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apostasie.info
Konzilssekte seit 1965 – Simius Dei

Der Noahidismus in der Konzilskirche

Apostasie im Vatikan und religiöser Betrug: die katholische Kirche auf den Kopf gestellt

Der Noahidismus in der Konzilskirche – Dank Nostra Aetate und Karol Wojtyla

Auf der Website „Integrity“ sind wir auf einen Artikel gestoßen mit dem Titel: „Der erste Welt-Noachidische Kongress: Warum Katholiken besorgt sein sollten“. Für den 2. bis 6. November 2026 ist nämlich in Jerusalem der Erste Welt-Noachidischen Kongress geplant. Nur die wenigsten haben etwas von einem Noahidischen Weltzentrum gehört oder gelesen. Auch nur wenige wissen von einem Noahidismus. Dabei ist dieser Noahidismus in der Konzilskirche ein wichtiger Hebel für die Etablierung der Religion der „universalen Kirche“. Der Apostat Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ gilt als Wegbereiter des Noahidismus in der Konzilskirche. Wir kommen später darauf zurück.

Auf der Website des Noahide Weltzentrums lesen wir über den Noahidismus: „Eine revolutionäre Bewegung, um die Menschheit wieder zu vereinen.“ Und weiter: „Ein Bund für die ganze Menschheit, durch Israel weitergetragen und heute auf sechs Kontinenten gelebt. Keine Religion, der man beitritt, sondern eine Lebensweise: am Anfang gegeben und seither bewahrt.“

Zwar wie beteuert, dass es sich bei dem Noahidismus nicht um eine Religion handelt, aber die geplante Bewegung umfasst auch religiöse Texte und Gebete sowie kontinentale Räte mit Jerusalem als spirituellem Zentrum. Die Erwähnung von „religiösen Texten und Gebeten“ sollte Katholiken alarmieren, da sie den explizit religiösen Charakter einer Bewegung belegt, die von christusverleugnenden Juden angeführt wird.

In den Kongressunterlagen wird beschrieben, wie die Teilnehmer dazu beitragen, eine weltweite Noahidische Bewegung formell zu etablieren, und es wird erklärt: „Die Frage ist nicht, ob dies geschieht, es geschieht bereits.“

Die Grundlage des Noahidismus sind sieben Gebote, die für alle Menschen gelten. Die Noahidische Bewegung erklärt dazu: „Die „Sieben Gebote wurden der ganzen Menschheit von Anfang an gegeben, durch Noah. Ein Bund, älter als jede Religion, und weit genug, um jede Nation und jeden Lebensweg in sich zu fassen.“

Auch wenn beteuert wird, dass es sich nicht um eine Religion handelt, so sind die sieben Gebote des Noahidismus Grundlage für eine geplante Universalreligion.

Bei Wikipedia finden wir folgende Erklärung zum Stichwort Noahidismus:

„Noahidismus oder Noachidismus ist eine monotheistische Glaubenslehre, die auf den noachidischen Geboten und deren rabbinischer Interpretation basiert. Gemäß jüdischem Recht müssen Nichtjuden (Goi) nicht konvertieren, um einen Platz in der kommenden Welt (Olam Haba) zu erhalten, sollen sich aber an die noachidischen Gebote halten. Personen, die sich den Geboten unterordnen, werden Kinder Noahs (B’nei Noach, Hebräisch בני נח), Noahiden oder Noahiten genannt.“

Was sind die Noahidischen Gebote?

Die Chabad-Lubawitsch-Bewegung zählt neben einigen anderen zu den aktivsten Organisationen in der Verbreitung der Noachidischen Gebote. Sie ist davon überzeugt, dass die Anerkennung dieser Gebote für Nichtjuden notwendig sind.

Die Noahidischen Gebote sind sieben moralische Prinzipien, die gemäß der rabbinischen jüdischen Tradition sowohl für Juden als auch für Nichtjuden gelten. Diese „Gesetze“ basieren auf dem Bund, den Gott nach der Sintflut mit Noah schloss. Nach rabbinischer Überlieferung legte dieser Bund die grundlegenden Pflichten der Menschheit fest. Die klassische Aufzählung findet sich im Babylonischen Talmud, Sanhedrin 56a/b.

Die sieben Noahidischen Gebote, die in der rabbinischen Tradition als die grundlegenden moralischen Pflichten gelten, die die Bibel allen Menschen auferlegt (Sanh. 56–60; Yad, Melakhim, 8:10, 10:12), umfassen traditionell folgende Punkte, die im Talmudtraktat Sanhedrin 56a/b definiert werden:

  • Verbot von Mord
  • Verbot von Diebstahl
  • Verbot von Götzenanbetung
  • Verbot von Unzucht
  • Verbot, das Fleisch eines lebenden Tieres zu essen
  • Verbot der Gotteslästerung
  • Einführung von Gerichten als Ausdruck der Wahrung des Rechtsprinzips

(Quelle: Wikipedia Stichwort Noahidische Gebote)

Mit Ausnahme des letzten Gebots sind alle negativ formuliert, und das letzte Gebot selbst wird üblicherweise so interpretiert, dass es die Einhaltung der anderen Gebote gebietet (Maim. Yad, Melakhim, 9:1). (Encyclopaedia Judaica, „Noahide Laws“)

Wie geht das jüdische „Justizsystem“ mit denen um, die beschuldigt werden, gegen das noachidische Gesetz verstoßen zu haben (d. h. christliche „Götzendiener“)?

In dem Beitrag „Chabad-Lubawitsch-Rabbiner an den Kongress: Der Kongress tritt zusammen, um das Noachidische Gebot zu erfüllen“ lesen wir über das noahidische Rechtssystem:

Ein Nichtjude wird aufgrund des Urteils eines einzelnen Richters (ohne Jury) und der Aussage eines einzigen Zeugen hingerichtet, selbst wenn er vor der Begehung seiner Straftat nicht ordnungsgemäß gewarnt wurde. Er wird aufgrund der Aussage und des Urteils eines Mannes hingerichtet, nicht jedoch aufgrund der Aussage und des Urteils einer Frau; der Mann, der gegen ihn aussagte oder entschied, kann sogar ein Verwandter sein.

