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apostasie.info
Konzilssekte seit 1965 – Simius Dei

Neue Sicht von Selbstmord in der Konzilskirche

Apostasie im Vatikan und religiöser Betrug: die katholische Kirche auf den Kopf gestellt

Die neue Sicht von Selbstmord in der Konzilskirche

Die Normalisierung von Selbstmord

In dem Beitrag „Die Revolution der Konzilskirche gegen Christus“ wurde schon deutlich, dass die Konzilsrevolutionäre mit ihren häretischen Konzilsdokumenten Gott die Ehre und Anbetung verweigern wollen, indem sie seine Gebote zu missachten trachten. Stattdessen wird mit der Entthronung Gottes der Mensch an die Stelle Gottes gesetzt. Das bedeutet, dass die Gebote Gottes, die der Mensch nicht mehr ertragen und sich ihnen nicht mehr unterordnen will, von der Konzilssekte so umgangen und neu interpretiert werden, indem sie behauptet, Gott will die Sünde.

Diese ungeheuerliche und blasphemische Art, den Menschen einzureden, Gott will die Sünde, zeigt sich auch im Umgang mit der schrecklichen Sünde der Selbstvernichtung durch Suizid, wie sie im fünften Gebot „Du sollst nicht morden“ (2. Mos. 20, 3) auch für Selbstmörder gilt.

Wie die Junge Freiheit am 16. Oktober 2026 berichtete, haben sich im Jahr 2025 in Deutschland mehr als 11.000 Menschen das Leben genommen. Diese Zahl hatte es – wie in dem Artikel zu lesen ist – seit zwei Jahrzehnten nicht mehr gegeben, obwohl es in der Covid-Phase ebenfalls zu viele Suizide gab. Hinter der Bezahlschranke wird vom Autor Hannes Märtin versucht, Gründe für die steigenden Suizide zu finden, die wohl mit dem Zustand unserer deutschen Gesellschaft zusammenhängen. Wen wundert’s!

Selbstmorde in der Konzilskirche

Doch auch in der Konzilskirche gibt es etliche Fälle von Suizid, für die es sicher Gründe bzw. Abgründe gibt. So lesen wir unter der Überschrift eines Beitrages der spanischen Website „miles christi resístence“ vom 19. August 2026:

Ein italienischer Priester beging kurz nach Bekanntgabe seiner Versetzung Selbstmord.

Der italienische Priester Lino Zatelli Perini, 75, nahm sich am 12. August das Leben. Zatelli wurde vom Sakristan und seinem Hausarzt Andrea Scardigli leblos im Pfarrhaus aufgefunden, nachdem er nicht zur Feier der Messe im „Novus Ordo“-Ritus um 8:30 Uhr erschienen war. Sein Tod ist auf eine freiwillige Handlung zurückzuführen.

Zwei Monate zuvor hatte er erfahren, dass er San Carlos im November verlassen müsse, um eine andere pastorale Aufgabe als Mitarbeiter in Rotaliana-Terre d’Avisio-Paganella mit Wohnsitz in Zambana anzutreten. Zatelli erklärte öffentlich, er habe nicht um seine Entlassung gebeten.

Ein trauriges Detail: In seiner Osterpredigt sprach Zatelli über Judas’ Selbstmord. Er beschrieb Judas als einen von Verzweiflung überwältigten Menschen, der den Ausweg aus dem vor ihm liegenden Hindernis nicht mehr erkennen konnte. Doch er betonte Christi Vergebung und stellte sich vor, wie Jesus Judas schließlich im Himmel in die Arme schloss. Seine Worte:

„Man sagt, Judas habe sich erhängt, weil er in seinem Leben einen Stein vor sich sah. Er konnte nicht den plötzlichen Schritt wagen und sagen: ‚Aber er ist mein Leben, er wird mir vergeben, er wird mich wieder in die Arme schließen.‘ […] Lasst uns über diese Begegnung im Himmel zwischen Jesus und Judas nachdenken: Das ist das Leben.“

Eucharistiefeiern jenseits der Rubriken

In einem Interview aus dem Jahr 2019 wurde er als der „ewige Bad Boy der Kirche von Trentino“ bezeichnet.

In einem Porträt vom November 2020 wird Zatelli als jemand beschrieben, der in einer Art Pfarrlabor arbeitete.

Ihre Eucharistiefeiern gingen über die üblichen Formeln hinaus und interpretierten das Evangelium anhand aktueller Ereignisse. Ihr Pfarrgemeinderat wurde als zukunftsorientiertes Gremium beschrieben, nicht als regelgebundenes. Die Gemeinde befasste sich mit Themen wie Sexualität, Nichtgläubigen und anderen Religionen.

Sein theologischer Schwerpunkt lag auf dem Satz: „Gott bestraft nicht, sondern heißt willkommen.“

Taufen von Kindern homosexueller Paare

Zatelli war ein homosexuellenfreundlicher Priester. In einem Interview im Oktober 2020 gab er an, zwei Kinder, die von gleichgeschlechtlichen Paaren – einem schwulen und einem lesbischen Paar – aufgezogen wurden, zu unterschiedlichen Zeiten getauft zu haben.

Andere Priester im Trentino hatten sich geweigert, die Taufen durchzuführen, bevor die Paare sich an Lino Zatelli wandten. Er bekräftigte, dass Homosexuelle Gläubige seien und dass die Taufen „das Natürlichste und Schönste auf der Welt“ seien.

Es ist wichtig hervorzuheben, dass Zatelli die Erlaubnis der Diözesankurie einholte und die „formelle Zustimmung“ des Erzbistums Trient unter der Leitung von Lauro Tisi erhielt.

In einem Interview, das Zatelli im Juni 2021 dem Trentiner Medienunternehmen il Dolomiti gab, interpretierte er Ungarns Verteidigung der Familie als Diskriminierung von Homosexuellen: „Sind wir verrückt geworden?“

Er ging sogar so weit, zu hinterfragen, warum Homosexualität nicht mit Minderjährigen unter 18 Jahren besprochen werden sollte.

Er fasste seine Herangehensweise mit einem Zitat von Papst Franziskus zusammen: „Wer bin ich, zu urteilen?“ Zatelli war äußerst begeistert von Bergoglio und sprach von einer „Revolution, die eine Ära prägen wird“.

Ende des Beitrages auf „miles christi“.

