolari mit Wojtyla vorgeschlagen haben, ist ein absurder Gott, der den reuelosen Sünder genauso behandelt wie den guten Menschen. Bei einem solchen Gott besteht keine Notwendigkeit für die Hölle. Und genau diese neue After-Theologie hat das Montinische Räuberkonzils gebilligt.
Diese höllische Theologie präsentiert eine Karikatur Gottes. Sie schürt Zweifel an der Existenz der Hölle. Sie spielt das abscheuliche Verbrechen des Gottesmordes herunter. Bereits verwirrte Katholiken werden weiter verwirrt und glauben nicht mehr an die unzerstörbare Lehre der Kirche.
Diese wenigen Beispiele sollen genügen, um zu zeigen, dass die verworrenen Versuche von Bergoglio, Judas zu rehabilitieren, auf einer viel tieferen und anstößigeren Theologie beruhen, als das, was er sich selbst ausdenken könnte. Es ist, wie wir immer wieder betonen müssen, die ketzerische Neue Theologie, die das Räuberkonzil übernommen hat und die die neu gegründete Konzilskirche inspiriert hat.
Was steckt hinter der Rehabilitierung von Judas Iskariot?
Es ist die Frucht der falschen Barmherzigkeit, die durch Schwester Faustynas Tagebuch in die Kirche eingedrungen war. Karol Wojtyla förderte die falsche Verehrung von Schwester Faustyna und verdrängte die Verehrung des heiligsten Herzens Jesu durch diese. Den Gipfel der Pervertierung der falschen Barmherzigkeit wird in der Verehrung des Verräters Judas Iskariot sichtbar.
Einige Gnostiker wie die Kainiten machten einen Ehren-Rettungsversuch für Judas und erklären ihn des Lobes würdig, weil er aus Eifer für das Heil der Welt Jesum verraten habe.
Nun versuchen erneut Ketzer, Judas Iskariot zu rehabilitieren. Warum dies? Wir haben oben gesehen, dass bereits eine neuen Theologie her musste, um diesen Schritt zu legitimieren. Aber es gibt wohl einen ganz nüchternen Grund für die Rehabilitierung von Judas.
Die Ketzer der neuen Kirche, ob wir diese Kirche nun Menschenmachwerkskirche, Freimaurerkirche, Afterkirche, Kirche Satans oder Judas-Kirche nennen, die neuen Judasse wissen, dass sie Jesus Christus mit dem Räuberkonzil verraten haben.
Sie haben Christus und seine Kirche verraten, Seine Lehre und den wahren Glauben der katholischen Kirche zerstört. Sie haben ihre Seele bereits getötet, also in gewissem Sinne bereits Selbstmord betrieben. Sie tolerieren oder fördern bzw. praktizieren selber die ungezügelten Leidenschaften, die Perversitäten und Sittenlosigkeit. Da ist es für sie mehr als notwendig, Judas Iskariot zu rehabilitieren, um selbst rehabilitiert zu sein. Wer den Verräter Jesu und seine Taten einschließlich den Selbstmord verteidigt, der kann ohne Gewissensbisse auch seine ruchlosen Taten verteidigen. Falls es bei ihnen überhaupt noch Gewissensbisse geben sollte.
Judas Iskariot als Schutzpatron für die universelle Erlösung
Es ist also kein Zufall, dass die Konzilsrevolutionäre Judas Iskariot für sich als Schutzpatron der Konzilskirche entdeckt haben. Denn der Fall des Verräters Judas und seine Verdammnis stört nicht nur ihre Auffassung von einer leeren Hölle, sondern auch ihre Vorstellung von der universellen Erlösung („alle werden gerettet“). Denn das Neue Testament weist Judas als den konkreten und gesicherten Fall eines Verdammten aus. In gewissem Sinne verkörpert Judas also genau das, was die Konzilskirche völlig aus dem Bewusstsein der Menschen tilgen will. Und das ist die Realität der ewigen Bestrafung der Bösen in der Hölle. Nicht umsonst hatte Montini in seiner Liturgiereform bei den Wandlungsworten gemäß der neuen Theologie der Allerlösung bereits das ‚für viele‘ durch das ‚für alle‘ ersetzt.