Ein Jude kann nur von einem Gericht mit 23 Richtern und aufgrund der Aussage zweier männlicher Zeugen hingerichtet werden, die nicht aufgrund ihrer Verwandtschaft von der Aussage ausgeschlossen sind, und nachdem sie ordnungsgemäß vor der Übertretung gewarnt wurden. Keine dieser Regeln gilt jedoch für einen Nichtjuden. (Babylonischer Talmud, Sanhedrin 57b, Steinsaltz-Ausgabe, Band 18, Seite 110)

Quelle: https://web.archive.org/web/20151029162035/http://mauricepinay.blogspot.com/2007/03/chabad-lubavitch-rabbi-to-congress.html

Was die Vertreter des Noahidismus unter Götzendienst verstehen

Der zum Noahidismus übergetretene A. Pallière hat sich in einer Broschüre mit dem Titel „Wer ist Christus?“ so geäußert:

„Den Menschen so an die Stelle Gottes zu setzen ist die große Sünde der Christenheit, und die Empörung der wahren Monotheisten darüber ist gerechtfertigt. Der Irrtum, dem die römische Kirche verfiel, indem sie den Papst für unfehlbar erklärte, wiegt im Vergleich dazu leicht. Brechen wir schleunigst mit diesen beiden Formen des Götzendienstes, aber machen wir den Anfang mit der älteren und schuldhafteren.“ (zitiert in: 3. S. 162)

Einer der wichtigsten Rabbiner ist Moses Maimonides, der auf die Frage „Wer ist ein Götzendiener?“ antwortete: „Die Christen sind Götzendiener, und der Sonntag ist ihr Feiertag …“ (Maimonides, Mischne Tora, Avoda Zora 9;4)

Der jüdische Glaube an eine kommende Welt

Nichtjuden, die diese Gebote einhalten, werden als Zaddik („Gerechte“) bezeichnet. Ein Nichtjude, der die Noahidischen Gebote befolgt, ist für den Juden als ein „gerechter Mensch“ anzusehen, auch wenn er nicht zum Judentum konvertieren muss. Diese „Gerechten“ erhalten nach Auffassung des Judentums „Anteil an der kommenden Welt“.

Bei Wikipedia lesen wir dazu:

„Der Glaube an eine Kommende Welt (Olam Haba) bzw. an eine Welt des ewigen Lebens ist ein Grundprinzip des Judentums. Dieser jüdische Glaube ist von dem christlichen Glauben an das Ewige Leben fundamental unterschieden. Die jüdische Lehre spricht niemandem das Heil dieser kommenden Welt ab, droht aber auch nicht mit Höllenstrafen im Jenseits.

Juden glauben, dass allen Menschen ein Anteil der kommenden Welt zuteilwerden kann. Es gibt zwar viele Vorstellungen der kommenden Welt, aber keine kanonische Festlegung ihrer Beschaffenheit; d. h., das Judentum kennt keine eindeutige Antwort darauf, was nach dem Tod mit uns geschieht. Die Frage nach dem Leben nach dem Tod wird auch als weniger wesentlich angesehen, als Fragen, die das Leben des Menschen auf Erden und in der Gesellschaft betreffen.“

Der „Prophet“ Elie Benamozegh (1823 bis 1900)

Elie (Elijah) Benamozegh war ein italienischer Rabbiner, Exeget und Kabbalist aus Livorno marokkanischer Abstammung und ein führender Denker der Neuzeit. Er war der Überzeugung, dass die Kabbala für das Verständnis des Judentums von grundlegender Bedeutung sei.

Er behauptete, dass die Wurzeln unserer heutigen Krise auf die Geburt des Christentums zurückzuführen sei. Er ging von einer gereinigten monotheistischen Lehre aus, die eine tragfähige Brücke zwischen Juden und Christen bilden sollte. Er versuchte, die verlorene Grundlage der ‚Universalen Religion‘ wiederherzustellen. Diese Grundlage fand er in dem jüdischen Esoterismus, der Kabbala. (nach Josué Jéhouda, zitiert in: Die Verfinsterung der Kirche, S. 154-157)

Benamozegh stellte eine direkte Verbindung zwischen dem Judentum und der Universalreligion, dem Noahidismus, her. Er schrieb: „Die Bildung einer Universalreligion ist das letztendliche Ziel des Judaismus.“ „Der spezielle Kult Israels ist die Bewahrung, das Mittel zur Verwirklichung der wahren Universalreligion oder des Noahidismus, um das Wort der Rabbiner zu verwenden“. (Zitat in 3., S. 157)

Die Bedeutung des Talmud für den Noahidismus

Elie Benamozegh schrieb in seinem Buch „Israel und die Menschheit“: „Die Bildung einer Universalreligion ist das letztendliche Ziel des Judaismus.“ Und: „Der spezielle Kult Israels ist die Bewahrung, das Mittel zur Verwirklichung der wahren Universalreligion oder des Noachismus, um das Wort der Rabbiner zu verwenden.“ (1, S. 28-29, zitiert in: 3., S. 157)

Aimeé Pallière, ein abgefallener Katholik und Konvertit zum talmudischen Judentum, Schüler des Rabbiners Benazomegh, war in stetem Briefkontakt mit seinem Lehrer und zitiert ihn in seinem Buch „Das unbekannte Heiligtum – meine ‚Bekehrung zum Judentum’“, in welchem er die Etappen seines Abfalls vom katholischen Glauben schildert.

Benazomegh schrieb z. B. in einem seiner Briefe:

„Vor allem möchte ich, dass Sie sich fest davon überzeugen, dass die noahidische Religion, von der Sie mich – wie Sie sagen – das erste Mal reden hören, keine von mir persönlich gemachte Entdeckung und noch weniger meine eigene Erfindung ist. Nein, es handelt es sich um ein wohl untersuchtes, auf jeder Seite unseres Talmud erörtertes Faktum. Prägen sie sich dazu noch ein, dass dieses Faktum sogar der Knotenpunkt des Themas ist, das uns beschäftigt.“ (Zitat in: 3. S, 157)

Und in einem anderen Brief erläuterte er die Bedeutung des Talmud:

„Nicht nur kommentiert und entfaltet der Talmud die mosaischen und prophetischen Teste zu diesem Thema, soweit sie sich dazu eignen, sondern er erschließt auch im großen Stil die Quellen der Tradition, die bezüglich der Gegebenheiten dieser universalen Religion noch unvergleichlich reicher sind.“ (A. Pallière, 2. S. 141, zitiert in: 3. S. 158)