***

Hier sehen wir, welche faule Früchte die Konzilskirche hervorbringt. Diese Fäulnis, die unter Jorge Bergoglio unerträglich gestunken hat, erzeugt Ausdünstungen, die aus der Hölle stammen. Seine falschen Auffassungen zu dem Verräter Judas Iskariot und seine falsche Lehre, die sich in der Vermessenheit der Barmherzigkeit Gottes äußerte, haben diesen armen Mann letztendlich in den Freitod getrieben.

Es ist eben so, dass die ketzerischen Lehren der Konzilssekte, die den Menschen an die Stelle Gottes gesetzt haben, ein Verstoß gegen das Gebot, Gott über alles zu lieben, und das Gebot, nicht zu morden, mit sich gebracht haben.

Ein weiterer tragischer Fall von Selbstmord eines Paters der Konzilskirche

Ein neuer tragischer Fall von Suizid eines Pfarrers hat die Gemeinde im Bistum Dijon erschüttert. Pfarrer Bernard Card von Sainte-Chantal in Dijon nahm sich am 5. Oktober 2026 das Leben. Er war 73 Jahre alt.Er nahm sich in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 2026 das Leben.

Erzbischof Antoine Hérouard bezeichnete den Selbstmord als „völlig unerwartet und schwer nachvollziehbar“. Berichten zufolge, die sich auf seine Botschaft an den Klerus der Diözese berufen, war Pfarrer Card in letzter Zeit erschöpft gewesen und zuvor vom Selbstmord seines Bruders tief betroffen.

Pater Card, der 1981 zum Priester geweiht wurde, war mehr als vier Jahrzehnte lang in der Diözese Dijon tätig und seit 2019 Pfarrer von Sainte-Chantal.

Trotz seines Selbstmords wird er am 13. Oktober in Sainte-Chantal beigesetzt.

Sein Tod ereignet sich weniger als zwei Jahre, nachdem sich ein weiterer Priester der Diözese Dijon, Pfarrer Claude-Marie Millet, ebenfalls das Leben genommen hatte.

Die Gründe für seinen Selbstmord sind nicht bekannt. Pater Xavier Cormary geht in einem Kommentar allgemein davon aus, „dass einige Priester Selbstmord begangen haben angesichts möglicherweise begründeter Anschuldigungen, aber auch angesichts von Verleumdungen durch boshafte oder undankbare Menschen, die den Ruf eines Mannes zerstört haben; wir müssen aber auch über die Realität sprechen, die den Alltag von Hunderten von Priestern in Frankreich ausmacht.“ (Quelle: Ein Priester begeht Selbstmord, und was tun die Christen?)

Auch wenn es für einen Katholiken befremdlich und fast unglaubwürdig klingt, so ist es doch Fakt:

Erzdiözese errichtet Friedhofsdenkmal für Suizidopfer zur Unterstützung trauernder Angehöriger

Novusordowatch berichtete am 29. Juli 2026 darüber:

Während sich der Staat Illinois auf die Einführung der sogenannten „medizinischen Sterbehilfe“ – auch bekannt als ärztlich assistierter Suizid oder, beschönigend, Euthanasie – vorbereitet, versichert das Erzbistum Chicago seinen Gläubigen im Grunde, dass Selbstmord ein Ticket in den Himmel sei.

Das sogenannte „End of Life Options Act“ von Illinois, das Selbstmord ermöglicht, wurde am 12. Dezember 2025 von Gouverneur Jay Robert Pritzker unterzeichnet. Es soll am 12. September 2026 in Kraft treten, vorbehaltlich des Ausgangs einer Klage von Behindertenverbänden und Patienten, die es verhindern sollen.

Unterdessen hat das „römisch-katholische“ Erzbistum Chicago, das immer noch von dem unerträglichen „Kardinal“ Blase Cupich geleitet wird, als erstes im Land ein Denkmal für Selbstmordopfer und deren Angehörige auf einem seiner Friedhöfe eingeweiht.

Das mag reiner Zufall sein, ist aber dennoch tragisch. Ein gewisser Zusammenhang zwischen den beiden, ob beabsichtigt oder nicht, wird sicherlich nicht unbemerkt bleiben.

Einweihungszeremonie der Gedenkstätte „In Frieden“

Am 26. Juni 2026 weihte der Diözesangeneralvikar und Weihbischof des Novus Ordo, Lawrence Sullivan, feierlich das Denkmal „In Frieden“ auf dem katholischen Friedhof Queen of Heaven in Hillside, Illinois, nahe Chicago, ein. Anwesend war auch Pater Charles T. Rubey , Gründer und Leiter von LOSS („Loving Outreach to Survivors of Suicide“).

Tage vor der Einweihungszeremonie hatte das Erzbistum Chicago folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

„Historisch gesehen verweigerte die katholische Kirche Menschen, die Suizid begangen hatten, katholische Beerdigungen in Kirchen und Bestattungen auf geweihtem Boden. Die Kirche hat jedoch einen tiefgreifenden Wandel in ihrem Verständnis von Suizid und psychischen Erkrankungen durchlaufen und erkennt heute an, dass viele Suizidopfer an psychischen Erkrankungen und unerträglichem Schmerz leiden. Die Kirche nimmt diese Menschen nun an und bekräftigt, dass sie bei Gott sind und nicht verdammt. …“

„Der Schrein ist Rubey gewidmet, der 50 seiner 60 Jahre im priesterlichen Dienst damit verbracht hat, das Stigma rund um den Selbstmord zu bekämpfen und unzählige Familien willkommen zu heißen, zu unterstützen und zu heilen, während sie die komplizierte Trauer bewältigen, die auf einen Selbstmordverlust folgt.“

„Dieses wunderschöne Denkmal wird die Familien tief berühren“, sagte Pater Rubey. „Dieses eindrucksvolle Projekt des Erzbistums Chicago zeigt den Willen der Kirche, frühere Missverständnisse zum Thema Suizid anzuerkennen und den Hinterbliebenen beizustehen und mit ihnen zu trauern. Das Denkmal zeigt den Hinterbliebenen, dass ihre Lieben bei Gott sind, ihr Leben heilig war und sie zu den Gläubigen gehören.“

„Der Schrein bietet nicht nur einen Ort für das persönliche Gebet, sondern will auch dazu beitragen, das Stigma zu verringern, das oft mit psychischen Erkrankungen und Suizid in Verbindung gebracht wird.“

„Psychische Erkrankungen und Suizid können dazu führen, dass sich Familien isoliert fühlen. Eines der wichtigsten Dinge, die wir als Gemeinschaft tun können, ist, ihre Trauer anzuerkennen, ihrer Angehörigen zu gedenken und sie auf dem Weg der Heilung zu begleiten.“

Die auf dem Friedhof angebrachte Gedenktafel enthält viele Worte, aber kein einziges Wort über psychische Erkrankungen oder mangelnde Überlegung.