Wir können die Liebesaffäre mit Judas Iskariot gut verstehen, wenn wir den satanischen Verrat der Konzilskirche an Christus in ihren Reden und Taten betrachten. Es sind dies vornehmlich
- die Liebe zu der himmelschreienden Sünde der Sodomie
- der Götzendienst und die blasphemischen Gottesdienste
- die Inkulturation heidnischer Kulte in den Novus-Ordo-Gottesdienst
- die Gotteslästerungen im allgemeinen und im konkreten
- die Heuchelei der Gottesverehrung
Die Hierarchie in der Konzilskirche, allen voran der Anti-Papst, weiß genau, dass sie Christus und die katholische Kirche verraten haben. Sie agieren wie Judas Iskariot, so wie oben charakterisiert. Sie führen das gleiche Heuchlerleben des Judas. Und darum wissen sie um ihr Schicksal, wenn sie sich nach der wahrhaftigen katholischen Lehre richten würden.
Mit der neuen Theologie und der Rehabilitierung des Judas versuchen sie, ihr eigenes böses Gewissen zu besänftigen. Sie meinen, mit ihren bösen Reden und Taten trotzdem der Verdammnis zu entgehen. Mit ihrer Propaganda der ausschließlichen Barmherzigkeit Gottes, die selbst den reuelosen Sünder nicht verdammt, verführen sie die Katholiken dazu, in ihren bösen Lastern zu verharren. Ja, sie bestätigen sie in ihren Todsünden.
Damit machen sie sich doppelt schuldig. Wer weiß, wieviele von ihnen so sehr von ihrem Laster besessen sind, dass Gott sie bereits für ewig schuldig erklärt hat. Selbst ein Exorzismus würde nicht mehr gelingen, wie wir oben in dem Bericht von Joseph von Görres lesen konnten. Auch können sie als Blinde nicht mehr geheilt werden, da sie bereits den Zustand der Verblendung erreicht haben.
Warum die Konzilskirche als eine Judas-Kirche bzw. Satanskirche zu bezeichnen ist
Mit der Ausgabe aus dem Jahr 2021 hat L’Osservatore Romano die offizielle Gründung der ‚Kirche des Judas‘ an einem Gründonnerstag eingeleitet. An dem Gründonnerstag, an dem Judas seinen Meister Jesus verraten hat. Oder war damit die Gründung der Kirche Satans offiziell eingeläutet? Denn die Rehabilitierung von Judas Iskariot und die Sympathie für ihn zeigt sich in ihrer dämonischen Lust am Bösen.
Die dämonische Lust am Bösen lässt sich wie folgt definieren:
Kennzeichen des Satanischen sind der Gotteshass, der Hass des Guten als solchen, die Lust am Bösen als solchen, der Geist gehässiger Lüge und Verleumdung.
„Ihre Vollendung und ihre intensivste Macht erlangt die Sünde in der moralischen Hingabe an ein dämonisches Wesen, wobei diesem geleistet wird, was Gott gebührt, während dem Schöpfer Hass gezollt wird, also in der dämonischen Sünde und im dämonischen Kult. Neben Gotteshass und hasserfüllten Neid sind bewusste Freude am Bösen und die Lust, zu verführen, besondere Merkmale der dämonischen Sünde. Sie entfaltet und betätigt sich auf dem Gebiet der Hauptsünden, der himmelschreienden und der fremden Sünden.“
Genau diese Kennzeichnung der Entfaltung und Betätigung auf dem Gebiet der Hauptsünden und der himmelschreienden Sünden finden wir in der Hierarchie, im Klerus und in einem Teil der Mitglieder. Dabei haben wir nur einige der vielfältigen Formen von Gotteslästerungen durch Kleriker genannt. Ausführlicher haben wir die Werbung für die sodomitische Sünde durch den Anti-Papst Bergoglio in dem Beitrag „Die sodomitische Konzilskirche unter Bergoglio“ behandelt.
Die Konzilskirche hat wie Judas Iskariot Christus verraten. Der Teufel hat damit von der Konzilskirche Besitz genommen. Deshalb ist sie mit Recht eine Judas- oder Satanskirche zu nennen.