Der Talmud ist also nach Aussage von Benazomegh von essentieller Bedeutung für die Wiederherstellung des Noahidismus. Die Bedeutung des Talmud für die Juden ist nicht hoch genug einzuschätzen, wenn wir die bedeutsamen Worte von Abbé Augustin Lémann, einem der zwei Zwillingsbrüder, die vom Judentum zur katholischen Kirche konvertierten und Priester wurden, lesen: „Ohne den Talmud, wiederholte er, und diese Überlegung stellt ein implizites Geständnis dar, das man sich merken sollte, – ohne den Talmud hätten sich schon längst sämtliche Juden bekehrt.“ (Zitat in: A. Palliére, 2, in 3., S. 53)

David Paul Drach, ein Konvertit aus dem Judentum, erklärt: „Der Talmud enthält eine große Zahl von Träumereien, von geradezu lächerlichen Absonderlichkeiten, von höchst abstoßenden Unanständigkeiten sowie vor allem von schauderhaften Lästerungen gegen alles, was der christlichen Religion am heiligsten und teuersten ist.“ (Drach, „Von der Harmonie zwischen der Kirche und der Synagoge“, 1844, Bd. I, S. 163-164, zitiert in 3, S. 158)

Israel Meir Lau, der Großrabbiner von Jerusalem, hatte in seiner Ansprache bei den Feierlichkeiten zum 40. Gründungstag der Großloge von Israel verkündet: „Die Prinzipien der Freimaurerei sind ALLE im Buch der Bücher des jüdischen Volkes enthalten.“ (in: 3, S. 158)

Der Ritter De Ramsay (Freimaurer im 18. Jahrhundert) erklärte: „Die Freimaurerei ist nichts anderes als die Auferstehung der noahidischen Religion, jene des Patriarchen Noah, jene Religion, die älter ist als jedes Dogma und es ermöglicht, die Unterschiede und Gegensätze zwischen den Konfessionen zu überwinden.“ (zitiert in: 3. S. 153)

Für diejenigen, die nicht so bewandert sind in der Religionsgeschichte des Alten Bundes, sei hier erwähnt, dass die wirkliche noahidische Religion zwischen der Sündflut und Abraham existierte. Dann wurde diese Religion ersetzt durch das mosaische Judentum und schließlich durch das Christentum. Damit hatte die noahidische Religion keine Existenzberechtigung mehr. Mit der Freimaurerei kam die „Auferstehung der noahidischen Religion“ als Universalreligion.

Der Noahidismus ist die Religion der Universalen Kirche

Aimé Pallière (1868–1949) war ein französischer Katholik, der seine Priesterberufung aufgab und nach einer Zeit der spirituellen Suche schließlich ein Anhänger von Rabbi Elijah Benamozegh wurde und sich dessen Lehre des „Noahidismus“ anschloss. Als liberaler Christ und Semitist war A. Pallière eine Schlüsselfigur des Judentums in der Zwischenkriegszeit. Obwohl er nie zum Judentum konvertierte, gehörte er 1907 zu den Gründern der Reformjüdischen Union und wurde 1922 Assistenzlehrer unter Rabbiner Louis-Germain Levy (1870–1946) an der Reformsynagoge in der Copemic-Straße.

(Quelle: Der Alltag eines Propagandisten im Pariser Büro des Jüdischen Nationalfonds (KKL) – https://web.archive.org/web/20160223032510/http://bcrfj.revues.org/2132#tocfrom1n1)

Elie Benamozegh hat in seinem Briefverkehr mit dem Apostaten A. Pallière Stellung bezogen in Bezug auf das Verhältnis des Noahidismus zum Christentum:

„Das Judentum macht einen Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden. Nach seinen Lehren sind erstere als Priester der Menschheit dem mosaischen priesterlichen Gesetz unterworfen; letztere, die in der Menschheit die Laien sind, unterstehen lediglich der einzigen alten und ewigen Universalreligion, in deren Dienst die Juden und das Judentum in seiner Gesamtheit stehen.

Das Christentum dagegen schuf ärgste Verwirrung, indem es einerseits mit Petrus, Jakobus und den übrigen Judaisierern das Gesetz den Nichtjuden aufzwang und andererseits mit Paulus dasselbe Gesetz für die Israeliten selbst aufhob. Betrachten Sie all diese Tatsachen für sich und in ihrer Beziehung untereinander, und Sie werden sehen, dass dieser Noahismus, der Sie in solches Erstaunen versetzt, nichts anderes ist als der Messianismus, jene authentische Form des Christentums, deren Wächter und Vollstrecker Israel war.“ (in: A. Pallière, 2, S. 139, 3, S. 158)

Der Rabbiner Benamozegh gelangte zu dem Schluss, das der Noahidismus, diese Universalreligion, der wahre Katholizismus sei. Für ihn ist die Bedingung für die Einführung dieser Universalreligion der Abfall der Christen.

„Der Noahide befindet sich sehr wohl im Schoß der einzigen wirklich universalen Kirche; er ist der Gläubige dieser Religion, so wie der Jude ihr Priester ist, der – vergessen Sie dies nicht – den Auftrag hat, die Menschheit deren Laienreligion zu lehren, so wie er gehalten ist, persönlich die Religion der Priester auszuüben.“ (3, S. 160)

Auf die Bemerkung Pallières, der Noahidismus sei ein Kompromiss zwischen Judentum und Christentum, entgegnete Benamozegh:

„Der Noahidismus ein Kompromiss zwischen Christentum und Judentum? Wenn Sie sich dessen entsinnen, was ich in meiner Einleitung zu „Israel und die Menschheit‘ geschrieben habe, werden Sie sehen, dass der Noachismus die wahre, die einzige, die ewige Religion der Nichtjuden ist, und dass diese mit derjenigen Israels eine gleiche und gemeinsame Grundlage besitzt. Es ist dies nichts anderes als das wahre Christentum, d. h. das, was das Christentum eigentlich hätte sein sollen, das, was es eines Tages werden wird. Es ist dies laut den Juden die wahre Religion der messianischen Zeiten.“ (A. Pallière, 2, S. 164, 3, S. 160)