Abgesehen von der konkreten Schuld des Selbstmords gibt es ein damit zusammenhängendes Problem, das von den pseudokatholischen Autoritäten Chicagos völlig ignoriert wird:

Hatte die Person, die sich mit begrenzter Schuld das Leben nahm, nicht auch andere Sünden begangen? Selbst wenn die Selbstmordhandlung an sich in einem bestimmten Fall aufgrund fehlender Kenntnis oder Zustimmung keine Todsünde war , was ist mit all den anderen Sünden, die die Person begangen hat? Reicht die bloße Tatsache, dass sich jemand ohne volle Schuld das Leben nahm, aus, um die Erlösung zu garantieren? Das wäre absurd, doch das Erzbistum Chicago legt genau das nahe: Sie „sind bei Gott, ihr Leben war heilig und sie gehören zu den Gläubigen“.

Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass dieser Schritt der Post-Katholiken, die das Erzbistum Chicago besetzen, den Selbstmord auf teuflische Weise zu einem „Sakrament“ macht, das die ewige Seligkeit so gut wie garantiert.

Wenn wir Selbstmorde wirklich verhindern wollen, ist es dann hilfreicher, Selbstmord als das abscheuliche Ding zu behandeln, das er ist, mit der darauf folgenden ewigen Strafe (objektiv betrachtet), oder ihn zu verharmlosen und ihn als sicheren Weg darzustellen, für immer von seinem liebenden Schöpfer umarmt zu werden?

Niemand ist mitfühlender als Jesus Christus, und doch sprach er von Judas Iskariot , dem Verräter, von dem er voraussah, dass er sich in Verzweiflung erhängen würde (siehe Mt 27, 5), als dem „Sohn des Verderbens“, der „verloren“ ist (Joh 17, 12), von dem es besser gewesen wäre, er wäre „nie geboren“ worden (Mk 14, 21). Und die Apostel, die einen Nachfolger für Iskariot wählten, sagten: „Judas ist durch Übertretung gefallen, damit er an seinen eigenen Ort gehe“ (Apg 1, 25).

Wir dürfen nicht vergessen, dass Judas’ Schicksal nicht durch seinen Verrat an Christus, sondern durch seinen darauf folgenden Selbstmord besiegelt wurde. Auch der heilige Petrus hatte Christus verraten, aber im Gegensatz zu Iskariot verzweifelte er nicht, sondern hoffte auf Christus und bat ihn um Vergebung.

Wer meint, wir gingen mit dem Erzbistum Chicago zu hart ins Gericht, sollte sich die folgende Anekdote ansehen. Sie betrifft Pater Rubey und übertrifft alle bisher besprochenen Beweise – und zwar im negativen Sinne:

Schon früh in seiner Laufbahn als Geistlicher entwickelte Rubey seinen eigenen rituellen Gottesdienst, um Orte zu segnen, an denen Menschen durch Selbstmord gestorben waren.

„Ich war auf Hochhäusern, auf Bahngleisen, in Kellern, Büros und überall sonst, um diesen Ort zu segnen, weil ich ihn wirklich für heilig halte“, sagte er. „Sie sind nicht in der Hölle. Sie sind bei Gott.“

(Duriga, „Erzdiözese weiht erstes Denkmal für Suizidopfer ein“ )

Dies ist der endgültige Beweis dafür, dass Selbstmord von einer Todsünde zu einem Quasi-Sakrament erhoben werden soll und dass die Einschränkung aufgrund einer „psychischen Erkrankung“ lediglich eine kurzfristige Überbrückung darstellt, um mit minimalem Eingriff von einem zum anderen zu gelangen. Nun wird sogar der Ort, an dem jemand einen Mord begeht – den Selbstmord –, als „heilig und sakral“ erklärt!

Hier zeigt sich der vom Zweiten Vatikanischen Konzil propagierte Menschenkult in der Praxis.

Wehe euch, die ihr Böses gut und Gutes böse nennt, die Finsternis für Licht und Licht für Finsternis hält, die Bitteres für Süßes und Süßes für Bitteres hält! (Jesaja 5, 20).

Wir wissen, was wir in den nächsten Monaten und Jahren in Chicago erwarten können: „Katholiken“, die bewusst und in vollem Bewusstsein „medizinische Sterbehilfe“ in Anspruch nehmen und dann eine „katholische“ Beerdigung in der Erzdiözese erhalten, vielleicht sogar mit Beisetzung auf dem Queen of Heaven Cemetery , nicht weit von dem Denkmal entfernt, das den zurückgelassenen Angehörigen fälschlicherweise versichert, dass sie nun bei Gott sind.

Selbstmord wird heiliggesprochen

Auch Chris Jackson hat sich zu dem Friedhof für Selbstmörder in einem Beitrag geäußert:

Die erzbischöfliche Bekanntmachung „erklärte, die Kirche bekräftige nun, dass die Verstorbenen „bei Gott und nicht verdammt“ seien. Pater Charles Rubey, dessen Werk die Errichtung des Denkmals inspirierte, bekräftigte diese Zusicherung: Der Schrein zeige den Hinterbliebenen, dass ihre verstorbenen Angehörigen „bei Gott“ seien.

Das ist kein Aufruf mehr, für die Toten zu beten. Es läuft auf eine pastorale Heiligsprechung einer ganzen Gruppe Verstorbener hinaus.

Ein Priester … hat jedoch keine Befugnis, zu verkünden, dass der Sohn die selige Anschauung Gottes genießt.

Die Erklärung von Chicago macht diese Fürbitten faktisch überflüssig. Seelen, die bereits im Himmel sind, brauchen Feierlichkeiten statt Fürbitte. Das Requiem wird zu einer Gedenkfeier. Der Friedhof lehrt nicht länger Gericht, Fegefeuer und die Notwendigkeit, in Gnade zu sterben.