Pallière fasst unter dem Titel „Elie Benamozegh und die Lösung der christlichen Kirche“ in seinem Buch die Lehren seines Meisters so zusammen:

„… Alle gegenwärtig innerhalb der Christenheit angestrebten Reformen verlaufen in strikt jüdischem Sinne. Die Dogmen, die endgültig zusammenbrechen, nachdem sie jahrhundertelang als unerstürmbare Festungen galten, ohne die kein christlicher Glaube möglich sei, sind gerade jene, die Israel neunzehnhundert Jahre lang hartnäckig geleugnet hat. Das Ideal, das allmählich aus den Nebeln der Dogmatik heraustritt und in dem gewisse Geister, die gar nicht wissen, wie sehr sie ins schwarze treffen, einen Beweis für die Judaisierung der christlichen Völker sehen, ist das Ideal der Propheten, und das Christentum neigt immer mehr dazu, sich in einen der jüdischen Vorstellung entsprechenden Messianismus zu verwandeln. …“ (3, S. 161)

„Mögen die Israeliten den Kopf erheben und sich ihrer heiligen Mission wieder bewusst werden! Sie haben in der gegenwärtigen Lage ein Wort zu sagen – das befreiende Wort. Helfen wir unseren Brüdern, um es mit den Worten Mazzinis (*) zu sagen, dabei, „die neue göttliche Seite aufzuschlagen“. Nach Benamozegh müssen andere kommen, die aus den Werken dieses mutigen Meisters des Hebraismus Ideen für neue und wichtige Arbeiten schöpfen werden.“

(*) Mazzini war Mitglied der italienischen Freimaurerei der Carbonari.

Wann man als Noahide Christ bleiben darf

Rabbi Benamozegh erläutert auch, welche Bedingungen ein Katholik erfüllen muss, um dem Noahidismus anzuhängen:

„Sie können durchaus weiterhin dem Christentum anhängen, allerdings unter der Voraussetzung, dass es von der israelitischen Priesterschaft revidiert und korrigiert wird.“ (A. Pallière, 2, S. 194, 3, S. 162)

„Wenn Sie jene religiöse Position einnehmen, die ich Ihnen anrate, werden Sie wirklich dem Judentum und zugleich auch dem Christentum angehören, und zwar dem vom Judentum in drei wesentlichen Punkten korrigierten: der Frage der Menschwerdung (Christi), der Art des Verständnisses der Dreifaltigkeit sowie der Abschaffung des mosaischen Gesetzes für die Israeliten selbst.“ (A. Pallière, 2, S. 147ff., 3, S. 163)

„Diese religiöse Bewegung wird dem Christentum seine letzte Evolution bescheren … Durch diese neue Einstellung, die Sie annehmen werden, können Sie dem Judentum weitaus nützlicher sein, als wenn sie ihm beitreten, jawohl, weitaus nützlicher wirken Sie von außen als von innen. Wenn ich aber sage ‚von außen‘, so ist dies nur eine Redensart; in Wirklichkeit steht der Laie, der Noahide, keinesfalls außerhalb der Kirche, er ist in der Kirche, er stellt selbst die wahrhaftige Kirche dar.“ (A. Pallière, 2, S. 166; 3, S. 164)

Johannes Paul II. als Wegbereiter des Noahidismus in der Konzilskirche

Für Katholiken wird es ein Novum sein zu lesen, dass Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ Wegbereiter des Noahidismus in der Konzilskirche gewesen ist. Zwar haben die Thesen des Rabbiners Elie Benamozegh beim Montinische Räuberkonzil bereits eine wichtige Rolle gespielt, aber das noahidische Programm wurde von Montini/’Paul VI.‘ und noch stärker von Karol Wojtyla in der Konzilskirche verwirklicht. Interessant ist, dass der Apostat Karol Wojtyla einem ganz ähnlichen geistlichen Weg wie der Apostat Aimeé Pallière gefolgt ist.

Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ gedachte des Todestages des Noahiden Maimonides

In seiner Ansprache an den Oberrabbiner von Rom am 22. Mai 2004 äußerte Johannes Paul II. folgende Aussage:

„Der große Philosoph und Theologe Maimonides von Córdoba (1138–1204), dessen Todestag wir in diesem Jahr zum 800. Mal begehen und der dem heiligen Thomas von Aquin wohlbekannt war, äußerte die Hoffnung, dass bessere Beziehungen zwischen Juden und Christen „die ganze Welt zur einmütigen Anbetung Gottes führen könnten, wie es heißt: ‚Ich will die Sprache der Völker in eine reine Sprache verwandeln, damit sie alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einmütig dienen‘ (Zep 3,9)“ (Mishneh Torah, Hilkhot Melakhim XI, 4, hrsg. Jerusalem, Mossad Harav Kook).“

Quelle:
Botschaft von Johannes Paul II. an den Oberrabbiner von Rom, Dr. Riccardo di Segni, zum hundertjährigen Jubiläum der Großen Synagoge von Rom – https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/en/speeches/2004/may/documents/hf_jp-ii_spe_20040523_rabbino-segni.html

Interessant ist erstens, dass Karol Wojtyla sagt, dass wir des Todestages von Maimonides gedenken. Wer sind wir? Die Katholiken haben nie des Todestages von Maimonides gedacht. Die Rabbiner gedenken Maimonides’ Tod. Er ist ihr „großer Weiser“, nicht der große Weisheitslehrer der Katholiken.

Aber Karol Wojtyla als ‚Papst Johannes Paul II.‘ als Apostat und Noahide gedachte im Namen aller Konzilsmitglieder des Todes des Christus- und Christenhassers Maimonides. (Siehe: Religionsgeschichte der Juden)

Nirgendwo in Maimonides’ Schriften findet sich auch nur der geringste Hinweis darauf, dass er aus irgendeinem Grund „auf bessere Beziehungen zwischen Christen und Juden gehofft“ hätte. Ganz im Gegenteil. Maimonides hielt Christen für Götzendiener und forderte ihre Hinrichtung. „Die Christen sind Götzendiener, und der Sonntag ist ihr Feiertag …“ (Maimonides, Mischna Tora, Avoda Zora, 9;4)

„Es ist jedoch eine Mizwa [religiöse Pflicht], jüdische Verräter, Minim und Apikorsim auszurotten und sie in die Grube des Verderbens hinabzustürzen, da sie den Juden Schwierigkeiten bereiten und das Volk von Gott abbringen, wie es Jesus von Nazareth und seine Schüler sowie Zadok, Baithos und ihre Schüler taten. Der Name der Frevler soll verrotten.“ (Maimonides, Mischna Tora, Kapitel 10)

Schauen wir uns den von Karol Wojtyla zitierten Satz von Maimonides in einem größeren Kontext an. Maimonides:

„Und wenn ein König aus dem Hause Davids aufsteht, der die Tora studiert und sich wie sein Vater David an die Gebote hält, gemäß der geschriebenen und mündlichen Tora, und der ganz Israel dazu bringt, ihr zu folgen und seine Schwächen zu stärken, und der die Kriege Haschems führt, so soll dieser wie der Gesalbte behandelt werden.

Wenn er Erfolg hat und alle ihn umgebenden Völker gewinnt und einen heiligen Tempel an seinem rechtmäßigen Ort baut und die Verirrten Israels um sich sammelt, so ist er wahrlich der Gesalbte, und er wird die ganze Welt dazu bringen, den Herrn gemeinsam anzubeten, wie es heißt: ‚Denn dann werde ich den Völkern eine klare Sprache geben, um alle im Namen des Herrn zu rufen und ihn mit einer Schulter anzubeten‘ (Zefanja 3,9).“ (Maimonides, Hilchot Melachim XI, Mischna Tora)

Wir sehen also, dass das, was ‚Johannes Paul II.‘ zitiert hat, tatsächlich Maimonides’ Aussage über das jüdische messianische Zeitalter ist, die die maßgebliche, halachische, jüdische Sichtweise zu diesem Thema darstellt. Es ist der kriegstreiberische, die Nichtjuden vernichtende, zionistische, jüdische Messias-König, von dem Maimonides sagte, er werde „die ganze Welt heilen, damit sie gemeinsam den Herrn anbeten“.

Karol Wojtyla hat den Text völlig falsch dargestellt. Warum? Könnte es an der 2000 Jahre alten christlichen Tradition liegen, dass der jüdische „Messias“ der Antichrist sei, von dem im Buch der Offenbarung des Neuen Testaments die Rede ist?

Maimonides stellt in den „Hilchot Melachim“ außerdem fest, dass Jesus Christus nicht der Messias ist, weil er tot ist. Er vertritt dann die Ansicht, dass das Christentum und der Islam nur insofern gut sind, als sie dazu beitragen, den jüdischen König-Messias und das kommende messianische Zeitalter einzuleiten, in dem christliche „Götzendiener“ gezwungen würden, ihre Religion aufzugeben und die Gesetze Noahs* anzunehmen – oder durch Enthauptung bestraft zu werden.

„… ein Nichtjude, der falsche Götter verehrt, ist [der Todesstrafe] schuldig, sofern er sie auf die anerkannte Weise verehrt. Ein Nichtjude wird für jede Art von fremder Anbetung hingerichtet, die ein jüdisches Gericht als todeswürdig erachten würde.“ (Maimonides, Hilchot Melachim XI, Mischna Tora)

*In der unzensierten Fassung der „Mischne Tora“ heißt es:

„All diese Angelegenheiten, die Jesus von Nazareth und den Ismaeliten (Mohammed) betreffen, der nach ihm kam, dienten lediglich dazu, den Weg für den Messiaskönig zu ebnen und die ganze Welt darauf vorzubereiten, Gott einmütig anzubeten … So sind die messianische Hoffnung, die Tora und die Gebote zu vertrauten Themen geworden … [Menschen aus fernen Ländern] diskutieren diese Angelegenheiten … Doch wenn der wahre König Messias erscheinen und triumphieren wird … werden sie unverzüglich widerrufen und erkennen, dass sie von ihren Vätern nichts als Lügen geerbt haben, dass ihre Propheten und Vorfahren sie in die Irre geführt haben.“

All dies wird von Maimonides in den „Hilchot Melachim“ klar dargelegt – auf die sich ‚Johannes Paul II.‘ als Grundlage für seine Botschaft zur Förderung besserer Beziehungen zwischen Christen und Juden beruft.

Parallelen zwischen dem Apostaten Pallière und dem Apostaten Wojtyla

Edmond Fleg, jüdischer Herkunft, hat das Vorwort zu Pallières Buch „Das unbekannte Heiligtum. Meine Bekehrung zum Judaismus“ verfasst. Er schreibt, dass Pallière „für das Seminar und die Kirche bestimmt war“, er sei aber „heute einer der bekanntesten Lehrer des Judentums. Nicht nur vollbringt er das Kunststück, in sich die verschiedenartigsten Aspekte Israels zu versöhnen; er hat auch dieses andere Wunder bewerkstelligt, eine neue Religion annehmen zu können, ohne mit jener, die er verlassen hat, zu brechen.“ (A, Pallière, 2, S. VII; 3, S. 164)

Und das Kunststück vollbracht, dass er, nachdem er den Rest seines Lebens dem „Noahidismus“ angehörte, mit den traditionellen katholischen Sterbesakramenten beigesetzt wurde, also lange vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Bei der Schilderung seiner Berufung schreibt Karol Wojtyla: „Um mich herum dachten viele, ich sollte das Seminar besuchen“. (3, S. 167)

Pallière: „Ich wiederhole, dass mein einziges Ziel darin besteht, durch meine eigene Geschichte die göttliche Realität der religiösen Erfahrung zu bezeugen, und ich bin überzeugt, dass deren Möglichkeit für jedes Gewand gilt, das der aufrichtige Glaube anlegen kann“.