Auch die historische Darstellung verdient eine genaue Prüfung. Laut der Veröffentlichung verweigerte die Kirche Selbstmordopfern früher die Beerdigung, da ihr Verständnis unzureichend gewesen sei, was sich seither aber „grundlegend gewandelt“ habe. Die ältere Kirchenordnung war jedoch differenzierter, als diese Darstellung vermuten lässt.

Chicago hat diese sorgfältige Unterscheidung durch Gewissheit in die entgegengesetzte Richtung ersetzt.

Ein Denkmal für trauernde Familien hätte Hoffnung, Barmherzigkeit, Gebet und die Heiligkeit jedes menschlichen Lebens verkünden können. Chicago wählte eine deutlichere Botschaft: Das Heil ist bereits entschieden. Sollte dieses Urteil allgemeingültig sein, steht es im Widerspruch zur katholischen Lehre von der Todsünde, dem Partikulargericht und der Möglichkeit der Hölle. Selbst wenn es lediglich als tröstliche Rhetorik gedacht war, bleibt es schwerwiegend unverantwortlich. Kirchenvertreter haben kein Recht, himmlische Urteile zu therapeutischen Zwecken zu fällen.

Suizidgefährdete religiöse Menschen mit widernatürlicher Sexualität

Eine aktuelle Auswertung von Daten von über 20.000 Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die 2011 an einer Umfrage der Universität von Texas teilgenommen hatten, ergab, dass homosexuelle, bisexuelle und ihre Sexualität in Frage stellende religiöse Menschen häufiger Gedanken an Selbsttötung hegen und öfter Suizidversuche unternommen haben. Von den insgesamt 21.247 Teilnehmenden der Umfrage gaben 2,3 % an, homosexuell zu sein, 3,3 % beschrieben sich als bisexuell und 1,1 % stellten ihre Sexualität in Frage.

Die Personen, die ihre Sexualität (noch) in Frage stellten, hatten mit 16,4 % die höchste Rate an kürzlich erfolgten Suizidgedanken, gefolgt von bisexuellen Teilnehmenden mit 11,4 % und homosexuellen Teilnehmenden mit 6,5 %. Von den heterosexuellen Teilnehmer*innen hatten „nur“ 3,7 % kürzlich Selbsttötungsgedanken.

Wir wissen, dass die Konzilssekte als sodomitische Konzilskirche ein besonderes und auffälliges Entgegenkommen und Vorzugsgebahren gegenüber denjenigen hat, die der himmelschreienden Sünde der Sodomie frönen sowie den Transgender-Personen, die tatsächlich nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind.

Zusammenhang zwischen Religiosität und Suizidversuchen bei sexuellen Minderheiten

An einer Studie, die bereits im März 2018 erstellt wurde, nahmen 21.247 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 30 Jahren, die an Hochschulen eingeschrieben waren, teil. Die Teilnehmenden, die befragt wurden, gaben ihre sexuelle Identität als heterosexuell, schwul/lesbisch, bisexuell oder unsicher an.

Das Ergebnis: Insgesamt war eine höhere Bedeutung von Religion sowohl bei schwulen/lesbischen als auch bei queeren Studierenden mit einem höheren Risiko für kürzlich aufgetretene Suizidgedanken verbunden. Der Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und selbstverletzendem Verhalten war uneinheitlich und variierte je nach Gruppe.

Lesbische/schwule Studierende, für die Religion sehr wichtig war, hatten im Vergleich zu heterosexuellen Studierenden ein höheres Risiko für kürzlich aufgetretene Suizidgedanken und Suizidversuche im Laufe ihres Lebens. Bisexuelle und queere sexuelle Orientierungen waren über alle Gruppen der religiösen Bedeutung hinweg signifikant mit kürzlich aufgetretenen Suizidgedanken, kürzlich aufgetretenen Suizidversuchen und Suizidversuchen im Laufe des Lebens assoziiert, wobei die stärksten Effekte bei denjenigen zu beobachten waren, für die Religion sehr wichtig war.

Schlussfolgerung: Religiöse Angebote zur psychischen Gesundheit und Suizidprävention sind möglicherweise nicht von Vorteil für schwule, lesbische, bisexuelle oder sich ihrer sexuellen Orientierung noch nicht sichere Personen. Religiöse Anbieter solcher Angebote sollten aktiv sicherstellen, dass diese offen und unterstützend für schwule, lesbische, bisexuelle oder sich ihrer sexuellen Orientierung noch nicht sichere Personen sind.

Mag dies mit ein Grund sein, dass die Konzilskirche den armen Irrenden einredet, dass sie bei Selbstmord trotz ihrer praktizierten himmelschreienden Sünde gleich in den Himmel kommen?

Vincenzo Paglia und die Neudefinierung von Leben

Vincenzo Paglia leitete, nachdem er von dem Pseudo-Papst Joseph Ratzinger/’Benedikt XVI.‘ in Nachfolge von ‚Kurienkardinal‘ Ennio Antonelli zum Präsidenten des Päpstlichen Familienrates und ‚Erzbischof‘ ad personam ernannt wurde, von 2012 bis 1016 den Päpstlichen Familienrat. Am 15. August 2016 ernannte ihn Jorge Bergoglio im Zusammenhang mit der Errichtung des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben zum Großkanzler des „Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie“. Nachdem Bergoglio den Päpstlichen Familienrat aufgelöst hatte, machte er Paglia auch zum Präsidenten der „Akademie für das Leben“, die Vincenzo Paglia von 2016 bis 2025 leitete. Diese Akademie sollte den damaligen CEO der Konzilskirche, Jorge Bergoglio, in bioethischen Fragen beraten.

Die PAV wurde nach ihrer Umstrukturierung durch den Pseudo-Papst Bergoglio ab 2016 als von „häretischem Gnostizismus“ durchdrungen beschrieben. Bergoglio veröffentlichte im November 2016 neue Statuten für die PAV, in denen die Mitglieder nicht mehr verpflichtet waren, eine Erklärung zu unterzeichnen, in der sie die Pro-Life-Lehren der Kirche bekräftigten,

Paglia stammt aus dem Umfeld der berüchtigten Gemeinschaft Sant’Egidio.

Nachdem Paglia seinen Rückzug von der Akademie-Spitze ankündigte, wurde er am 19. Mai 2025 durch Baldassare ‚Kardinal‘ Reina als Großkanzler des Päpstlichen Theologischen Instituts Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften abgelöst. Am 27. Mai 2025 erfolgte dann auch die Ablösung als Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben (PAV) durch den Pseudo-Papst ‚Leo XIV‘.