Wojtyla: Das Konzil hat mir geholfen, eine Synthese meines persönlichen Glaubens vorzunehmen.“ „Der Glaube unterwirft die Intelligenz keinerlei Zwängen, er zwingt sie nicht in ein System festgelegter Wahrheiten.“ „Ich denke nicht, dass mein Glaube als traditionell bezeichnet werden kann … mein Glaube, oder, wenn Sie es so wollen, mein Theismus ist … von A bis Z die Frucht meines eigenen Denkens und meiner persönlichen Wahl.“ „Er wurde in der Tiefe meines Ichs geboren, er war auch die Frucht meiner Anstrengungen, meines Geistes, der eine Antwort auf das Mysterium des Menschen und der Welt suchte.“ (Aussagen Wojtylas gegenüber André Frossard, zitiert in: 3, 167)

Pallière: „Gewisse Kräfte hatten in mir in einem bestimmten Sinne gewirkt und die Grundlagen meines theologischen Glaubens langsam untergraben, dessen Schutt vor mir ausgebreitet lag, und nun flammte das Ergebnis dieser verborgenen Arbeit meines Denkens vor meinen Augen auf, ohne dass es mir möglich war, mir noch weiter etwas vorzumachen. …

An diesem Punkt meiner religiösen Evolution angelangt, fand ich mich von den historischen Entwicklungen des Christentums sehr weit entfernt, seinem ursprünglichen Denken jedoch sehr nahe und jedenfalls in voller Übereinstimmung mit der fundamentalen Doktrin des Judentums, dem es entsprungen ist. Dies fühlte ich sofort sehr lebhaft. Ich sage mir, dass ich kein Christ im eigentlichen Sinne des Wortes mehr war, sondern Jude, wahrscheinlich wie Jesus es gewesen war. Stärker als je zuvor kam mir der Gedanke, eine vollständige Hinwendung zum Judentum zu vollziehen, mit dem meine Seele fortan in völligem Einklang stand.“ (A. Pallière 2; 3, S. 166)

Genau an dem Tag, als Karol Wojtyla Reims in Frankreich, der ältesten Tochter der Kirche, besuchte, widmeten die Medien (France 2) ausgerechnet an diesem Tag dem Werk von Elie Benamozegh eine religiöse Sendung. An diesem 22. September 1996 begann Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ seine Predigt so: „Meine warmen Glückwünsche möchte ich der jüdischen Gemeinschaft entbieten, die heute Abend in das Fasten und das Gebet des Kippur-Festes eintritt.“ (A. Pallière 2; 3, S. 167)

Besteht trotz allem ein Unterschied zwischen Karol Wojtyla und Aimée Pallière?

In Bezug auf die Göttlichkeit Jesu und die Dreifaltigkeit Gottes

Die Antwort ist: Nein. Lesen wir, was sie eint.

„Und da diese Religion, deren Triumph unsere Propheten für die messianischen Zeiten als Religion der zum Kult des wahren Gottes bekehrten Menschheit angekündigt haben, keine andere als der Noachismus ist, kann man sie auch weiterhin als das Christentum bezeichnen, wenngleich von der Lehre der Dreifaltigkeit und der Menschwerdung Christi befreit …“ (A. Pallière, 2; 3, S. 168)

Und Benamozegh, der Lehrer Pallières, schreibt in dem Briefwechsel mit ihm: „Was die Person Jesu betrifft, von der Sie mir gegenüber nicht sprechen, werde ich Ihnen, weil dies seine Bedeutung hat und Sie vielleicht legitimerweise über diese Frage nachdenken, doch sagen, dass, solange man ihm keinerlei Göttlichkeit zuschreibt, nichts Böses daran ist, ihn zum Propheten zu machen, ihn als Menschen zu betrachten, der von Gott mit einer erhabenen religiösen Sendung beauftragt wurde … Die Zukunft der Menschheit liegt in dieser Formel.“ (A. Pallière 2; 3, S. 168)

Karol Wojtyla hat sehr aktiv auf dem Montinischen Räuberkonzil mit dafür gesorgt, dass nun behauptet werden kann, die Mitglieder der Konzilskirche verehrten denselben „Gott“ wie die Juden und die Mohammedaner. Da wir zur Genüge wissen, dass diese beiden falschen „monotheistischen“ Religionen sowohl die Göttlichkeit Jesu Christi und damit die Dreifaltigkeit Gottes leugnen, so gilt dies auch für die Vertreter der Konzilskirche, wenn sie behaupten, denselben Gott wie die Juden und Mohammedaner zu verehren.

Auch Karol Wojtyla leugnet mit der Behauptung, den gleichen Gott wie die Juden und Mohammedaner zu haben und zu verehren, das Gott eine Sohn hat, nämlich Jesus Christus.

Auf Karol Wojtyla (und alle anderen Konzilsmitglieder der Hierarchie) trifft also genau das zu, was der heilige Evangelist Johannes schreibt: „Wer ist der Lügner, wenn nicht derjenige, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater“ (1. Joh. 2, 22-23)

Oder, wie Jesus es gegenüber den Pharisäern sagte: Ihr habt Satan als euren Vater. Muss man wirklich noch betonen, dass nicht nur die Juden und Mohammedaner, sondern auch diejenigen, die der Häresie des ‚Nostra Aetate‘ der Konzilskirche folgen, ebenfalls Satan zum Vater haben und ihn verehren?

In Bezug auf die Jungfrau und Gottesmutter Maria

Am 31. Januar 1996 unternahm Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ eine Auslegung der Schriftstelle: „Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, den sie Emmanuel nennen wird“ (Is. 7, 14).

Was sagte er?

„Diese Prophezeiung verkündet im hebräischen Text nicht ausdrücklich die Geburt des Emmanuel aus einer Jungfrau: das verwendete Wort (almah) bedeutet nämlich einfach ‚junge Frau‘ und nicht notwendigerweise eine Jungfrau. Außerdem weiß man, dass die jüdische Tradition das Ideal der ewigen Jungfräulichkeit nicht gehegt und niemals die Vorstellung von einer jungfräulichen Mutterschaft gepflegt hat. … Andererseits fehlt in dem Orakel jeder Hinweis auf den Gatten. Eine solche Formulierung legt also die Interpretation nahe, die man dann in der griechischen Version vornahm.“

Palliére schrieb zum selben Thema:

„Man weiß, dass jenes Kapitel einen Vers enthält, auf dem das katholische Dogma von der Geburt des Messias aus einer Jungfrau beruht: ‚Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, die alma wird empfangen und einen Sohn gebären, den wird sie nennen Imman-el, Gott ist mit uns.‘ Die Christen sehen in dieser Stelle einen prophetischen Hinweis auf die Jungfrau Maria, und damit dieser seine ganze Kraft behält, bemühen sie sich begreiflicher maßen, zu beweisen, dass das Wort ‚alma‘ Jungfrau und nichts anderes bedeutet …“ (A. Pallière, 2; 3, S. 169)

Karol Wojtyla hat ein Mea Culpa der Kirche ausgesprochen, indem er für ihre angeblichen „Untaten“ der Vergangenheit um Verzeihung gebeten hat. Wir haben dies in dem Beitrag

gegenüber dem Judentum näher dargelegt.

Nach Kenntnis der noahidischen „Theologie“ lässt sich ahnen, dass diese Entschuldigungsmanie nur zum Vorwand dient, die katholische Kirche endgültig zu liquidieren. Es besteht für die Konzils-Modernisten und Konzils-Revolutionäre der feste Wille, einen endgültigen Bruch mit der früheren Geschichte der katholischen Kirche und zur Kursaufnahme auf die Zukunft der Herrschaft des Noahidimus der Juden über die Nicht-Juden sowie die vollständige Zerstörung des Christentums, die in der katholischen Kirche ihren Platz hat.

Unter der Führung der Konzilskirche und insbesondere unter Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ mit seinen Assisi-Skandalen hat dieser große Apostat die gemeinsame Grundlage für die Errichtung der noahidischen Religion gelegt, die der Rabbiner Elie Benamozegh wie folgt definiert hat: „Es trifft zu, dass der einzige Gott in den recht verschiedenen Religionen gegenwärtig auf mannigfache Art und Weise verehrt wird, doch in der messianischen Epoche wird die geistige Welt die Vereinheitlichung der Gottesverehrung erleben.“ (3, S. 178)

Und weiter:

„Der Monotheismus kann nur unter folgender Bedingung universal werden: Einheit in der Verschiedenheit und Verschiedenheit in der Einheit. Diese Vielfalt der Formen von einst, unabhängig von der obersten Einheit, der sie unterworfen ist, stellt selbst die universale Religion in ihrer Gesamtheit dar.“ „Wir können das, was wir über die Verwendung der heidnischen Namen gesagt haben, nicht besser zusammenfassen, als durch den Hinweis auf ein Prinzip der Kabbalisten, nach dem alle fremden Götter, von denen in der Schrift die Rede ist, in sich einen Funken Heiligkeit bergen.“ (3, S. 179)

Na, müssen den Mitgliedern der Konzilskirche hier nicht die Ohren klingeln, wenn sie dies lesen? Man könnte meinen, die Autoren von Nostra Aetate haben von dem Rabbiner und Noahiden Elie Benamozegh und seinem Schüler, dem Apostaten und Noahiden Aimée Palliére abgeschrieben, als sie Nostra Aetate verfassten.

Es muss den Katholiken, die in der Konzilskirche ihre geistliche Heimat sehen, klar sein, dass sie der Menschheitsreligion, dem Noahidismus folgen und letztlich anhängen, ob sie dies nun wollen oder nicht, und dass sie zwangsläufig vom katholischen Glauben abfallen werden, so wie es Pallière getan hat.

Wir sehen es und erinnern uns an die Warnung des heiligen Papstes Pius X., der in seinem Lehrschreiben über die Sillonbewegung schrieb: „Man arbeitet nicht für die Kirche, man arbeitet für die Menschheit. (…) Das ist die organisierte Apostasie.“

Die Konzilskirche arbeitet für die Menschheit in irdischen Dingen, aber nicht mehr für das Seelenheil. Die Missionstätigkeit, die der katholischen Kirche so wichtig ist, die heidnischen Völker zu Christus zu führen, lehnt die antichristliche Konzilskirche ab. Sie ist die organisierte Apostasie.

Der Noahidismus in der Konzilskirche

Der emeritierte Direktor für interreligiöse Angelegenheiten der Anti-Defamation League (ADL), Rabbi Leon Klenicki, folgt bei dem Dialog zwischen Judentum und der Konzilskirche den Gedanken des Rabbiners und Kabbalisten Elijah Benamozegh. So setzte er sich auch dafür ein, den Noahidismus und die Noahidischen Gesetze in der Konzilskirche zu verankern.

Wer weiß, dass die ADL in Konsequenz ein Büro in Rom erhalten hat?

Schwester Margaret Shepherd, Direktorin des Rates der Christen und Juden in London (UK), schreibt in ihrem Beitrag:

„Leon Klenicki ist in seinen theologischen Bemühungen um eine Annäherung an das Christentum ebenso großzügig. Er (…) sagt: „Die neue Herausforderung unserer Zeit besteht darin, zu erkennen, dass wir unterschiedliche Glaubens- und Spiritualitätsgruppen sind, die sich nun von Angesicht zu Angesicht begegnen und eine gemeinsame Grundlage des Seins anerkennen können: Gott.“ Klenicki misst in diesem Zusammenhang dem Text der vatikanischen Richtlinien und Vorschläge zur Umsetzung der Konzilserklärung ‚Nostra Aetate‘ (Nr. 4) von 1974 besondere Bedeutung bei, …“

Leon Klenicki setzte sich für den Versuch des Kabbalisten Elijah Benamozegh ein, das Christentum in einen „Noachidischen“ Golem zu verwandeln. Für sein Bemühen wurde ihm im August 2007 von dem falschen Papst Ratzinger/’Benedikt XVI.‘ der päpstliche Orden des Heiligen Gregor des Großen überreicht und zum Ritter desselben ernannt. Er war damit der zweite Vertreter einer interreligiösen Organisation, dem diese päpstliche Ritterwürde von der Konzilskirche zuteilwurde. (Quelle: https://www.ccjr.us/news/in-memoriam/in-memory-of-rabbi-leon-klenicki)

Der Erste, der diese Auszeichnung erhielt, war ebenfalls ein Vertreter des Judentums. Der in einer jüdischen Familie geborene Joseph Lichten, polnischer Herkunft, wurde 1986 von dem falschen Papst Karol Wojtyla/’Johannes Paul II.‘ ebenfalls zum Ritter des päpstlichen Ritterordens des Heiligen Gregor des Großen geschlagen, „für seine Verdienste um die Verbesserung der Beziehungen zwischen Kirche und Gesellschaft“.