Die Legitimierung von assistierter Sterbehilfe

Warum wurde Vincenzo Paglia für dieses Amt gewählt? Es ging darum, das, was Leben“ ausmacht, neu zu definieren. Und Paglia hatte diese „Neudefinition“ zu einem Ziel gemacht, um einen Weg für die konzilskirchliche Billigung von direkter Euthanasie und Selbstmord zu ebnen. Was war Paglias Vorstellung von einer konzilskirchlichen Lehre zu Fragen des „Lebensendes“?

Er rief die PAV 2019 dazu auf, ihren Reflexionshorizont zu erweitern, und erklärte, ‚Papst Franziskus‘ habe die PAV davor gewarnt, „dass es riskant sei, das menschliche Leben so zu betrachten, dass es von der Erfahrung losgelöst und auf Biologie oder ein abstraktes, von Beziehungen und Geschichte getrenntes Universal reduziert wird.“

Lesen wir, was Paglia 2019 sagte, als er „neu definierte“, was menschliches Leben ausmacht:

„Wir müssen auch klarstellen, dass der Papst von der Akademie und dem Institut erwartet, dass sie (1) ihren Reflexionsbereich erweitern und sich nicht auf die Behandlung von ‚spezifischen Situationen ethischer, sozialer oder rechtlicher Konflikte‘ beschränken, (2) eine Anthropologie formulieren, die die praktischen und theoretischen Voraussetzungen für ein mit der Würde des Menschen vereinbares Verhalten festlegt, und (3) sicherstellen, dass sie über die Instrumente verfügen, um ‚Theorie und Praxis von Wissenschaft und Technologie in ihrer Wechselwirkung mit dem Leben, seinem Sinn und seinem Wert‘ kritisch zu untersuchen“, sagte er.

Eine von Papst Franziskus und Paglia angestrebte Erweiterung ist die Ablehnung absoluter Normen in Bezug auf das menschliche Leben und eine Neudefinition dessen, was es bedeutet.

„[Franziskus] warnt uns davor, dass es riskant sei, das menschliche Leben so zu betrachten, dass es von der Erfahrung losgelöst und auf Biologie oder ein abstraktes Universal reduziert wird, das von Beziehungen und Geschichte getrennt ist“, sagte Paglia.

„Vielmehr muss der Begriff ‚Leben‘ neu definiert werden, weg von einer abstrakten Vorstellung hin zu einer ‚persönlichen‘ Dimension: Leben sind Menschen, Männer und Frauen, sowohl in der Individualität jedes Einzelnen als auch in der Einheit der Menschheitsfamilie.“

Quelle: „Der Begriff ‚Leben‘ muss neu definiert werden“, erklärt der neue Leiter der Vatican Life Academy.

Die Idee, Sterbehilfe zu legitimieren, hatte Paglia im April 2023 geäußert. Die Päpstliche Akademie für das Leben (PAV) betrachtet demnach (assistierten) Selbstmord als moralisch zulässig.

Der Präsident der regelmäßig in Skandale verwickelten Päpstlichen Akademie für das Leben hat sich für Sterbehilfe ausgesprochen und sie als möglicherweise das „ größte konkret mögliche Gemeinwohl “ bezeichnet, entgegen der Lehre der katholischen Kirche, die diese Praxis entschieden verurteilt.

Die Äußerungen von ‚Erzbischof‘ Vincenzo Paglia fielen während einer kürzlich stattgefundenen Fernsehdiskussion im Rahmen des Journalistenfestivals von Perugia zum Thema Lebensende mit dem Titel „Die letzte Reise (zum Lebensende)“.

Obwohl er sich persönlich gegen Sterbehilfe aussprach, verteidigte Paglia sie prinzipiell und verwies dabei auf Papst Franziskus‘ Angriff auf die katholische Tradition. „ Ich persönlich würde keine Sterbehilfe leisten“, sagte er, „aber ich verstehe, dass eine rechtliche Vermittlung unter den gegebenen Umständen das größtmögliche Gemeinwohl sein kann .“

Die Frage des assistierten Suizids „ist eine vielschichtige Frage, bei der verschiedene Faktoren wie Schuld, Scham, Schmerz, Kontrollbedürfnis und Hilflosigkeit eine Rolle spielen“, sagte der vatikanische Erzbischof. „Das Zusammenspiel der Projektionen zwischen dem Kranken und dem Pflegenden ist sehr komplex: Die Unterscheidung zwischen ‚Er leidet zu sehr‘ und ‚Ich leide zu sehr, ihn so zu sehen‘ ist alles andere als einfach, genauso wie es sehr anspruchsvoll ist, den Wunsch nach einer Beziehung ernst zu nehmen, die hilft, mit der tiefen Einsamkeit des Sterbens umzugehen.“

Als Folge dieser „Begleitung“ erklärte Paglia, dass die legale Sterbehilfe eine Option sein könnte, um Menschen bei der „Begrenzung, Trennung und dem Übergang des Todes“ zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang ist es nicht auszuschließen, dass in unserer Gesellschaft eine rechtliche Mediation möglich ist, die Sterbehilfe unter den in Urteil 242/2019 des Verfassungsgerichts festgelegten Bedingungen ermöglichen würde: Die betroffene Person muss „durch lebenserhaltende Maßnahmen am Leben erhalten werden und an einer unheilbaren Krankheit leiden, die ihr körperliches oder seelisches Leiden verursacht, das sie als unerträglich empfindet, aber sie muss voll fähig sein, freie und bewusste Entscheidungen zu treffen“. Der vom Repräsentantenhaus (nicht aber vom Senat) verabschiedete Gesetzentwurf verfolgte im Wesentlichen diese Linie.

Ich persönlich würde keine Sterbehilfe leisten, aber ich verstehe, dass eine rechtliche Mediation unter den gegebenen Umständen das größtmögliche Gemeinwohl darstellen kann.

Quelle: Erzbischof Paglia verteidigt Sterbehilfe als das größtmögliche Gemeinwohl für Sterbende

(Assistierter) Selbstmord ist jedoch eine in sich böse Handlung und kann daher keine rechtliche Legitimation erhalten.

Vincenzo Paglia beabsichtigt, den Menschen bei seinem Selbstzerstörungs-Prozess zu „begleiten“. Deshalb fühlte sich Paglia berechtigt, seine Unterstützung für ein italienisches Gesetz zur „Sterbehilfe“ auszudrücken, obwohl er diese moralisch verwerfliche Praxis „persönlich ablehnt“. Dies alles war ein Vorspiel zu einer Broschüre der PAV, die sowohl direkte Sterbehilfe als auch assistierten Suizid direkt und indirekt befürwortet.

Paglia hat sich somit zum Komplizen der moralischen Verbrechen anderer gemacht. Damit trifft ihn die Anschuldigung mit Recht, dass er sich den neun Arten von fremden Sünden schuldig macht, wie man sich nämlich der Sünden anderer mitschuldig machen kann, wenn man diese dem anderen erlaubt.

Angriffe auf die Unveränderlichkeit Gottes und seiner göttlichen Offenbarung führen unweigerlich zu Angriffen auf jedes der Zehn Gebote, einschließlich des fünften, sechsten und neunten Gebots.

Jorge Mario Bergoglio und Vincenzo Paglia glauben tatsächlich, dass die „frühere Lehre“ über Moral „überholt“ sei und daher der Lebensweise der Menschen angepasst werden müsse, obwohl die Wahrheit ist, dass wir uns dem Gesetz Gottes und der Lehre der Heiligen Mutter Kirche unterordnen müssen, die uns in ihrem Heiligen Namen autoritativ und unfehlbar lehrt.

Die Konzilssekte sagt Ja zum assistierten Suizid

Am 7. September 2026 erfolgte die Ernennung von ‚Erzbischof‘ Renzo Pegoraro als Nachfolger für Vinzenco Paglia als Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben (PAV). Robert Prevost/’Leo XIV.‘ ernannte ihn nur drei Wochen nach seiner eigenen Wahl zum Nachfolger von Bergoglio im Mai 2025 zum Präsidenten, obwohl Pegoraro sich bereits öffentlich dazu geäußert hatte, Empfängnisverhütung und Sterbehilfe unter bestimmten Umständen als moralisch vertretbar zu betrachten. Im März 2026 beförderte der jetzige Pseudo-Papst ihn erneut und erhob ihn zum ‚Bischof‘ mit dem persönlichen Titel eines ‚Erzbischofs‘.

Am 6. September befragte Avvenire Pegoraro zur Gesetzgebung über Sterbehilfe in Italien.

Pegoraro sagte, Katholiken könnten mit einem „unvollkommenen Gesetz“ konfrontiert werden, das Sterbehilfe erlaubt, „dem es dennoch moralisch vertretbar wäre, zuzustimmen“, da andernfalls möglicherweise noch schlimmere Gesetze verabschiedet würden.

Das bedeutet in der Konsequenz, wie Chris Jackson richtig bemerkt: „Gestatten Sie einen kleinen Teil der Sterbehilfe, da das Parlament möglicherweise mehr genehmigen wird. Akzeptieren Sie einen kleinen Teil der Abtreibung, da das nächste Gesetz möglicherweise weiter gefasst ist. Erlauben Sie eine Form der Sterbehilfe, da eine andere möglicherweise abstoßender wäre.“

Pegoraro hält assistierten Suizid für potenziell besser als Sterbehilfe, da dieser angeblich mit mehr Sicherheitsvorkehrungen verbunden sei. Der von Prevost persönlich ausgewählte Präsident der ‚Päpstlichen Akademie für das Leben‘ erklärt öffentlich, wann Katholiken einem Gesetz, das Sterbehilfe erlaubt, moralisch zustimmen könnten.

Hätte Robert Prevost/’LeoXIV.‘ nicht wissen können, dass Pegoraro, den er als Leiter der ‚vatikanischen Akademie für das Leben‘ ernannte, aufgrund seiner unethischen Ansichten, völlig ungeeignet ist, in seiner Stellung mit dem Schutz des menschlichen Lebens beauftragt zu werden? Oder ernannte Prevost ihn trotzdem oder gerade deswegen, weil er die unethische Linie seines unseligen Vorgängers weitertreiben will?

Das höllische Motu Proprio vom Höllenpapst Bergoglio

Die Frage lässt sich beantworten, wenn man weiß, dass Bergoglio bereits im Jahr 2023 ein höllisches Motu Proprio veröffentlichte, in dem er neue Statuten für die Päpstliche Akademie für Theologie billigte, die auf eine theologische Revolution hinausläuft. Dieses Höllenpapier Ad Theologiam Promovendam hatte Bergoglio unter dem Deckmantel der „Loyalität zum Papst“ verfertigt, um die auf dem Montinischen Räuberkonzil (1962-65) begonnene theologische Revolution weiterzuführen und zu vollenden.

Er erklärt, dass er nicht einfach die „alte“ Theologie auf neue Situationen anwenden will, was dem traditionellen Ansatz entspräche. Nein, seine Revolution der Theologie ist – wie Mario Derksen es ausdrückt – eine übelriechende „Straßentheologie“ mit dem Gestank des Modernismus.

Im vierten Absatz von Ad Theologiam Promovendam lesen wir:

Die theologische Reflexion steht daher vor einem Wendepunkt, einem Paradigmenwechsel, einer „mutigen kulturellen Revolution“ (Enzyklika Laudato si‘, 114), die sie in erster Linie dazu verpflichtet, eine fundamental kontextuelle Theologie zu sein, die das Evangelium in den Lebensbedingungen der Menschen, in ihren unterschiedlichen geografischen, sozialen und kulturellen Umfeldern, lesen und interpretieren kann und deren Archetyp die Inkarnation des ewigen Logos ist, sein Eintreten in die Kultur, Weltanschauung und religiöse Tradition eines Volkes.

Von hier aus kann sich die Theologie nur zu einer Kultur des Dialogs und der Begegnung zwischen verschiedenen Traditionen und unterschiedlichem Wissen, zwischen verschiedenen christlichen Konfessionen und Religionen entwickeln, die alle Menschen, Gläubige wie Nichtgläubige, offen konfrontiert. Tatsächlich ist das Bedürfnis nach Dialog dem Menschen und der gesamten Schöpfung inhärent, und es ist die besondere Aufgabe der Theologie, „den trinitarischen Abdruck zu entdecken, der den Kosmos, in dem wir leben, zu einem ‚Netz von Beziehungen‘ macht, in dem es ‚jedem Lebewesen eigen ist, sich auf etwas anderes zuzubewegen‘“ (Apostolische Konstitution Veritatis gaudium , Proem, 4a).