Diese Auszeichnung zweier Vertreter des Judentums ist deshalb bemerkenswert, weil der päpstliche Gregoriusorden eine besondere Auszeichnung war, die von der katholischen Kirche bis 1957 nur katholischen Männern und Frauen (und in seltenen Fällen auch Nichtkatholiken) für ihre Verdienste um die Kirche, ihren außergewöhnlichen Einsatz, ihre Unterstützung des Heiligen Stuhls und ihr vorbildliches Wirken in ihren Gemeinden und Ländern verliehen wurde.

Die Zwei-Bünde-Theorie

Die Zwei-Bünde-Theorie sind die Noachidischen Gesetze. Laut den Rabbinern haben die Juden ihren eigenen, exklusiven Bund, während die anderen 70 Völker einen weiteren, nicht-biblischen, untergeordneten Bund haben, den die Rabbiner für sie erdacht haben und der in den talmudischen Noahidischen Gesetzen gipfelt.

Man muss dies wissen: Wenn Rabbiner und Konzilsbischöfe über die Zwei-Bünde-Theorie „dialogisieren“, handelt es sich nicht um die zwei biblischen Bünde – alter und neuer Bund – sondern um den für Christen neuen talmudischen Noahidischen Bund – den Bund der Juden und den Bund der Nichtjuden. Für die Konzilsbischöfe ist es natürlich eine Herausforderung, die talmudischen Noahidischen Gesetze als biblisch darzustellen.

In einem Dokument eines gemeinsamen Ausschusses der Päpstlichen Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden und des Oberrabinats von „Israel“, das die von Rabbinern erfundenen „Noachidischen Gesetze“ propagiert und gleichzeitig behauptet, diese Gesetze hätten eine biblische Grundlage, nicht nur im Alten, sondern auch im Neuen Testament, lesen wir als Ergebnis der siebten Sitzung:

1. Auf der siebten Sitzung der oben genannten Kommission in Jerusalem wiesen die Vorsitzenden, Kardinal Jorge Mejía und Oberrabbiner Shear Yashuv Cohen, auf die Bedeutung der Zahl Sieben in der biblischen Tradition als Symbol für Fülle und Reife hin. Sie äußerten die Hoffnung, dass die enge Zusammenarbeit zwischen den katholischen und jüdischen Mitgliedern dieser Kommission ein Segen für beide Glaubensgemeinschaften und die ganze Welt sein werde.

3. … Die jüdische Tradition betont den Noachidischen Bund (vgl. Gen 9,9–12) als universellen Moralkodex, der für die gesamte Menschheit gilt. Diese Vorstellung findet sich auch in der christlichen Schrift, in der Apostelgeschichte 15,28–29.

Quelle: https://web.archive.org/web/20151009130104/http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/relations-jews-docs/rc_pc_chrstuni_doc_20070313_commissione-bilaterale_en.html

Der Sanhedrin beabsichtigt, das jüdische Recht dem jüdischen Volk und die sieben Noachidischen Gebote – Verbote wie Diebstahl, Mord und Blasphemie, basierend auf der jüdischen Lehre – den nichtjüdischen Völkern aufzuerlegen.

Quelle: http://www.beliefnet.com/story/214/story_21456_1.html (nicht mehr abrufbar)

Im Jahr 2005 erschien auf ‚Israel National News‘ ein Artikel, in dem es um die organisierte weltweite Verbreitung des Noahidismus geht.

Ein Ziel der Bemühungen des neu gegründeten Sanhedrin in Bezug auf die Noachidische Gemeinschaft ist es, „die Noachidische Bewegung von einem religiösen Phänomen – einer Kuriosität, von der viele noch nie gehört haben – in eine mächtige internationale Bewegung zu verwandeln, die erfolgreich mit jeder anderen religiösen Bewegung konkurrieren und mit Gottes Hilfe deren Untergang herbeiführen kann …“

„Der amtierende Vorsitzende des Sanhedrin, Rabbi Yoel Schwartz, hat ein Beit Din für B’nei Noach (Anm.: „Kinder Noahs“) eingerichtet, um den Bedürfnissen der B’nei Noach weltweit gerecht zu werden. Der Rat wird daher vorerst keine richterliche Funktion haben.

Wir hoffen sehr, dass das Wissen über die Halacha, das Tora-Gesetz, der Sieben Noachischen Gebote in den kommenden Jahren so weit wachsen wird, dass es wahre noachidische Richter geben wird“, sagte Bar-Ron. „Eines der Ziele ist es, die sieben Gebote und ihre Anwendung gemäß der Mischna Tora des Rambam klar darzulegen.

Noch nie zuvor in der Geschichte haben sich die B’nei Noach versammelt, um vom Sanhedrin ordiniert zu werden und die Einhaltung der noachidischen Gesetze zu verbreiten“, sagte Bar-Ron. „Dies ist der erste entscheidende Schritt zur Verwirklichung der von Noah, dem Vater der Menschheit, erträumten Brüderlichkeit der Menschheit.“

Siehe: Der Sanhedrin plant die Einrichtung eines Rates der Noachiden. (Quelle: https://www.israelnationalnews.com/news/90646#.VewkrezP1qY)

Wir sehen also, dass durch die Führung Karol Wojtylas in seiner langjährigen Amtszeit als falscher Papst ‚Johannes Paul II.‘ der Noahidismus Einzug in die Konzilskirche genommen hat. Er hat damit begonnen, eine „gemeinsame Grundlage“ von Judentum und Konzilskirche für die Errichtung der noahidischen Religion zu schaffen, wie es der Rabbiner Elie Benamozegh definiert hat: „Es trifft zu, dass der einzige Gott in den recht verschiedenen Religionen gegenwärtig auf mannigfaltige Art und Weise verehrt wird, doch in der messianischen Epoche wird die geistige Welt die Vereinheitlichung der Gottesverehrung erleben.“ (A. Pallière, a.a.O., S. 217; zitiert in: a.a.O., S. 178)

Quellen für den Beitrag:

  • Elijah Benamozegh: Israel and Humanity, Paulisten-Verlag (Verlag der Konzilskirche) (1)
  • Aimée Pallière, The unknown sanctuary: A pilgrimage from Rome to Israel, –
    https://archive.org/details/unknownsanctuary0000aimp/page/n11/mode/2up (2)
  • Die Verfinsterung der Kirche (3)
Enzyklika Mystici Corporis Christi Teil 2
Maximum illud Über die Missionstätigkeit