Auf novusordowatch hat Mario Derksen einen sehr lesenswerten Artikel über Bergoglios Motu Proprio-Pamphlet geschrieben. Wir zitieren daraus:

„Wir sollten uns darüber im Klaren sein: Franziskus möchte das Evangelium im Lichte der konkreten menschlichen Situation lesen, nicht das zeitlose Evangelium auf diese Situation anwenden. Das ist der Kern der hier vorgestellten Revolution: Nicht das Leben der Menschen soll im Lichte des Evangeliums verstanden und bewertet werden, sondern das Evangelium soll im Lichte des Lebens der Menschen verstanden werden. Gott offenbart sich, so der Anspruch, in und durch die individuelle menschliche Notlage, nicht durch intellektuelle Wahrheiten, die durch Schrift und Tradition überliefert und von der kirchlichen Lehrgewalt interpretiert werden.

Einen „Paradigmenwechsel“ in der Theologie zu fordern, wie Franziskus es so unbekümmert und ungeniert tut, bedeutet daher, eine Revolution zu fordern, die das Evangelium auf den Kopf stellt. Und tatsächlich scheut sich Franziskus selbst nicht, beide Begriffe – Paradigmenwechsel und Revolution – in einem Atemzug zu nennen.

Der achte Absatz lautet:

Es geht um den pastoralen „Stempel“, den die Theologie als Ganzes, und nicht nur in einem ihrer Teilbereiche, annehmen muss: Ohne Theorie und Praxis gegeneinander auszuspielen, ist die theologische Reflexion angehalten, sich induktiv zu entwickeln. Sie geht von den verschiedenen Kontexten und konkreten Situationen aus, in denen die Menschen leben, und lässt sich von der Realität ernsthaft herausfordern, um die „Zeichen der Zeit“ in der Verkündigung des Heilsgeschehens der göttlichen Agape (Liebe), die in Jesus Christus vermittelt wird, zu erkennen.

Daher ist es notwendig, dem Wissen um den Alltag der Menschen, der in Wahrheit ein theologischer Ort ist, an dem so viele Gottesbilder wohnen, die oft nicht dem christlichen Antlitz Gottes entsprechen – der Liebe allein und immerwährend –, Vorrang einzuräumen. Die Theologie steht im Dienst der Evangelisierung und Glaubensweitergabe der Kirche, damit der Glaube zur Kultur wird, zum weisen Ethos des Volkes Gottes, zu einem Angebot menschlicher und humanisierender Schönheit für alle.

Falls Franziskus in den vorangegangenen Abschnitten nicht deutlich genug geworden sein sollte, lässt er hier keinerlei Zweifel: Er wünscht sich eine induktive theologische Methode, also eine, die vom Besonderen auf das Allgemeine schließt. Das heißt, er möchte, dass der Ausgangspunkt der Theologie eine konkrete menschliche Erfahrung ist, aus der dann Schlussfolgerungen über Gott gezogen werden. Dies steht im Gegensatz zur traditionellen deduktiven Methode, nach der die göttliche Offenbarung (wie sie in der Heiligen Schrift und der Heiligen Tradition zu finden ist) den Ausgangspunkt bildet und daraus Schlussfolgerungen darüber gezogen werden, was zu tun oder zu glauben ist.“

Mit welchem Ernst und welcher Entschiedenheit Bergoglio diesen Paradigmenwechsel dauerhaft durchsetzen wollte (und dies durch seinen Nachfolger Robert Prevost auch gewährleistet ist), ersehen wir aus der im Motu Proprio gegebenen Formulierung, die seinem Erlass autoritative Kraft verleiht und alles, was ihm widersprechen könnte, außer Kraft setzt: „Alles, was ich in diesem Apostolischen Schreiben Motu Proprio dekretiert habe, soll von beständigem und dauerhaftem Wert sein, ungeachtet etwaiger gegenteiliger Meinungen.“

Um eine praktische Bestätigung dafür zu finden, brauchen wir uns nur Bergoglios eigenes verwerfliches Schreiben Amoris Laetitia (2016) anzusehen, in dem er das sechste Gebot („Du sollst nicht die Ehe brechen“) außer Kraft setzt:

Selbstverständlich sollte alles darangesetzt werden, die Entwicklung eines aufgeklärten Gewissens zu fördern, das durch die verantwortungsvolle und ernsthafte Urteilskraft des Pastors geformt und geleitet wird, und ein immer tieferes Vertrauen in Gottes Gnade zu stärken. Doch das Gewissen kann mehr, als nur zu erkennen, dass eine bestimmte Situation objektiv nicht den Anforderungen des Evangeliums entspricht.

Es kann auch aufrichtig und ehrlich erkennen, was im Moment die großzügigste Antwort ist, die man Gott geben kann, und mit einer gewissen moralischen Gewissheit erkennen, dass dies das ist, was Gott selbst inmitten der konkreten Komplexität der eigenen Grenzen verlangt, auch wenn es noch nicht dem objektiven Ideal vollkommen entspricht. In jedem Fall sollten wir uns daran erinnern, dass diese Urteilsfähigkeit dynamisch ist; sie muss stets offen bleiben für neue Entwicklungsstufen und neue Entscheidungen, die es ermöglichen, das Ideal vollständiger zu verwirklichen.

(Anti-Papst Bergoglio, Apostolisches Schreiben Amoris Laetitia , Nr. 303)

Laut Bergoglios modernistischer Theologie ist Todsünde nicht nur manchmal von Gott erlaubt, sondern sogar von ihm gewünscht! Wie bereits in dem Beitrag „Die Revolution der Konzilskirche gegen Christus am Beispiel von ‚Amoris Laetitia‘“ dargelegt, finden sich die verwerflichsten theologischen Grundlagen seines Motu Proprio in seinem abscheulichen Schreiben.

Während der vatikanischen Pressekonferenz am 14. Oktober anlässlich des zehnten Jahrestages von Amoris Laetitia verkündete Pater Stanislaus Chu Ilo, ein nigerianischer Theologe an der DePaul University, diese bemerkenswerte Erklärung für die gegenwärtig stattfindende theologische Revolution:

„Wir erleben derzeit einen Paradigmenwechsel bzw. einen methodischen Wandel in der Theologie: Sie hört zu und entwickelt sich aus den Erfahrungen der Menschen.“

Bereits im Jahr 2014 hatte ‚Bischof‘ Michael Olson von Fort Worth in der Sendung „American Religious Town Hall“, einer ökumenischen Fernsehsendung mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften, behauptet, das katholische Glaubensbekenntnis bestehe darin, dass „Glaube beginnt mit einer gelebten Erfahrung von Gott…“ „…die wir zur Lehre formen…“ D. h., die Erfahrung steht an erster Stelle. Gläubige teilen ihre Erlebnisse mit. Diese Erlebnisse bilden die Grundlage für die Formulierung der Lehre. Die Lehre wird im Zuge der Weiterentwicklung des religiösen Lebens der Gemeinde immer wieder neu überdacht.

Diese konziliare Lehre eines methodischen Wandels hin zu einer Theologie, die aus den Erfahrungen der Menschen hervorgeht, wurde von dem heiligen Papst Pius X. in seiner grandiosen Enzyklika über den Modernismus „Pascendi gregis“ scharf verurteilt.

Im siebten Absatz von ‚Pascendi gregis‘ z. B. erklärt der heilige Pius X., wie die modernistische Theologie damit beginnt, die übernatürliche Grundlage der Religion zu beseitigen. Denn beginnt der Modernist damit, die unveränderliche göttliche Offenbarung abzulehnen, indem er die Erklärung der Religion im Menschen selbst sucht und das religiöse Gefühl, das aus dem empfundenen Bedürfnis des Menschen nach dem Göttlichen entsteht, zum Fundament des Glaubens macht, ist es nicht weit bis zur Situationsethik.

Das religiöse Bewusstsein übernimmt die Rolle, die eigentlich der Offenbarung zusteht. Die subjektive Erfahrung des Göttlichen wird zur Grundlage theologischer Aussagen. Daraus folgt die logische Konsequenz: Religiöse Erfahrung wird zum Keim, aus dem sich religiöse Lehren entwickeln.

In dem von Papst Pius X. im Jahr 1920 eingeführten Eid gegen den Modernismus heißt es:

Viertens bin ich der festen Überzeugung, dass die Glaubenslehre uns von den Aposteln durch die orthodoxen Kirchenväter in genau derselben Bedeutung und stets im selben Sinn überliefert wurde. Daher weise ich die häretische Fehlinterpretation, Dogmen würden sich entwickeln und ihre Bedeutung verändern, entschieden zurück. Ich verurteile auch jeden Irrtum, der anstelle des göttlichen Guts, das der Braut Christi zur sorgsamen Bewahrung anvertraut wurde, ein philosophisches Hirngespinst oder ein Produkt menschlichen Gewissens setzt, das sich durch menschliche Anstrengung allmählich entwickelt hat und sich unaufhörlich weiterentwickeln wird.

Fünftens bekenne ich mit Gewissheit und aufrichtig, dass Glaube kein blindes religiöses Gefühl ist, das aus den Tiefen des Unterbewusstseins unter dem Einfluss des Herzens und der Regung eines auf Moral geschulten Willens entspringt; vielmehr ist Glaube die echte Zustimmung des Verstandes zu einer Wahrheit, die wir durch das Hören von einer äußeren Quelle empfangen . Durch diese Zustimmung, aufgrund der Autorität des allwahrhaftigen Gottes, glauben wir, dass das wahr ist, was uns von einem persönlichen Gott, unserem Schöpfer und Herrn, offenbart und bezeugt wurde.

Die Konzilskirche, die den Modernismus, wie der heilige Papst Pius X. ihn verurteilte, als ihre theologische Grundlage ansieht, ist das Sammelbecken aller Häresien.

Mit dem Paradigmenwechsel, wie Jorge Bergoglio ihn in seinem Motu Proprio „Ad Theologiam Promovendam“ eingeleitet hat, gehen also in der neuen konziliaren Theologie aus den Erfahrungen der Menschen die neuen gotteslästerlichen Gebote hervor.

In der Konzilssekte wird die menschliche Erfahrung zum Maßstab der Lehre

Pius XII. hat im Jahr 1952 eine Ansprache zum Thema Situationsethik gehalten, die aktueller nicht sein kann:

Das besondere Merkmal dieser Moral besteht darin, dass sie nicht von den allgemein gültigen Moralgesetzen, wie z. B. den Zehn Geboten, ausgeht, sondern von den tatsächlichen konkreten Umständen und Bedingungen, in denen der Mensch handeln muss, und denen entsprechend das individuelle Gewissen zu wählen und zu entscheiden hat. …

Die Antwort könnte also auch ein Austausch des katholischen Glaubens gegen andere Grundsätze, Ehescheidung, Schwangerschafts-Unterbrechung, Gehorsams-Verweigerung gegenüber der zuständigen Autorität in Familie, Kirche und Staat und vieles andere sein. … Es ist nicht schwer zu erkennen, dass die neue Morallehre aus dem Existentialismus hervorgegangen ist, der entweder von Gott absieht oder ihn kurzerhand leugnet, auf jeden Fall aber den Menschen ganz auf sich selber stellt.

Es ist nicht erlaubt, Böses zu tun, damit daraus Gutes entstehe (vgl. Röm. 3,8). Doch diese Ethik handelt … nach dem Grundsatz, dass der Zweck die Mittel heilige.

Siehe auf katholischglauben.info:

– Papst Pius XII. über die Situationsethik

Niemand, aber auch niemand in der Konzilskirche hat die Befugnis, Ehebruch oder Selbstmord moralisch zu rechtfertigen, auch wenn die Lebensumstände zum Ehebruch oder zum Selbstmord führten.

Die menschliche Erfahrung, nicht mehr das fünfte oder sechste Gebot Gottes, wird zum Maßstab der neuen Lehre: Der Ehebrecher macht Erfahrungen. Ebenso der Mensch in einer homosexuellen Beziehung. Und auch der Selbstmörder macht seine Erfahrung.

Wenn die Erfahrung in der Praxis Vorrang vor der Anwendung moralischer Lehren nach den Geboten Gottes erhält, besteht die Gefahr, dass die Gebote Gottes zu Idealen werden, die die Menschen nicht mehr einzuhalten in der Lage sind. Über sie muss deshalb in der Konzilskirche verhandelt werden, anstatt zu göttlichen Gesetze zu befolgen.

Tags: Modernismus
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